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29. September 2018

Stan

In Deutschland wurden sie unter den Namen „Dick & Doof“ vermarktet, international waren sie als „Laurel & Hardy“ das berühmteste Komiker-Paar der Welt. Sie haben zwischen 1920 und 1957 zusammen über 100 Filme gedreht. Stan Laurel (1890-1965) hat dabei oft Co-Regie geführt und wichtige Gags ausgedacht, aber ohne seinen Partner Oliver Hardy (1892-1957) trat er nicht vor die Kamera. Sie waren beide mehrfach verheiratet, hatten oft Streit mit ihren Produzenten (speziell mit Hal Roach) und kannten auch die Schattenseiten von Hollywood. Es gibt zahlreiche Biografien über das Duo (zuletzt: „Laurel und Hardy und die Frauen“ von Rainer Dick; laurel-hardy/). Jetzt hat der irische Schriftsteller John Connolly einen Roman geschrieben, der im Original „He“ und in der deutschen Übersetzung „Stan“ heißt, erschienen im Rowohlt Verlag. Einerseits – das liegt an dem spannenden Stoff – ist er lesenswert. Andererseits – das hat mit dem Umfang (500 Seiten) und dem Stil zu tun – nervt die Lektüre. Der Autor liebt sprachliche Pirouetten. Ein Beispiel: „Hal Roach gibt Mae Busch einen Vertrag. Hal Roach gibt Mae Busch einen Vertrag, weil Mae Busch komisch ist und hübsch. Hal Roach gibt Mae Busch einen Vertrag, weil das Mack Sennett höllisch ärgern wird.“ Zwischendurch legt man das Buch immer wieder zur Seite, um sich von den Wiederholungen zu erholen. Am Ende hat man aber doch viel über Laurel & Hardy erfahren. Mehr zum Buch: john-connolly-stan.html