Ulrich Gregor/Enno Patalas:
Geschichte des Films

Dies ist die erste ernsthafte Geschichtsdarstellung der internationalen Filmkunst von deutschen Autoren. Ulrich Gregor (*1932) und Enno Patalas (*1929), zwei Protagonisten einer ‚linken’ Filmkritik, inter-pretieren und werten die Kinoproduktion auf der Basis gesellschaft-licher Bedingungen und eruieren ideologische Implikationen. Dass dabei dem deutschen Film im Nationalsozialismus und in der Ära Adenauer nur insgesamt vier Druckseiten zugestanden werden, ist ein provokant gemeinter Widerspruch. Auf den Bildtafeln werden einzelne Filme mit sechs bis acht Abbildungen vorgestellt.

Joe Hembus:
Der deutsche Film kann gar nicht besser sein

Der maliziöse, doppeldeutige Titel ist – ein Jahr vor dem „Oberhausener Manifest“ – das Motto eines polemischen Nachrufs. Auch die wenigen prominenten Regisseure der Bundesrepublik (Helmut Käutner, Wolfgang Staudte, Kurt Hoffmann, Rolf Thiele) werden hier zu Grabe getragen. Der Autor ist damals 28 Jahre alt und fordert einen Neubeginn.