35 Millimeter

Seit sieben Jahren gibt es das Retro-Magazin 35 Millimeter. In den ersten sechs Jahren erschien es alle zwei Monate, seit diesem Jahr wird es vierteljährlich publiziert. Die Zeitschrift widmet sich der Filmgeschichte von 1895 bis 1965. Jedes Heft hat einen Schwerpunkt. In der gerade erschienenen Nummer 40 ist dies das Studio Warner Bros. Auf sechs Seiten porträtiert Berward Knappik den Regisseur Raoul Walsh: „Ein Regisseur für jedes Genre“. Marco Koch erinnert an die Filme DOCTOR X (1932) und MYSTERY OF THE WAX MUSEUM (1933): „Warner Horror in Technicolor“. Prof. Dr. Tonio Klein befasst sich mit Michael Curtiz („Ein Typ, der Filme macht“), setzt mit dem zweiten Teil seinen Bette Davis-Text fort („Sternchen, Schauspielerin – und Star?“), mit dem vierten Teil seinen William Powell-Text („Die frühen Jahre“) und verweist auf den Anti-Nazi-Film BLACK LEGION (1937). Lars Johansen richtet seinen Blick auf die Animationsfilme von Warner Bros.: „Mit dem Hammer auf den Kopf“. Matthias Merkelbach beschäftigt sich mit dem Film Noir bei Warner Bros. („The Big Sleep“). Bei Robert Zion geht es um die Noir-Western THE SEARCHERS und CHEYENNE AUTUMN von John Ford. Clemens G. Williges (Chefredakteur der Zeitschrift) schließt die 34seitige Titelstory mit seinem Text über Boris Karloff ab: „Jenseits der Monster“. Auf zwölf Seiten werden Blu-rays und DVDs rezensiert. Weitere Beiträge sind dem Regisseur Irving Lerner, dem österreichischen Film EIN TOLLES FRÜCHTCHEN und dem japanischen Film NACKTE JUGEND von Nagisa Oshima gewidmet. Von Robert Zion stammt ein Nachruf auf Rhonda Fleming. Fortgesetzt werden Texte über Federico Fellini (von Manuel Föhl) und Antonin Artaud (von Christoph Seelinger). Eine Hommage von Stefan Vockrodt gilt der Schauspielerin Helen Holmes. Es gibt mehrere Kolumnen und eine Vorschau auf das Heft 41 mit der Titelstory über Bette Davis. Die Texte des Magazins haben hohes Niveau, die Abbildungen (Fotos und Plakate) sehr gute Qualität. Ein Jahres-Abo kostet 28 €. Mehr zur Zeitschrift: https://35mm-retrofilmmagazin.de

CHICAGO (1931)

Heinrich Hauser (1901-1955) war ein deutscher Schriftsteller, Fotograf und Weltenbummler. 1931 hat er ein Buch über Chi-cago geschrieben und einen Film über die damals zweitgrößte Stadt der USA gedreht: WELTSTADT IN FLEGEL-JAHREN. „Dies ist die schönste Stadt der Welt: technischer Traum als Aluminium, Glas, Stahl, Zement und künstlichen Sonnen, fremdartig wie ein anderer Stern“, heißt seine Impression. Es gibt in den Bildern des 65-Minuten-Films natürlich auch einen Underground, denn Chicago war als Gangsterzentrum Schauplatz vieler Kriminalfilme. Die Annäherung an die Stadt geschieht langsam, mit Ellipsen, es dauert eine Weile, bis man im Zentrum angekommen ist. Menschen stehen im Mittelpunkt: Passanten, spielende Kinder, Pendler auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz. Wir hören sie nicht reden, denn es handelt sich um einen späten Stummfilm. Es gibt originelle Schnittfolgen. „Der Weg der Tiere“ heißt ein kurzes Kapitel. Eine Schafsherde ist zu sehen, die orientierungslos erscheint. Dann der Zwischentitel „40 Minuten später“, und es kommen Konservendosen auf einem Förderband. Förderbänder symbolisieren auch die Fabriken von Henry Ford, und der Zwischentitel fragt „Wo ist der Mensch?“. CHICAGO gehört zu den Stadtfilmen, die Walter Ruttmann mit BERLIN – DIE SINFONIE DER GROSSSTADT 1927 initiiert hat. Hausers Film wurde nur kurzfristig im Kino gezeigt und geriet dann in Vergessenheit. Wilfried Reichart und Hans Ulrich Werner haben ihn für den WDR Ende der 90er Jahre zu einem eigenen Film umgearbeitet. Jetzt ist die ursprüngliche Fassung in digital restaurierter Form bei Absolut Medien als DVD und Blu-ray erschienen. Mit einer neu komponierten Musik von Andy Miles. Alternativ kann man den Ton der Reichart/Werner-Fassung hören. Ein Booklet gibt es in digitaler Form. Mehr zur DVD: 281931%2C+Blu-ray%29

