Revolver, das 30. Heft

2014.Revolver 30xSeit 15 Jahren gibt es die Zeitschrift Revolver. Sie erscheint im Verlag der Autoren (Vertrieb: edition text + kritik, München) und wird zurzeit herausgegeben von Benjamin Heisenberg, Christoph Hochhäusler, Franz Müller, Marcus Seibert, Nicolas Wackerbarth und Saskia Walker. Ihr Markenzeichen: kleines Format, relevante Beiträge. Jetzt gibt es bereits das 30. Heft. Drei Interviews stehen im Mittelpunkt. Isa Willinger hat mit der ukrainischen Filmregisseurin Kira Muratova und ihrem Mann, dem russischen Autor und Schauspieler Evgenij Golubenko, über gemeinsame Arbeitserfahrungen, speziell über Montagekonzepte und politische Hintergründe gesprochen. 2013 hat Willinger eine Murotova-Monografie publiziert. Protokolliert ist ein Gespräch von Saskia Walker mit der deutschen Regisseurin Ula Stöckl, das im Oktober 2013 im Roten Salon der Volksbühne stattgefunden hat. Ula, die in den letzten zehn Jahren an der University of Central Florida unterrichtet hat, erzählt von ihren schwierigen Erfahrungen als Frau in der Filmlandschaft der Bundesrepublik seit den 1960er Jahren, von der Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung in Ulm bei Alexander Kluge und Edgar Reitz, von der Arbeit u.a. an den Filmen NEUN LEBEN HAT DIE KATZE, ERIKAS LEIDENSCHAFTEN, DAS GANZ PERFEKTE EHEPAAR und dem nicht realisierten Projekt „Killer Tango“, von den Problemen mit Fernsehredakteuren und von ihren Erfahrungen als Dozentin in Amerika. Daniel Kasman hat mit dem von mir sehr verehrten amerikanischen Dokumentaristen Frederick Wiseman gesprochen, der inzwischen 80 Jahre alt ist und zuletzt die Filme AT BERKELEY (2013) und NATIONAL GALLERY (2014) realisiert hat. Hier werden vor allem die technischen Veränderungen der Filmarbeit in den letzten Jahrzehnten thematisiert und die Überlegungen bei der dokumentarischen Beobachtung in Institutionen. In drei kleineren Texte äußern sich der französische Regisseur und Autor Serge Bozon („Wie einen Film enden lassen?“), der Experimentalfilmer und Tonmann Frank Bubenzer („Wohin mit der Angel?“) und die amerikanische Künstlerin Amy Lockhart („Tonaufnahmestudio aus Pappkartons“). Ein interessantes Jubiläumsheft. Mehr zur Zeitschrift: www.revolver-film.de

Michael Douglas

2014.Michael DouglasEr ist der Sohn eines berühmten Schauspielers. Das hat sein Leben geprägt, aber seine Karriere nicht beeinträchtigt. Für einen Biografen bedeutet die Vater- und Sohn-Prominenz zumindest für die ersten Kapitel eine Vergrößerung von Stoff und Spannung, zumal wenn die Eltern sich früh scheiden lassen. Der Autor Marc Eliot erzählt zunächst mehr vom Vater Kirk Douglas als von dessen Sohn Michael, aber das ändert sich schnell, wenn sich Michael als Filmproduzent emanzipiert und den Film ONE FLEW OVER THE CUCKOO’S NEST realisiert, der fünf Oscars gewinnt. Als Schauspieler profiliert er sich zunächst in der Fernsehserie THE STREETS OF SAN FRANCISCO (1972-77) und wechselt mit dem Thriller COMA zum Film. Für den ersten WALLSTREET-Film von Oliver Stone gewinnt er 1988 einen Darsteller-Oscar. Große Rollen folgen, die ihn auch international populär machen (zum Beispiel in THE WAR OF THE ROSES, BASIC INSTINCT und zuletzt in LIBERACE). Da auch das Privatleben in einer klassischen amerikanischen Filmbiografie eine Rolle spielt, ist die Lektüre durchaus unterhaltsam. Marc Eliot hat bereits Bücher über Cary Grant, Clint Eastwood und Steve McQueen geschrieben. Er ist also ein Profi. Im Herbst feiert Michael Douglas im Übrigen seinen 70. Geburtstag. Und sein Vater Kirk nähert sich den 100. Mehr zum Buch: michael-douglas-die-biografie.html

