Filmkalender 2020 (Geschenk 11)

Im Schüren Verlag ist wieder der Filmkalender für das kommende Jahr erschienen, der uns an wichtige Daten erinnert. Zum Beispiel daran, dass im Januar an den 30. Todestag von Barbara Stanwyck (21.1.) und Ava Gardner (25.1.) gedacht werden muss. Zwölf Texte sind speziellen Ereignissen gewidmet: dem 70. Geburtstag des Schauspielers Daniel Auteuil (24.1.), dem Film SUNSET BOULEVARD von Billy Wilder, der vor siebzig Jahren gedreht wurde, dem 30. Geburtstag von Emma Watson (15.4.), dem Film DANCES WITH WOLVES von Kevin Costner, der vor dreißig Jahren realisiert wurde und Maßstäbe für die Darstellung von Indianern im Kino setzte, dem 90. Geburtstag von Clint Eastwood (31.5.), dem Film AIRPLANE, der vor dreißig Jahren das Genre der Filmparodie neu definierte, dem 70. Geburtstag des Regisseurs Christopher Nolan (30.7), dem 70. Geburtstag der Schauspielerin Iris Berben (12.8.), dem 30. Geburtstag der Schauspielerin Jennifer Lawrence (15.8.), dem 60. Geburtstag des japanischen Regisseurs Takashi Miike, dem Film X-MEN von Bryan Singer, mit dem vor zwanzig Jahren eine zweite Generation der Superheldenfilme begann, dem 40. Geburtstag des Schauspielers Ryan Gosling (12.11.). Die Texte stammen von Daniel Bickermann, Nils Bothmann (er war auch Bild- und Textredakteur), Maxi Braun, Werner Busch, Robert Cherkowski und Thorsten Hanisch. Der Anhang enthält ein Adressenverzeichnis wichtiger Institutionen und eine Übersicht über internationale Festivals. Coverabbildung: Jennifer Lawrence. Mehr zum Kalender: filmkalender-2020.html

Der James Bond Atlas (Geschenk 10)

Er ist der international be-rühmteste Spion, erfunden von dem Schriftsteller Ian Fleming. Sein erster Auftritt fand 1953 in dem Roman „Casino Royal“ statt. Die erste Kinoverfilmung war JAMES BOND – 007 JAGT DR. NO mit Sean Connery. Im April kommt der 25. Bond-Film in die Kinos: KEINE ZEIT ZU STERBEN mit Daniel Craig. Es gibt viele Besonderheiten der Filme: die Fahrzeuge, die Waffen, das 007-Logo, die Pistolenlaufsequenz, die Eröffnung. Ein Markenzeichen ist auch der rasante Schauplatzwechsel. Bei LangenMüller ist jetzt der „James Bond Atlas“ erschienen, ein Wegweiser zu allen Orten, an denen 007 ermittelt hat. Der Autor Siegfried Tesche, mit Bond bestens vertraut, erzählt die Stories der 25 Filme und zeigt uns auf Landkarten und Stadtplänen die Schauplätze, verbunden mit über 200 Fotos. 274 Seiten im Großformat. Mit Glossar, Bibliografie und Register im Anhang. Die Druckqualität ist herausragend. Es ist das schönste James Bond-Buch, das ich kenne, und ein wunderbares Geschenk für alle Fans. Mehr zum Buch: Atlas/#prettyPhoto/0/

STAR WARS (Geschenk 9)

Der erste STAR WARS-Film kam 1977 ins Kino. Autor, Produzent und Regisseur war George Lucas. Heute hat die neunte Episode, THE RISE OF SKYWALKER, ihre weltweite Kino-premiere. Die STAR WARS-Filme gehören mit Einnahmen von über neun Milliarden US-Dollar zu den erfolg-reichsten Werken der Filmgeschichte. Es gibt zwei Story-Filme, Fern-sehserien, Romane, Comics, Spielzeug und viele Merchandising-Produkte. Die Zahl der Fans ist weiterhin unendlich groß. Für sie ist jetzt auch auf Deutsch „Das ultimative Buch“ im Verlag Dorling Kindersley erschienen, verfasst von Adam Bray, Cole Horton, Patricia Barr, Daniel Wallace, Ryder Windham und Matt Janes. Das umfang-reichste Kapitel (160 Seiten) ist den Figuren und Kreationen gewidmet. Es sind 29 Hauptfiguren und (geschätzt) 1000 Nebenfiguren. Sie werden in Wort und Bild porträtiert. Dann geht es um die Schauplätze (21), die Technik (Kampfdroide und Superkampfdroide) und die Fahrzeuge (Sklave I, Millenium Falke, TIE-Jäger, Ghost, Rot Fünf). Zwischen den Kapiteln gibt es auf jeweils zwei Seiten Blicke hinter die Kulissen mit Werkfotos. Ein Register erschließt den Inhalt, man kann sich auf eine gezielte Suche begeben. Auch wenn man, wie ich, kein spezieller STAR WARS-Fan ist, wirkt das Buch überwältigend. Es öffnet sich ein fiktives Universum, in dem man sich schnell verirren kann. Egal, ob man sich im Hellen oder im Dunklen aufhält. Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für alle Fans. Mehr zum Buch: 9783831037773