Frohe Weihnachten!

Ein herzlicher Weihnachtsgruß

vom Berliner Kurfürstendamm

Hans Helmut Prinzler + Antje Goldau

Das Fernsehballett

Emöke Pöstenyi, eine herausra-gende Tänzerin und Choreogra-fin, geboren in Ungarn, ausge-bildet in der DDR, hatte ihre ersten Erfolge Anfang der 60er Jahre im Friedrichstadt-Palast und gründete zusammen mit Günter Jänzlau 1963 das Fern-sehballett, für das sie fast vierzig Jahre verantwortlich war. Mein Leben mit dem Tanz ist der Untertitel ihrer Autobiografie, die kürzlich im Verlag Bild und Heimat erschienen ist. Auf unterhaltsame Weise erzählt Emöke ihre Lebensgeschichte, die auf der Bühne und auf dem Bildschirm in ungeahnte Höhen führte. Sie war mit ihrem Ballett zu Gast bei Rudi Carrell, Frank Elstner, Thomas Gottschalk, Dieter Thomas Heck und Carmen Nebel. „Ein Kessel Buntes“ war ohne ihre Truppe nicht denkbar. In der Nachwendezeit musste sie einen Überlebenskampf führen, als das Ballett aufgelöst werden sollte. 2002 setzte sie sich zur Ruhe. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, in der Nähe von Bad Saarow. Wir haben sie dort mehrfach besucht und fühlen uns mit beiden befreundet. Ihre Autobiografie finde ich höchst lesenswert. Mehr zum Buch: 9783959582513-das-fernsehballett

„Ada“ von Christian Berkel

Vor zwei Jahren hat der Schau-spieler Christian Berkel seinen ersten Roman publiziert: „Der Apfelbaum“, die autobiografisch basierte Geschichte seiner Eltern Sala und Otto, deren Weg sich 1938 trennen, weil Sala jüdischer Herkunft ist, untertaucht und nach Kriegs-ende in neues Leben in Buenos Aires beginnen will. Sie kehrt 1950 nach Berlin zurück und es gibt ein Happyend für Sala und Otto. Jetzt ist Berkels zweiter Roman erschienen: „Ada“. Wieder spielen Sala und Otto eine zentrale Rolle, aber ihre Tochter Ada ist eine fiktive Figur, aus deren Perspektive der Autor die Geschichte erzählt. Sie kehrt 1954 mit ihrer Mutter aus Argentinien nach Deutschland zurück, lernt erstmals ihren Vater Otto kennen und sehnt sich nach einem Leben in Unabhängigkeit. Ihre Reise führt sie von Berlin nach Paris und schließlich nach Woodstock, zu einem Konzert, das unvergessen bleibt. Der Protagonistin Ada ist man auf 400 Seiten so nahe, wie es nur irgend geht. Es ist erstaunlich, wie präzise Berkel die Gefühlswelt des Mädchens beschreibt. Man taucht mit ihr tief in die sich verändernde Welt der 60er und 70er Jahre ein. Unbedingt lesenswert. Mehr zum Buch: ada-9783550200465.html

