Bewegte Bilder für eine entwickelte Welt

Eine Dissertation, die an der Universität Luzern entstanden ist. Felix Rauh untersucht darin die Dokumentarfilme von René Gardi, Ulrich Schweizer und Peter von Gunten in der Schwei-zer Entwicklungsdebatte von 1959 bis 1986. Welche Rolle haben sie bei der Legitimierung der Entwicklungshilfe gespielt? René Gardi (1909-2000) war eigentlich ein Schriftsteller, drehte mit MANDARA 1959 einen sehr erfolgreichen Kultur-film und galt als Populär-ethnograf, der auch im Fern-sehen Karriere machte. Ulrich Schweizer (*1941) war zunächst Kameramann von René Gardi, hat sich dann selbständig gemacht und wichtige Filme in Zusammenarbeit mit der Kooperation Evangelischer Kirchen und Missionen in der deutschsprachigen Schweiz realisiert. Peter von Gunten (*1941) wurde mit dem Film BANANERA LIBERTAD (1971) als Pionier des engagierten entwicklungspolitischen Films bekannt und hat zahlreiche Filme über Menschen am Rand der Gesellschaft gedreht. Felix Rauh hat für sein Buch nicht nur die Filme der Drei analysiert, sondern auch viele Publikationen ausgewertet und stellt in einem eigenen Kapitel die Konflikte dar, die durch die Filme ausgelöst wurden. Eine beeindruckende Dissertation mit Abbildungen in guter Qualität. Coverfoto: Filmvorführung für Kinder bei einer Veranstaltung des Verbands schweizerischer Konsumvereine im Sommer 1961. Mehr zum Buch: https://www.chronos-verlag.ch/node/26476

Zwei Western-Legenden

Zwei neue Western-Legenden sind bei Koch Media als DVD erschienen. WHEN THE DALTONS RODE (1940) von George Marshall erzählt die Geschichte der vier Dalton-Brüder und eines Kumpans, denen Bodenspekulanten in Kansas ihr Erbe abspenstig machen. Sie hoffen auf die Hilfe ihres ehemaligen Schulfreundes Tod Jackson (Randolph Scott), der als Anwalt tätig ist, aber leider den Rechtsstreit verliert. Dann wechseln die Brüder die Fronten und werden zu Verbrechern. Am Ende sterben sie bei einem Banküberfall. Die Darsteller sind grandios, die vier Brüder werden von Brian Donlevy, Broderick Crawford, Stuart Erwin und Frank Albertson gespielt, ihr Kumpan Ozark ist mit Andy Devine wunderbar besetzt. Die weibliche Hauptrolle spielt Kay Francis. Ein dramatischer, streckenweise aber auch lustiger Western. Er basiert auf der Autobiografie eines der Dalton-Brüder, der in der Realität überlebt hat. Der deutsche Titel ist DIE BANDE DER FÜNF. Mehr zur DVD: id=1020432&nav1=FILM /

MAN WITH A GUN (1955, dt.: DER EINZELGÄNGER ) von Richard Wilson ist das Porträt des ruhelosen Clint Tollinger, der sich in Sheridan City zum Deputy Sheriff machen lässt, die Stadt gnadenlos aufräumt, aber viele gegen sich aufbringt. Seine Frau hatte ihn zuvor verlassen, sie ist Managerin einer Show-truppe, deren Tanzbühne von Tollinger in Brand gesteckt wird. Kaum zu glauben, dass es schließlich ein Happyend gibt. Sehenswert ist der Film vor allem wegen seines Haupt-darstellers Robert Mitchum, der für die ambivalente Titelfigur bestens geeignet ist. Joe Hembus findet den Film in seinem Western-Lexikon „frostig, dreckig und faszinierend“. Mehr zur DVD: id=1024428&nav1=FILM

