Aktuelles
08. Februar 2019

Retrospektive

„Selbstbestimmt – Perspektiven von Filmemacherinnen“ ist der Titel der Retrospektive in diesem Jahr, die natürlich wieder von der Deutschen Kinemathek verantwortet wird. Gezeigt werden Filme von Regisseurinnen aus der Zeit von 1968 bis 1999. 28 Spiel- und Dokumentarfilme und rund 20 kurze und mittellange Filme stehen auf dem Programm. Die Vorführungen finden vorwiegend im CinemaxX 8 und im Zeughauskino statt. Die Publikation zur Retrospektive, herausgegeben von Connie Betz, Karin Herbst-Meßlinger und Rainer Rother, ist im Verlag Bertz + Fischer erschienen. Das Vorwort des Herausgebertrios informiert über die Auswahlkriterien und die Materialsituation. Zehn Texte richten den Blick auf generelle Themen und einzelne Filme. Bei Gabriele Dietze geht es um Selbstbestimmtheit in Filmen von Frauen in den 1960er- bis 1990er Jahren. Heike Klippel befasst sich mit der Arbeit in Filmen von Frauen 1968 bis 1982. Natalie Lettenewitsch verbindet den filmische Stadtraum mit dem Blick der Flaneurin. Anke Zechner macht Anmerkungen zur Befreiung des Blicks in den Filmen von Frauen. Christine Lang untersucht Dramaturgie und Erzählästhetik in Filmen von Frauen. Fünf Filmemacherinnen äußern sich zu einzelnen Filmen: Sherry Hormann zu ZUR SACHE, SCHÄTZCHEN (1968) von May Spils, Eva Trobisch zu dem DEFA-Film DIE TAUBE AUF DEM DACH (1973/2010) von Iris Gusner, Maren Ade zu dem Dokumentarfilm VON WEGEN ‚SCHICKSAL’ (1979) von Helga Reidemeister, Lisa Miller zu dem Film DIE BLEIERNE ZEIT (1981) von Margarethe von Trotta und Tatjana Turanskyj zu dem Dokumentarfilm VERRIEGELTE ZEIT (1990) von Sibylle Schönemann. Alle Texte sind sehr lesenswert, die Abbildungen gut ausgewählt. Ein beeindruckendes Buch zur Retrospektive! Cover- und Plakatfoto: Helke Sander, eine zentrale Person des Frauenfilms in der Bundesrepublik. Mehr zum Buch: selbstbestimmt.html