Filmkalender 2021 (Geschenk 13)

Der Filmkalender aus dem Schüren Verlag begleitet mich auch 2021 durch das Jahr. Er informiert an jedem Tag, welche Künstler aus der Film- und Fernsehwelt geboren wurden oder gestorben sind. Wenn es sich um runde Daten handelt, sind sie fett gedruckt. So wird am 14. Januar Faye Dunaway 80 Jahre alt, und am 13. März Wolfgang Kohlhaase 90. Zu feiern ist der 100. Geburtstag von Ken Adam (5. Februar), Giulietta Masina (22. Februar), Simone Signoret (25 März), Dirk Bogarde (28. März), Peter Ustinov (16. April), Satyajit Ray (2. Mai), Louis Jourdan (19. Juni), Jane Russell (21. Juni), Chris Marker (29. Juli), Esther Williams (8. August), Miklós Jancsó (27. September), Deborah Kerr (30. September), Yves Montand (13. Oktober), Charles Bronson (3. November), George Roy Hill (20. Dezember). Ein starker Jahrgang. 13 Texte sind speziellen Ereignissen gewidmet: 40 Jahre CHRISTIANE F. – Erinnerungen an Drogen und Sucht im Film, 40 Jahre Polizeifilm – DIRTY HARRY und FRENCH CONNECTION, 40 Jahre MTV, 30 Jahre New Black Cinema, 30 Jahre feministisches Road Movie (THELMA AND LOUISE), Wolfgang Petersen (14. März, 80. Geburtstag), Robert Zemecki (14. Mai, 70. Geburtstag), Mark Wahlberg (5. Juni, 50. Geburtstag), Stellan Skarsgard (30. Juni, 70. Geburtstag), Natalie Portman (9. Juni, 40. Geburtstag), Charlotte Gainsbourg (21. Juli, 50. Geburtstag), Moritz Bleibtreu (13. August, 50. Geburtstag), Shailene Woodley (15. November 30. Geburtstag). Die Texte stammen von Daniel Bickermann, Nils Bothmann, Maxi Braun, Werner Busch, Robert Cherkowski, Thorsten Hanisch, Alexander Scholz und Andrea Sczuka. Der Anhang enthält ein Adressenverzeichnis wichtiger Institutionen und eine Übersicht über internationale Festivals. Coverfoto: Natalie Portman. Ein kleines Büchlein zum Verschenken an Filmfans. Mehr zum Kalender: filmkalender-2021.html

Romy & Alain

Zwei Lebensgeschichten erzählt Thilo Wydra in seinem Buch, das drei Teile hat: Kindheit und Jugend, die sehr unterschied-lich verliefen, Liebe, die fünf Jahre dauerte, Freundschaft, die sie bis zu Romys Lebens-ende verband. Es ist viel über die Beziehung zwischen Romy Schneider (1938-1982) und Alain Delon (*1935) bekannt, aber Wydra ist ein so guter biografischer Erzähler, dass man sein neues Buch mit großem Interesse liest und natürlich auch Dinge erfährt, die man noch nicht wusste. Dabei geht es nicht um Intimitäten, sondern um die Hintergründe der teilweise gemeinsamen Arbeit, beginnend mit dem Film CHRISTINE (1958), der in Paris gedreht wurde und das Leben von Romy nach drei SISSI-Filmen radikal veränderte. Delons Karriere nimmt mit dem Film NUR DIE SONNE WAR ZEUGE (1960) Fahrt auf. 1961 spielen Romy & Alain in dem Theaterstück „Schade, dass sie eine Hure ist“, inszeniert von Luchino Visconti, die Hauptrollen. 1968, fünf Jahre nach der Trennung, sind sie die Hauptdarsteller in dem Kultfilm DER SWIMMINGPOOL von Jacques Deray, vier Jahre später in dem Trotzki-Film DAS MÄDCHEN UND DER MÖRDER von Joseph Losey. Wydra hat für das Buch mit vielen Zeitzeugen gesprochen, die ihre persönliche Sicht auf Romy und Alain erzählen, darunter sind Mario Adorf, Senta Berger, Jane Birkin, Jean-Claude Carrière, Volker Schlöndorff, Georg Stefan Troller und Michael Verhoeven. Der Text ist mit großer Empathie geschrieben, die Abbildungen haben eine gute Qualität. Wer sich für das Leben und die Arbeit ungewöhnlicher Schauspieler*innen interessiert, ist mit dem Buch reich beschenkt. Mehr zum Buch: Thilo-Wydra/Heyne/e440733.rhd