Die Berliner Luftbrücke

Vor 70 Jahren – ich wohnte damals mit meinen Eltern und meiner Schwester in Berlin-Zehlendorf – hat die Luftbrücke der westlichen Alliierten uns mit Lebensmitteln und Kohle ver-sorgt. Elf Monate waren die „Rosinenbomber“ unterwegs, die Aktion hat mein Amerikabild sehr positiv beeinflusst. Im März 2017 fand im Alliiertenmuseum eine Tagung über die Luftbrücke mit Wissenschaftlern und Zeit-zeugen statt, an der ich gern teilgenommen habe. Jetzt ist im Ch. Links Verlag die sehr lesens-werte Dokumentation der Tagung erschienen. Grußworte haben Monika Grütters und Michael Müller beigesteuert. Die einleitenden Überlegungen stammen von Corine Defrance („Die Berliner Luftbrücke zwischen Geschichte und Erinnerung“), das Fazit von Ulrich Pfeil, beide haben den Band zusammen mit Bettina Greiner herausgegeben. In drei Texten spielt das Thema Film eine zentrale Rolle. Mila Ganeva beschreibt, wie Film und Mode trotz der Blockade zwischen Westberlin und Westdeutschland ausgetauscht wurden. Ein wichtiger Film ist für sie in diesem Zusammenhang MARTINA von Arthur Maria Rabenalt, dessen Hauptfigur, gespielt von Jeanette Schultze, im „New Look“ gekleidet war. Auch Ostberliner Modezeitschriften werden im Text beschrieben. Bernd von Kostka beschäftigt sich mit der Luftbrücke als Filmthema („Vom Geschichtsbuch zum Drehbuch“). Er äußert sich zu dem amerikanischen Film THE BIG LIFT (1950) von George Seaton, der in der deutschen Fassung (ES BEGANN MIT EINEM KUSS) stark verändert wurde, zu dem TV-Zweiteiler NUR DER HIMMEL WAR FREI (2005) von Dror Zahavi und zu der Graphic Novel „Bridges“ (2011). Besonders interessant finde ich den Beitrag über die Berliner Luftbrücke in der Kinowochenschau von Sigrun Lehnert. Sie vergleicht sehr akkurat die Darstellung des Themas in der britisch-amerikanischen Wochenschau WELT IM FILM und in der ostdeutschen DEFA-Wochenschau DER AUGENZEUGE. Auch viele andere Texte finde ich lesenswert, zum Beispiel über die Berichterstattung in amerikanischen Tageszeitungen der Jahre 48/49 (von Florian Pauls), über Erinnerungen an die Luftbrücke in Westdeutschland 1949-1999 (von Torben Giese), über West-Berliner Wahrnehmungen und Erfahrungen (von Martina Metzger), über den Flugplatz Berlin-Gatow („Ein vergessener Erinnerungsort?“ von Jan Behrendt und Doris Müller-Toovey). Mit Abbildungen in guter Qualität. Mehr zum Buch: 3&titel_nr=991

Serialität und Moderne

Die serielle Massenkultur be-ginnt im 19. Jahrhundert, sie wird von der Rotationsdruck-maschine und der Filmkamera vorangetrieben. Sie reicht vom Feuilletonroman über Stumm-filmserien bis zu avantgardisti-schen Experimenten. Der vor-liegende Band basiert auf einer Tagung, die 2016 an der Uni-versität Wien stattgefunden hat. Daniel Winkler und Christian von Tschilschke legen die theoretische Basis. Sechs Texte befassen sich mit Serialität und literarischer Moderne, darunter ein interessanter Text von Kirsten Dickhaut über Émile Zola und die impressionistische Serie. Vier Beiträge richten ihren Blick auf den Film. Birgit Wagner, Inspiratorin des Buches, erinnert an die Film-Serie TIH MINH (1918) von Louis Feuillade, die mit dem Orientalismus und der Weltpolitik verknüpft war. Sabine Schrader und Daniel Winkler beschäftigen sich mit MACISTE (1915-1926), einem frühen Muskelmann als nationalem Serienhelden. Bei Karin Harrasser geht es um Prothesen im frühen Film. Klemens Gruber informiert über die Serialität bei Dsiga Vertov, speziell in der KINOPRAVDA Nr. 16. Vier Texte haben Serialität und Avantgarde zum Thema, darunter ein sehr interessanter über die Fotoserien von Germaine Krull von Sylvia Schreiber. Mit Abbildungen in guter Qualität. Mehr zum Buch: 978-3-8376-3778-6