A bissel was geht immer (Geschenk 8)

Die drei Fernsehserien von Helmut Dietl sind legendär: MÜNCHNER GESCHICHTEN (1974, neun Folgen), MONACO FRANZE (1981-83, zehn Folgen), KIR ROYAL (1986, sechs Folgen). Hauptfiguren der ersten Serie waren der Ge-schäftsmann und Vorstadt-strizzi Karl „Tscharli“ Häusler (Günther Maria Halmer), seine Oma Anna (Therese Giehse), sein Freund Gustl (Frithjof Vierock), seine Verlobte Susi (Michaela May), deren Eltern Erwin (Karl Obermayr) und Ruth (Ruth Drexel), der Taxifahrer Achmed (Towje Kleiner) und der Musiker Leopold Heinrich (Karl-Maria Schley). Melancholie und Komik sind die tragenden Elemente der Episoden. Titelfigur der zweiten Serie war der Münchner Kriminalkommissar Franz Münchin-ger (Helmut Fischer), der zum Frühpensionär und Privatdetektiv wird. Er lebt mit seiner Frau, der Antiquitätenhändlerin Annette von Soettingen (Ruth Maria Kubitschek), in Schwabing, hat den Kollegen „Manni“ (Karl Obermayr) zum Freund und viele Freundinnen. Zwischendurch werden auch kleinere Verbrechen aufgeklärt. Hauptfiguren der dritten Serie waren der Klatschreporter Baby Schimmerlos (Franz Xaver Kroetz), seine Freundin Mona (Senta Berger), der Fotograf Herbie Fried (Dieter Hildebrandt), die Verlegerin Friderike von Unruh (Ruth Maria Kubitschek) und die Sekretärin Edda Pfaff (Billie Zöckler). Die Satire auf die Münchner Schickeria und die Rolle der Abendzeitung in den 80er Jahren hat große Qualitäten. Die Originalfassungen der Drehbücher sind jetzt im Penguin Verlag erschienen. Dietl hatte sie damals zusammen mit Anita Niemeger (MÜNCHNER GESCHICHTEN) und Patrick Süskind (MONACO FRANZE, KIR ROYAL) geschrieben. Ein wunderbares Geschenk für alle, die gern intelligente Dialoge und originelle Szenenbeschreibungen lesen. Mit Abbildungen. Mehr zu den Büchern: e557593.rhd

Jeanne Moreau (Geschenk 7)

Sie war eine der großen inter-nationalen Schauspielerinnen. Jeanne Moreau (1928-2017) begann ihre Karriere unter Louis Malle, spielte Hauptrollen in Filmen von Michelangelo Antonioni, Roger Vadim, Orson Welles, Luis Buñuel, Joseph Losey, Jacques Demy, François Truffaut, Tony Richardson, Rainer Werner Fassbinder und Wim Wenders. Im Februar 2000 erhielt sie den Goldenen Ehrenbären der Berlinale und wurde mit einer Hommage geehrt. Unvergesslich sind das Timbre ihrer Stimme, ihre Blicke, ihr Gang. Jens Rosteck hat jetzt im Aufbau Verlag eine hervorragende Biografie über Jeanne Moreau veröffentlicht. Ein Zitat von ihr leitet das Buch ein: „Die größte Freiheit ist, man selbst zu sein.“ Die 13 Kapitel haben die Überschriften „Die Verstörende“ – „Die Nachtwandelnde“ – „Die Ungewollte“ – „Die Ehrgeizige“, „Die Abgründige“ – „Die Schwankende“ – „Die Ausgelassene“ – „Die Begehrte – „Die Etablierte?“ – „Die Störrische“ – „Die Königin“ – „Die Unbekümmerte“ – „Die Experimentierfreudige“. Das Buch trägt den Titel „Die Verwegene“. Man kann es jedem schenken, der sich für die Filmgeschichte der Jahre 1960 bis 90 interessiert oder für den Lebensweg einer emanzipierten Frau. Mehr zum Buch: jeanne-moreau.html