Actionkino

2014.ActionkinoAcht Vorträge eines Pilotprojekts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: „Vorlesung mal anders: Action!“. Aber alles analytisch und seriös. Die Herausgeber Ingo Irsigler, Gerrit Lembke und Willem Strank, wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien, beklagen – mit entsprechende Zitaten aus dem „Lexikon der Internationalen Films“ – den Mangel an vertiefender Diskussion über den Actionfilm und die Klischeekritik am Genre. Sie stellen elf Thesen an den Anfang, und dann folgen beispielhafte Texte: Willem Strank schreibt über Selbstjustiz und Einsamkeit in den DIRTY HARRY-Filmen. Gerrit Lembke referiert über Verdrängung und Erinnerung in FIRST BLOOD. Eckhard Pabst, Leiter des Kommunalen Kinos Kiel, analysiert TERMINATOR 1 und 2 von James Cameron. Ingo Irsigler beschäftigt sich mit Traditionsbezügen und Wertediskurs in DIE HARD. Bei Dominik Orth geht es um eine Genreanalyse der MISSION:IMPOSSIBLE-Reihe. Christoph Rauen sieht KILL BILL von Quentin Tarantino als Rache- und Familienfilm. Jan Tilman Schwab (sein verrücktes „Lexikon des Fußballfilms“ werden wir nie vergessen) erinnert an James Bond in CASINO ROYALE. Und Gerrit Lembke schließt mit seinem zweiten Beitrag über Gewalt und Ironie in THE EXPENDABLES 1 + 2 den Band ab. Alle Texte sind in der Sache substantiell und im Anspruch analytisch. Die Abbildungen haben – wie immer bei Bertz + Fischer – eine hohe Qualität. Mehr zum Buch: http://www.bertz-fischer.de/actionkino.html

Murnau-Box

2014.Murnau-BoxEndlich! Erstmals ist in Deutschland Friedrich Wilhelm Murnaus SCHLOSS VOGELOED (1921) als DVD zu erwerben. Endlich gibt es Murnaus NOSFERATU – EINE SYMPHONIE DES GRAUENS (1922) in der viragierten Fassung, die den Tag als Tag und die Nacht als Nacht erkennen lässt. Und dazu – aller guten Dinge sind drei – fügt sich bestens Murnaus FAUST – EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE (1926) in einer neuen Digitalisierung. Als wir zur Berlinale 2003 eine Murnau-Retrospektive präsentiert haben, gab es zwar die restaurierten Fassungen von Luciano Berriatúa als Filmkopien, aber die Autoren des Buches mussten zum Teil mit schlechten VHS-Kopien oder provisorischen DVDs Vorlieb nehmen. Mit der neuen Murnau-Box von Universum ist ein großer Schritt getan! Während NOSFERATU und FAUST bei Filminteressierten als weithin bekannt gelten dürfen, ist SCHLOSS VOGELOED eher unbekannt. Und das ist bei diesem Kammerspiel mit Horrorelementen sehr zu bedauern. Denn in der Kameraführung (Fritz Arno Wagner), in den Bauten (Hermann Warm), im Umgang mit den Schauspielern (Arnold Korff, Lothar Mehnert, Olga Tschechowa) ist dies bereits ein großer Murnau-Film. Im Buch zur Retrospektive hat damals Hanns Zischer einen wunderbaren Text über den Film geschrieben („Das Licht zwischen Tod und Tür“), auch der Beitrag von Vadim Glowna („Verstehen, Verzeihen, Abschied, Respekt“) hatte große Qualitäten. Im Booklet zur DVD wird Michael Wedel der Bedeutung des Films gerecht. Die Musik von Neil Brand stammt aus dem Jahr 2005 und hat gute Spannungsselemente. Zum Bonus-Material gehört der Murnau-Film von Fred Gehler und Ulrich Kasten von 1982, eine sehr informative DDR-Produktion (50 min.) – Bei der viragierten Fassung von NOSFERATU gibt es die von Berndt Heller rekonstruierte Originalmusik von Hans Erdmann zu hören. Die Digitalisierung der Bilder ist hervorragend gelungen und steigert die Wirkung des Films. Das Booklet enthält Beiträge von Bernd Schöneberg, Ann-Fleur Praetorius, Katharina David und Jesko Jockenhövel. Zum Bonusmaterial gehört ein DEFA-Heimfilm von Lucia Martinez von 1987 (27 min.) – Die Musik zum FAUST-Film hat Javier Pérez de Azpeitia am Klavier eingespielt. Die Texte im Booklet stammen von Michael Wedel, Guido Altendorf und Jesko Jockenhövel. Zum Bonusmaterial gehört der bekannte Kurzfilm CAMILLA HORN SIEHT SICH ALS GRETCHEN IN MURNAUS STUMMFILM “FAUST“ (1982) von Hedda Rinneberg und Hans Sachs. Ich bin begeistert von dieser „Deluxe Edition“ eines der größten deutschen Regisseure, herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Murnau-Stiftung in Wiesbaden und dem Filmmuseum Potsdam. Mehr zur Box: die-friedrich-wilhelm-murnau-box.html

