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29. September 2020

Medienqualität

Seit 1964 wird in Marl jährlich der „Adolf-Grimme-Preis“ (seit 2011: „Grimme-Preis“) für hochwertige Fernsehsendungen verliehen. Es gibt ihn in den Kategorien „Information & Kultur“, „Fiktion“, „Unterhal-tung“ und „Kinder & Jugend“. Das von der Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach, herausgegebene Buch enthält 18 Beiträge, in denen über Medienqualität reflektiert wird. Am wichtigsten sind die Texte zum Qualitätsdiskurs in den vier Preis-Kategorien, sie stammen von Fritz Wolf (Information & Kultur), Barbara Sichtermann (Fiktion), Gerd Hallenberger (Unterhaltung) und Tilmann P. Gangloff (Kinder & Jugend). Christoph Neuberger fragt generell nach dem Beitrag von Medienpreisen zum Qualitätsdiskurs. Tanja Weber äußert sich medienwissenschaftlich zum Wandel der Fernsehqualität. Christian-Mathias Wellbrock und Marvin Wolfram legen eine quantitative Analyse in der Kategorie Information & Unterhaltung vor. Frauke Gerlach reflektiert über die „Grimme-DNA“. Lucia Eskes und Thomas Tekser erinnern an die Anfänge des Grimme-Preises. Eigene Texte sind dem „Grimme Online Award“, dem „Deutschen Radiopreis“ und dem „Grimme Game“ gewidmet. Tanja Weber und Christoph Neuberger schauen mit je einem Beitrag in die Zukunft und ziehen ein Fazit. Dies ist keine Festschrift zu einem Jubiläum, sondern eine höchst informative Zwischenbilanz nach 56 Jahren Grimme-Preis. Sehr lesenswert. Mehr zum Buch: medienqualitaet/?number=978-3-8376-5002-0