DIE BÜCHSE DER PANDORA (Geschenk 6)

Louise Brooks als Tänzerin Lulu bringt drei Männern das Ver-derben und wird selbst das Opfer eines vierten. Die Männer sind Fritz Kortner (Dr. Schön), Carl Goetz (Schigolch), Franz Lederer (Alwa Schön). Ihren Mörder spielt Gustav Diesel (Jack the Ripper). G. W. Pabst hat den Film 1929 inszeniert, das Drehbuch stammte von Ladislaus Vajda nach einem Stück von Frank Wedekind. Der späte Stummfilm fand nur geteilte Resonanz, inzwischen gehört er zu den Klassikern des Weimarer Kinos. Bei atlas film ist jetzt ein Mediabook mit DVD und Blu-ray erschienen, das ein schönes Geschenk ist für alle, die an deutscher Filmgeschichte interessiert sind. Das 24-seitige Booklet enthält einen interessanten Text von Martin Koerber über die Rekonstruktion des Films, eine Rezension von Daniel Kothenschulte nach der Uraufführung der rekonstruierten Fassung bei der Berlinale 1997, Zitate aus zeitgenössischen Kritiken und Auszüge aus der Autobiografie von Louise Brooks. Zu den Extras gehört außerdem der Dokumentarfilm DER SCHATTEN MEINES VATERS: MICHAEL PABST von Robert Fischer. Die Reihe der Nero-Film-Klassiker bei atlas ist herausragend. Mehr zur DVD: https://atlas-film.de/pandora.html

FONTANES WANDERUNGEN (Geschenk 5)

Das Fontane-Jahr neigt sich dem Ende zu. Am 30. Dezember kann man seinen 200. Geburtstag feiern. Zu den interessantesten Projekten, die in diesem Zusammenhang realisiert wurden, gehört der vierteilige dokumentarische Zyklus FONTANES WANDERUNGEN des österreichischen Filme-machers Bernhard Sallmann. 320 Minuten dauert die Reise durch Oderland, Rhinland, Spreeland und Havelland. In ruhigen Bildern öffnet sich die heutige Landschaft und wird mit Fontanes Beschreibungen konfrontiert. Judica Albrecht spricht sie mit einem schönen Timbre, die damaligen Formulierungen wirken nicht „historisch“, sondern verbinden sich mit dem, was wir sehen und an Geräuschen hören. Die Geschichte der vier Flüsse und der Menschen, die hier gelebt haben, ist Teil von Fontanes Texten, die journalistisch formuliert sind, aber eine poetische Dimension haben. Man muss sich Zeit lassen für die vier Filme, die als DVDs bei Absolut Medien erschienen sind. Dann erfährt man viel über die Veränderungen der Welt, in der wir leben. Ein schönes Geschenk für alle, die an Geschichte und Literatur interessiert sind. Mehr zu den DVDs: ODERLAND+-+RHINLAND+-+SPREELAND / Havelland

Hedy Lamarr (Geschenk 4)