Schrift im Film

2014.Schrift im FilmDer Film, das bewegte Bild, wurde, etwas simpel formuliert, erfunden als eine Gegenwelt zum Wort, zur Schrift, zur Literatur. Das brachte auch eine Öffnung aller sprachlichen Grenzen mit sich und führt zu einer internationalen Bedeutung des Films im Bereich der Ökonomie und der Kunst. Ganz ohne Schrift kamen/kommen allerdings nur wenige Filme aus. Das beginnt mit dem Vorspann/Abspann, also mit der Information über die beteiligten Künstler, Techniker, Darstellerinnen und Darsteller. In der Stummfilmzeit hatten die Filme außerdem schriftliche Zwischentitel, meist grafisch gerahmt. Und die Originalfassungen der Tonfilme werden oft mit Untertiteln gezeigt, um ihre Authentizität zu erhalten. Über all diese Verbindungen zwischen Schrift und Film referiert und reflektiert die Dissertation von Florian Krautkrämer (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig). Sie verknüpft die Informationen mit theoretischen Diskursen der Zeit, und man erkennt im Nachhinein, wie intensiv in allen Jahrzehnten über das Verhältnis zwischen Schrift und Film nachgedacht worden ist. Ein eigenes, sehr spannendes Kapitel ist den „Schriftfilmen“ gewidmet, die man dem Experimentalfilm zuordnen kann. Ich nenne als beispielhafte Filmemacher Hollis Frampton, Laura Mulvey und Peter Wollen oder Michael Snow. Schrift als „Ornament“ im Film gibt es zum Beispiel bei Peter Greenaway oder Peter Rose. Im Bereich des „Expanded Cinema“ hat der Belgier Marcel Broodthaers viel mit der Verbindung von Schriften und Bildern experimentiert. Besonders wichtig ist natürlich die Schrift in den Filmen von Jean-Luc Godard, die der Autor am Ende seines Buches würdigt. Zahlreiche Abbildungen, umfangreiche Literaturliste. Mehr zum Buch: 3-643-12013-7