Angewandte Ethik und Film

Der Film ist auch Gegenstand der Ethik, thematisiert Moral und Unmoral der Gesellschaft. In elf beispielhaften Filmana-lysen geht es in diesem Buch aus christlicher Sicht um Bioethik (GATTACA von Andrew Niccoll, analysiert von Thomas Lau-bach), Organtransplantation (MY SISTER’S KEEPER von Nick Cassavetes, analysiert von Dagmar Fenner), Sterbehilfe (MAR ADENTRO von Alejandro Amenábar, analysiert von Jochen Sautermeister), Wirt-schafts- und Unternehmensethik (MARGIN CALL von Jeffrey C. Chandor, analysiert von Michael Schramm), Menschrechte (UNTHINKABLE von Gregor Jordan, analysiert von Matthias Reichelt), Medienehtik (WAG THE DOG von Barry Levinson, analysiert von Alexander Filipovic), Technikethik (EX MACHINA von Alex Garland, analysiert von Jessica Heesen und Marc Sehr), Sportethik (GOAL! THE DREAM BEGINS von Danny Cannon, analysiert von Christoph Hübenthal), Familien- und Geschlechterethik (TURIST von Ruben Östlund, analysiert von Werner Veith), Umweltethik (PROMISED LAND von Gus Van Sant, analysiert von Sebastian Kistler), Tierethik (PLANET OF THE APES: PREVOLUTION von Rupert Wyatt, analysiert von Thomas Bohrmann). Die einzelnen Filme sind sehr sachkundig dargestellt. Es gibt Hinweise auf weitere Filme und jeweils eine Literaturliste. Eingeleitet wird das Buch mit Hinführungen zum Themenfeld der Angewandten Ethik. Mehr zum Buch: 3658203900

Akira Kurosawa

Beim Mannheimer Symposium 2017 ging es um den japani-schen Regisseur Akira Kuro-sawa (1910-1998). 16 Beiträge sind im Buch dokumentiert. Gerhard Schneider leitet ein und gibt einen Überblick. Marcus Stiglegger verfolgt Kurosawas Resonanz im Weltkino. Jörg von Brincken beschäftigt sich mit Kurosawas Ästhetik der Gewalt. Bei den dann folgenden Texten geht es um einzelne Filme: Sabine Wollnik äußert sich zu ENGEL DER VERLORENEN, Ralf Zwiebel zu RASHOMON, Sascha Schmidt zu DIE SIEBEN SAMURAI, Isolde Böhme zu DAS SCHLOSS IM SPINNWEBWALD, Peter Bär zu YOJIMBO, Dirk Blothner zu ZWISCHEN HIMMEL UND HÖLLE, Karsten Visarius zu ROTBART, Andreas Hamburger zu DODESKADEN, Eva Berberich zu KAGEMUSHA, Kai Naumann zu RAN, Dietrich Stern speziell zur Musik in diesem Film, Christoph E. Walker zu AKIRA KUROSAWAS TRÄUME und Dorothee Höfert reflektiert am Ende aus kunst-historischer Perspektive über Verbindungen zwischen Kurosawa und Vincent van Gogh („Wie kommt der Betrachter ins Bild?“). „Die Konfrontation des Eigenen mit dem Fremden“ ist der Untertitel der Publikation. Filmhistoriker und Psychoanalytiker wechseln in der Sichtweise auf die Filme. Die Texte haben wieder eine hohe Qualität. Die Abbildungen sind akzeptabel. Band 14 der Reihe „Im Dialog“, veröffentlicht im Psychosozial-Verlag. Coverfoto: Kurosawa beim Dreh von KAGEMUSHA (1980). Mehr zum Buch:_id/2715