Andy Warhol (Geschenk 11)

Er war ein universeller Künstler und der wichtigste Vertreter der amerikanischen Pop-Art. Andy Warhol (1928-1987) hat Filme gedreht, Bilder gemalt, Bücher geschrieben. Seine New Yorker „Factory“ war in den 60er Jah-ren Treffpunkt der internatio-nalen Kunstszene. Ein drama-tisches Ereignis fand am 3. Juni 1968 statt, als die Frauenrecht-lerin Valerie Solanas ein Atten-tat auf ihn verübte. Er überlebte dank einer erfolgreichen Ope-ration, veränderte die Schau-plätze seiner Arbeit und seines Lebens, konzentriert sich stärker auf die Bildproduktion und genoss den kommerziellen Erfolg. 1979/80 gab es Begegnungen mit Joseph Beuys. 1987 verstarb er in einem New Yorker Hospital. Der amerikanische Kunstkritiker Blake Gopnik hat eine Biografie über Warhol verfasst, die fast zeitgleich in den USA und Europa erschienen ist. Für die Lektüre muss man sich viel Zeit nehmen. Auf 1.200 Seiten werden alle Phasen seines Lebens detailliert geschildert. Das „Vorspiel“ – die Einlieferung in die Notaufnahme nach dem Attentat und die medizinische Behandlung im Columbus-Krankenhaus – gibt den Ton vor. Es findet kein Alltag statt, es gibt nur wenige Momente des Innehaltens. In 50 Kapiteln werden Ereignisse vermittelt, die Warhol zu dem gemacht haben, was er sich erträumt hatte: „Ein Leben als Kunst“ (so lautet auch der Untertitel der Biografie). Gopnik hat hervorragend recherchiert, viele Gespräche mit Zeitzeugen geführt und ein spannendes Buch geschrieben. Ein schönes Geschenk für alle Anhänger der Pop-Art. Mehr zum Buch: C-Bertelsmann/e446403.rhd

Der Pate – Familienalbum und Kochbuch (Geschenke 9 + 10)

Die GODFATHER-Trilogie von Francis Ford Coppola ist ein herausragendes Werk der ame-rikanischen Filmgeschichte. Die drei Teile entstanden 1972, 1974 und 1989. Das Drehbuch basiert auf dem Roman von Mario Puzo. Erzählt wird die Geschichte der Familie Corleone, vor allem des Vaters Don Vito und des Sohnes Michael, die als Mafiabosse Schlüsselfunktionen in New York innehatten. In Rückblen-den werden auch die italieni-schen Ursprünge deutlich. „Das Familienalbum“ ist ein wunder-barer Bildband des Fotografen Steve Schapiro, der einen Blick hinter die Kulissen der Produktion erlaubt. In über 300 Fotos sehen wir den Schauspielern Marlon Brando, Al Pacino, Robert De Niro, Robert Duvall, dem Regisseur Coppola, dem Kameramann Gordon Willis bei der Arbeit zu. Texte von Mario Puzo, Shana Alexander (über Brando), Nicholas Pileggi, Peter Biskind und Barbara Grizzuti Harrison sowie Playboy-Interviews mit Al Pacino und Coppola ergänzen die Foto-strecken. Schapiro hat ein Vorwort beigesteuert. Das 500-Seiten-Buch ist jetzt im Taschen Verlag zum 40jährigen Jubiläum erschienen und für 20 € eigentlich ein Geschenk, das man nicht ablehnen kann. Mehr zum Buch: das_familienalbum_40th_anniversary_edition.htm