Lothar Lambert 70

2014.LambertHeute wird der Filmemacher Lothar Lambert 70 Jahre alt. Gefeiert wird in der Brotfabrik mit der Premiere des Films RITTER DER RISIKORUNDE. Bereits seit 10. Juli ist im Schwulen Museum die von Wolfgang Theis kuratierte Ausstellung „Nackte Scham und schöne Schande – Lothar Lamberts Underground: Bilder, Filme“ zu sehen. Ich kenne Lothar Lambert seit Ende der 1960er Jahre. Gern erinnere ich mich daran, dass ich als „wissen-schaftlicher Hilfsassistent“ (so hieß das damals) am Institut für Publizistik die Magisterarbeit von Lothar Lambert – eine vergleichende Analyse von Alexander Kluges Abschied von gestern und Edgar Reitz’ Mahlzeiten – gelesen und für gut befunden habe. In den 1970er Jahren habe ich mit großem Respekt seine Filmkritiken im Abend und im Tagesspiegel verfolgt. Ex und hopp war mein erster Lambert-Film. Mir hat es immer gefallen, wenn Filmemacher auch schreiben und über Kolleginnen und Kollegen intelligent nachdenken können. Glückwunsch! Mehr über die Ausstellung: lothar-lamberts-underground-bilder-filme-leben/

Nibelungen

2014.NibelungenMit diesem Buch soll die bisher vor allem von der Soziologie dominierte „Intersektiona-litätsforschung“ für die Literatur- und Kulturwissenschaft geöffnet werden. Es geht im Kern um Ausgren-zungen aus Gründen der Herkunft, des Geschlechtes, der Behinderung, die politisch nicht korrekt sind. Unter-suchungsgegenstand ist das mittelalterliche „Nibelungenlied“ im Vergleich zu Thea von Harbous „Nibelungenbuch (1923) und dem zweiteiligen NIBELUNGEN-Film (1924) von Fritz Lang. In insgesamt zehn Texten werden Beweise gesammelt und analysiert. Sie fügen sich in drei Kapitel: „Überordnung/Unterordnung“, „Einschlüsse/Ausschlüsse“ und „Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit“. Natürlich sehe ich die künstlerische Bedeutung des Lang-Films durch ideologische Vorbehalte nicht eingeschränkt, aber es ist interessant, die Bild- und Inhalts-Befunde zur Kenntnis zu nehmen. So schreibt Peter Somogyi über die Herrschergestalten, Michael R. Ott über die königlichen Vasallen in den NIBELUNGEN, Natasa Bedekovic über Ability und Disability im ersten NIBELUNGEN-Film (der verwachsene Zwerg, der einäugige Krieger, der lahme König, der verwundbare Held). Andere Beiträge stammen von Astrid Lembke, Beatrice Michaelis, Lisa Pychlau-Ezli, Ninja Roth, Regina Toepfer, Andreas Kraß und Judith Klinger. Sie sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Ältere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität in Berlin, in der Goethe-Universität in Frankfurt bzw. an den Universitäten in Gießen und Potsdam. Die informative Einführung stammt vom Mitherausgeber Andreas Kraß. Die Abbildungen sind technisch akzeptabel. Mehr zum Buch: durchkreuzte-helden?c=738

Handbuch Medienrezeption

2014.Handbuch MedienrezeptionOrientierung im unüber-sichtlichen Bereich der Medienrezeption ist sinnvoll, aber unter den zuständigen Wissenschaften schwer herzustellen. Die vier Herausgeber des Bandes, Carsten Wünsch, Holger Schramm, Volker Gehrau und Helena Bilandzic, orientieren sich sehr vernünftig am Selbstverständnis der Fachgruppe „Rezeptions- und Wirkungsforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft. 26 Kapitel rufen die wichtigsten Leitbegriffe auf und sind in vier Abschnitte aufgeteilt: „Grundlagen der Rezeption“ (das sind Kognition, Emotion, Handlung, Kanalspezifika). „Selektion und Zuwendung“ (Diffusion und Domestizierung, Alltag und Routinen, Einstellung, Persönlichkeit, Motivation, Stimmung). „Phänomene und Erlebnisweisen“ (Urteilsbildung und Bewertung, Verstehen, Emotionales Erleben, Empathie und Identifikation, Parasoziale Interaktion und sozialer Vergleich, Spannung, Immersion, Wahrgenommener Realismus, Ästhetisches Erleben). „Kontexte der Rezeption“ (Lebensphasen, Physische und psychische Einschränkungen, Rezeption in Gruppe, Rezeption im öffentlichen Raum, Vergemeinschaftung, Kultur, Epoche). Besonders gut gefallen haben mir die Texte von Anne Bartsch über „Emotionales Erleben“, Matthias R. Hastall über „Spannung“, Elizabeth Prommer über „Lebensphasen“ und Uwe Hasenbrink über „Kultur“. Ein Sachregister erschließt die unmittelbaren Film- und Kino-Bezüge. Zu jedem Kapitel gibt es umfangreiche Literaturhinweise. Die Abbildungen beschränken sich auf Grafiken und Tabellen. Mehr zum Buch: product=13634