Abschied von Helmut Merker

Mehr als dreißig Jahre war er Filmredakteur beim WDR in Köln und hat dort als bekennen-der Cineast zusammen mit Georg Alexander, Werner Dütsch, Wilfried Reichart und Roland Johannes Aufbauarbeit für den Umgang mit künstlerischem Film im Fernsehen geleistet. Die von ihm seit Januar 1978 be-treuten „Filmtips“ sind legendär, sie waren für ihn „eine Autoren-sendung, in der ein Kritiker im Sinne Bazins dem Zuschauer ‚den Schock des Kunstwerks’ vermittelt“. Sein Interesse galt auch entfernten Regionen, zum Beispiel Asien, und er war kampflustig bei der Debatte über die Qualität von Kinofilmen. 2007 ging er in den Ruhestand, zog nach Berlin in die Pariser Straße, schrieb Texte für die taz und den Tagesspiegel (vor ein paar Wochen noch ein schönes Porträt von John Cassavetes). Er war Stammgast in Pressevorführungen und liebte das Kino bis zuletzt. Seine zweite Leidenschaft galt dem Fußball. Die Erfolge und Misserfolge seiner Arminia Bielefeld hat er in Zeitungsartikeln archiviert, seit dem 19. August 1956, also seit seinem 14. Lebensjahr. Er war ein obsessiver Leser, seine Bibliothek umfasste drei- bis viertausend Bände. Und er konnte sehr gut Skat spielen – zu einer festen Runde mit ihm ist es leider nicht gekommen. Am Wochenende ist Helmut Merker im Alter von 76 Jahren gestorben. Wir werden ihn nicht vergessen.

Helmuts Thesen zur Filmkritik im Fernsehen kann man hier nachlesen: verstehen-als-sinnliches-vergnugen/

ZUGVERKEHR UNREGELMÄSSIG (1951)

Ein DEFA-Film, den ich bisher nicht kannte. Er wurde 1951 gedreht und spielt im geteilten Berlin. Erzählt wird die Geschichte des Aufsichts-beamten Jochen (Claus Holm), der bei der S-Bahn arbeitet und sich von der West-Agentin Ellen (Inge Keller) anwerben lässt. Er beteiligt sich an Sabotageakten, wird dafür gut bezahlt, macht sich damit aber bei seiner neuen Freundin Inge (Brigitte Krause) und seinem langjährigen Freund Erich (Peter Lehmbrock) verdächtig. Die beiden vereiteln einen geplanten Anschlag, Jochen kommt dabei ums Leben. Interessante Schauplätze, gute Schauspiele-rinnen und Schauspieler, bemerkenswerte Kameraführung (Willi Kuhle). Der Regisseur Erich Freund war 1933 ins Exil geflohen, hatte in London die NS-Zeit überlebt und kehrte 1946 nach Ostberlin zurück. Zusammen mit Wolfgang Schleif inszenierte er 1947/48 das historische Drama GRUBE MORGENROT, ebenfalls mit Claus Holm in der Haupt-rolle. ZUGVERKEHR UNREGELMÄSSIG war sein zweiter, aber auch letzter Film. Freund starb 1958 in Schöneiche bei Berlin. Eine DVD des Films ist jetzt bei Icestorm erschienen. Mehr zur DVD: zugverkehr-unregelmaessig.html