Sie war Filmstar, Antifaschistin und Erfinderin. Sie hieß eigent-lich Hedwig Kiesler, wurde 1914 in Wien geboren, spielte 16jährig ihre erste Hauptrolle in dem Film DIE KOFFER DES HERRN O.F. und sorgte 1933 mit ihren Nacktauftritten in EKSTASE von Gustav Machatý international für Aufsehen. 1937 verließ sie Österreich, ging zunächst nach Paris, dann nach London und wurde dort von Louis B. Mayer bei MGM unter Vertrag genommen, der sie nach Hollywood holte und ihr den Künstlernamen Hedy Lamarr gab. Sie spielte große Rollen unter der Regie von John Cromwell, Jack Conway, King Vidor, Clarence Brown, Robert Z. Leonard, Victor Fleming, Jacques Tourneur und Cecil B. DeMille. 1958 drehte sie ihren letzten Film. Eine Episode in ihrem Leben war die – gemeinsam mit dem Komponisten George Antheil – entwickelte Funkfernsteuerung für Torpedos. Sie war sechsmal verheiratet und hatte zahlreiche Affären, auch mit Frauen. Die letzten Jahrzehnte ihres Lebens verbrachte sie in Florida. Michaela Lindinger erzählt die Biografie von Hedy Lamarr/Kiesler in einer geschickten Dramaturgie, also nicht chronologisch, sondern mit assoziativen Wendungen. Das liest sich sehr spannend und entspricht dem unkonventionell verlaufenen Leben der Protagonistin. Das schön gestaltete Buch ist im Wiener Molden Verlag erschienen. Ein Geschenk für alle, die an einer außergewöhnlichen Person interessiert sind. Mehr zum Buch: hedy-lamarr

1001 Filme (Weihnachtsgeschenk 3)

Jetzt gibt es schon die 13. aktu-alisierte Neuausgabe des Buches, die Gesamtauflage weltweit sind 1,9 Millionen Exemplare. 77 Autorinnen und Autoren haben für Texte auf erstaunlich hohem Niveau gesorgt. Die Auswahl der Filme ist natürlich sehr USA-dominiert, aber auch Frankreich und Italien sind gut vertreten. Die Regisseure mit den meisten Filmen sind: Alfred Hitchcock (16), Ingmar Bergman und Howard Hawks (je 10), Stanley Kubrick und Luis Bunuel (je 9), John Ford, Steven Spielberg, William Wyler (je 8). Bei den deutschen Regisseuren ist die Reihenfolge: Fritz Lang (5), Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, F. W. Murnau (je 4), Wim Wenders (3). Weiterhin ärgerlich: kein DEFA-Film ist dabei. Seit der letzten Ausgabe neu hinzugekommen sind u.a. MOONLIGHT, LA LA LAND, TONI ERDMANN, SHAPE OF WATER, THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING MISSOURI, CALL ME BY YOUR NAME, BLACK PANTHER, PHANTOM THREAD, CAPERNAUM, A STAR IS BORN, ROMA, THE FAVOURITE und VICE. 960 Seiten, exzellente Abbildungen. Ein Geschenk für Freundinnen und Freunde mit filmhistorischem Interesse, geeignet für Kinobesucher und DVD-Sammler. Coverfoto: Bradley Cooper und Lady Gaga in A STAR IS BORN. Mehr zum Buch: 1001-filme-13-neuausgabe/

Robert Gilbert (Weihnachtsgeschenk 2)

Sein Vater hieß Max Winterfeld, nannte sich Jean Gilbert und war ein berühmter Operetten-komponist. So übernahm auch der Sohn Robert den Künstler-namen Gilbert und machte Karriere als Textautor von Schlagern und Libretti. Er hat die Gesangstexte zu 60 Operet-ten und über 100 Tonfilmen geschrieben. Es sei nur erinnert an „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“ aus DER KONGRESS TANZT oder „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen“ aus DIE DREI VON DER TANKSTELLE. Er hat eng mit den Komponisten Werner Richard Heymann, Friedrich Hollaender und Robert Stolz zusammengearbei-tet. In der Weimarer Republik war er politisch engagiert, schrieb Arbeiterkampflieder und stand der KPD nahe. Er emigrierte 1933 zunächst nach Wien, dann nach Paris und schließlich nach New York. 1949 kehrte er nach Europa zurück, lebte vorwiegend in der Schweiz, hatte aber große Erfolge mit den Texten für das Musical „Feuerwerk“ („Oh mein Papa“) und als Übersetzer amerikanischer Musicals („My Fair Lady“, „Oklahoma“, „Cabaret“). Er starb 1978 in Minusio. Die Biografie von Christian Walther ist sehr lesenswert und als Geschenk für all jene geeignet, die an Künstlerleben interessiert sind. Der Autor hat über Gilbert seine Dissertation geschrieben und sie für das vorliegende Buch überarbeitet. Sie ist hervorragend recherchiert und spannend zu lesen. Mit Abbildungen in guter Qualität und einem Vorwort von Max Rabe. – Erschienen bei Christoph Links, der gerade vom BuchMarkt zum Verleger des Jahres 2019 ausgewählt wurde. Mehr zum Buch: 3&titel_nr=9056