Das Essen spielte in der Corle-one-Familie eine große Rolle. Das macht das Kochbuch von Liliana Battle deutlich, das jetzt bei Panini Books erschienen ist. 75 authentische Rezepte werden mit Zutaten und Bildern zum Nachkochen präsentiert, beginnend mit Antipasti, fortgesetzt mit Pizza, Suppen und Risotto, Pasta, Fleisch, Hühnchen und Meeresfrüchten, Salaten und Gemüsen, endend mit 13 verschiedenen Desserts. Es sind alles Gerichte, die aus Italien in die USA importiert wurden. Es gibt Speiserituale in der Familie Corleone. Zur Hochzeit wird Lasagne serviert, vor wichtigen Überfällen Spaghetti Bolognese. Als der Killer Clemenza einmal zur Arbeit geht, ruft seine Frau ihm nach: „Don’t forget the Cannoli“. Nach vollbrachter Arbeit sagt er zu seinem Partner im Auto „Leave the gun, take the Cannoli.“ Die Speisen sind im Buch in großen farbigen Fotos abgebildet, Filmfotos in schwarzweiß. Für Liebhaber der italienischen Küche und der GODFATHER-Trilogie unverzichtbar. Mehr zum Buch: kochbuch-der-corleone-familie-ydcorle001b

Beethoven (Geschenk 8)

Heute wird der 250. Geburtstag des Komponisten Ludwig van Beethoven gefeiert. Für das Kino hat er eine große Bedeutung. Sie wird in dem Buch „Vom Klang bewegt“, herausgegeben von Stephan Ahrens, in sechs Beiträgen untersucht. Jasper Stratil äußert sich zu Motiven des (Nach-)Lebens und Aneignungen des Musik-Hörens in Beethoven Bio-Pics („Sturm und Kerzenlicht“). Michael Ufer richtet den Blick auf Ingmar Bergmans Film TILL GLÄDJE/ AN DIE FREUDE (Beethovens filmische Intimität“). Emily Dreyfuss beschäftigt sich mit Beethoven im NS-Film („Widerhall des Unbehagens“). Dörte Schmidt erinnert an Mauricio Kagels LUDWIG VAN („Beethoven never supported Hitler“). Fabian Tiedtke befasst sich mit Beethoven im Dokumentarfilm („Metapher, Kommentar, Protest“). Philipp Schwarz äußert sich zu Beethoven im Konzertfilm („Ursprungsmythen und Schöpfungs-geschichten“). Kenntnisreiche Texte, Abbildungen in guter Qualität. Ein wertvoller Beitrag zum 250. Geburtstag. Mehr zum Buch: vomklangbewegt

Der österreichische Stummfilm BEETHOVEN entstand 1927 zum 100. Todestag des Kompo-nisten. Regie führte der musik-erfahrene Hans Otto Löwen-stein, die Hauptrolle spielte Fritz Kortner. Gezeigt werden die wichtigsten Lebensstationen von der Jugend bis zum Tod. Natürlich spielen die zentralen Werke eine große Rolle, die Sinfonien, die Oper „Fidelio“, „Missa Solemnis“. Die Liebe zu seiner Klavierschülerin Giulietta Guiccardi (Lillian Gray) hat melodramatische Ausmaße. Das frühe Gehörleiden ist eine psychische Belastung. Das Komponieren wird zur Obsession. Herausragend ist die neue Musik von Malte Giesen, die Beethoven zitiert, aber auch mit ihm spielt, wie man es sich für das Kino vorstellt. Der Film wurde vom Filmarchiv Austria restauriert und liegt jetzt als DVD vor. Statt eines Booklets gibt es einen Internet-Link: absolutmedien.de/beethoven-booklet/ Mehr zur DVD: BEETHOVEN+%281927%29 Buch und DVD sind hervorragende Weihnachtsgeschenke für Musik- und Filmliebhaber.