Ornamentale Oberflächen

Eine Dissertation, die an der Universität Zürich entstanden ist. Evelyn Echle hat sich darin auf eine „Spurensuche zu einem ästhetischen Phänomen des Stummfilms“ begeben: Orna-mentale Oberflächen. Es handelt sich dabei um Vorhänge, Teppiche, Tapeten, Möbel, Lampen, aber auch um Kostüme der Hauptfiguren. Sie haben Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung von Fläche und Raum, stellen Spannungen her, korrespondieren mit der Inszenierung. Die Autorin strukturiert ihren Text in vier Kapitel. Sie verortet das Ornament zunächst zwischen Kunst- und Filmtheorie, bringt Heinrich Wölfflin, Alois Riegl, Adolf Loos, Wilhelm Worringer, Rudolf Arnheim und Siegfried Kracauer ins Spiel. Dann stellt sie filmische Ordnungen des Ornamentalen im Kino der 1910er Jahre her. Ihre wichtigsten Filmbeispiele sind: DON JUAN HEIRATET von Heinrich Bolten-Baeckers, SUMERKI SCHENSKOI DUSCHI und POSLE SMERTI von Jevgeni Bauer und MODE DE PARIS. Anschließend erfolgt der „Avantgardistische Transit“ in die 20er Jahre. Besonders lesenswert sind die Passagen über SUMURUN von Ernst Lubitsch, AZ ARANYEMBER von Sándor Korda, DER MÜDE TOD von Fritz Lang und L’INHUMAINE von Marcel L’Herbier. Das letzte Kapitel ist dem Verhältnis von Fotografie und Film gewidmet, der Werkbund-ausstellung 1929, dem Film MANHATTA von Charles Sheeler und Paul Strand, den IMPRESSIONEN VOM ALTEN MARSEILLER HAFEN von Lászlo Moholy-Nagy, dem Werk von Werner Graeff und schließlich dem Film BERLIN. DIE SINFONIE DER GROSSSTADT von Walter Ruttmann. Ein beeindruckendes Buch mit Abbildungen in hoher Qualität. Band 41 der „Zürcher Filmstudien“. Mehr zum Buch: ornamentale-oberflaechen.html

Sichtbar machen

16 Texte, in denen auf hohem theoretischem Niveau über Politiken des Dokumentarfilms reflektiert wird. Die meisten sind Resultate von Workshops, die an der Universität Wien stattgefunden haben, initiiert von Elisabeth Büttner, die im Februar 2016 verstorben ist. Ihr ist der Band gewidmet. Ich nenne neun Beiträge, die mir besonders gut gefallen haben. Lena Stölzl richtet ihren Blick auf Leere (Filmbeispiel: CALI-FORNIA COMPANY TOWN), Grund (LE CERCLE DES NOVÈS) und Feld (REVISION) als dokumentarische Bildstrategien. Bei Anke Zechner geht es um geliehene Stimmen in dokumentarischen Filmen. Ihre beeindruckend beschriebenen Beispiele: TUE RECHT UND SCHEUE NIEMAND von Jutta Brückner, SCHILDKRÖTENWUT von Pary El-QalQili und MEIN LEBEN 2 von Angelika Levi. Ute Holl untersucht die Kontingenz-produktion als Strategie des Dokumentarischen und konkretisiert dies an Filmen von Abbas Kiarostami. Zwei Texte beschäftigen sich mit der Arbeit von Alexander Kluge: Karin Harrasser reflektiert über Film und die Darstellung der deutschen Geschichte im Futur II mit verschiedenen Beispielen, Valentin Mertes beschreibt Kluges antirealistischen Realismus am Beispiel von IN GEFAHR UND GRÖSSTER NOT BRINGT DER MITTELWEG DEN TOD. Britta Hartmann befasst sich mit Imagination und Subjektkonstruktion in suggerierten Autobiographien, ihr Beispiel ist der Schweizer Film DAY IS DONE von Thomas Imbach. Bei Nana Heidenreich geht es um das Recht auf Opazität, Illegalisierung und andere Sichtbarkeiten in Europa. Guido Kirsten erinnert an die Darstellung von proletarischer und subproletarischer Lebensrealität im Kino der Weimarer Republik, speziell bei Dudow, Hochbaum und in MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK von Phil Jutzi. Eva Hohenberger äußert sich zum Verhältnis von Dokumentarfilm und Recht. In manchen Texten nervt der hohe theoretische Anspruch, aber es gibt immer wieder beeindruckende Passagen mit neuen Gedanken. Die Abbildungen sind in der Qualität unterschiedlich. Mehr zum Buch: 238&am=8