1914 – DIE LETZTEN TAGE VOR DEM WELTBRAND

2014.DVD.1914An den Beginn des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren wird zurzeit intensiv erinnert, mit Ausstellungen, Publikationen und Dokumentationen im Fernsehen. Ein filmhistorisch sehr interessanter Beitrag ist die DVD des Films 1914 – DIE LETZTEN TAGE VOR DEM WELTBRAND von Richard Oswald, gedreht im Spätherbst 1930. Er schildert die Vorgeschichte des Krieges als Doku-Drama, Handlungsorte sind die europäischen Machtzentren Berlin, Moskau, Wien, Paris, London, Belgrad. Es ist ein In-Door-Film. Die Konflikte werden in Kabinetten, Salons, Regierungsräumen, Botschaften, Ministerien ausgetragen. Es ist natürlich ein Männer-Film. Die Besetzungsliste nennt 41 Personen, darunter nur eine Frau: die Zarin Alexandra Feodorowna, gespielt von Lucie Höflich. Große deutsche Darsteller stehen in historischen Figuren vor der Kamera: Albert Bassermann als Reichskanzler von Bethmann-Hollweg, Reinhold Schünzel als Zar Nikolaus II. von Russland, Oscar Homolka als russischer Außenminister Sasonow, Eugen Klöpfer als Kaiser Franz Joseh I. von Österreich, Alfred Abel als österreichischer Außenminister Graf Leopold Berchtold, Ferdinand von Alten als französischer Außenminister Viviani, Heinrich George als Sozialist Jean Jaurès, mit dessen Ermordung der Film endet, Bernhard Goetzke als König Peter I. von Serbien, Fritz Odemar als deutscher Botschafter in England. Der Film beginnt mit einer Erklärung durch das Mitglied des Kriegsschuldausschusses Eugen Fischer, die von der Zensur eingefordert worden war. Sehr informativ ist das Booklet zum Film von Friedemann Beyer. Ich kannte den Film bisher nicht, er hat, vor allem durch die Schauspieler, auch große emotionale Momente. Mehr zur DVD: 1914+Die+letzten+Tage+vor+dem+Weltbrand

Begierde und Schrecken

2014.BegierdeIm Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz beginnt heute die von Friedemann Beyer kuratierte Filmreihe „Begierde und Schrecken“. Es ist inzwischen schon das fünfte Stummfilmfestival in Folge mit vielen Neuent-deckungen oder in den letzten Jahren restaurierten Filmen. Eröffnet wird heute Abend mit EINE TOLLE NACHT (1926) von Richard Oswald mit Ossi Oswalda, Harry Liedtke und Kurt Gerron, einem relativ unbekannten Berlin-Film. Insgesamt werden 21 Filme gezeigt, zu den Stars gehören Conrad Veidt, Louise Brooks und Anita Berber. Als Weltpremiere wird die restaurierte und viragierte Fassung von LUCREZIA BORGIA (1922) von Richard Oswald aufgeführt. Alle Filme werden an der Kinoorgel von der Babylon-Organistin Anna Vavilkina und dem Wiener Organisten Florian C. Reithner begleitet. Mehr zur Filmreihe: stummfilme.htm