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07. April 2021

Die Un/Sichtbarkeit des Kapitals

Eine Dissertation, die an der Universität zu Köln entstanden ist. Felix T. Gregor untersucht darin die filmische Repräsenta-tion der modernen Ökonomie, ausgehend von Überlegungen zum Konzept des Dispositivs bei Foucault und Deleuze. Ein erster Exkurs erinnert an zwei Filme des Avantgardisten Hans Richter zum Thema KapItal: INFLATION (1928) und DIE BÖRSE ALS BAROMETER DER WIRTSCHAFTSLAGE (Schweiz 1939). Alexander Kluges Film NACHRICHTEN AUS DER IDEOLOGISCHEN ANTIKE. MARX – EISENSTEIN – DAS KAPITAL (2008) ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Im Hauptteil „Einzeldispositive des Kapitalismus“ werden in vier Kapitel insgesamt elf Filme detailliert analysiert. Zum Aspekt „Körper & Subjekt“ sind dies NICHT OHNE RISIKO (2004) von Harun Farocki, PARIS IS BURNING (1990) von Jennie Livingston, TOKYO SONATA (2008) von Kiyoshi Kurosawa und YELLA (2007) von Christian Petzold, zu „Raum & Zeit“ MASTER OF THE UNIVERSE (2013) von Marc Bauder, WALL STREET (1987) von Oliver Stone und ZEIT DER KANNIBALEN (2014) von Johannes Naber, zu „Macht & Durchdringung“ IMPORT EXPORT (2007) und PARADIES: LIEBE (2012) von Ulrich Seidl und LEBEN – BRD (1990) von Harun Farocki, zu „Krise & Exzess“ ist es IRANIAN BEAUTY (2013) von Anahita Razmi. Es gibt Verweise auf zahlreiche andere Filme. Die Beschreibungen und Analysen sind sehr konkret, der daraus resultierende Erkenntnisgewinn ist groß. Eine beeindruckende Arbeit. Mit Abbildungen (zumeist Screenshots) in akzeptabler Qualität. Mehr zum Buch: die-un/sichtbarkeit-des-kapitals/?number=978-3-8376-5489-9