Ennio Morricone

2014.MorriconeEr ist inzwischen 85 Jahre alt, wurde in den späten 1960er Jahren vor allem mit seiner Musik zu C’ERA UNA VOLTA IL WEST weltberühmt, hat über 500 Filmmusiken geschrieben und erhielt 2007 den Oscar für sein Lebenswerk. Bei edition text + kritik ist in deren neuer Reihe „FilmMusik“, herausgegeben von Guido Heldt, Tarek Krohn, Peter Moormann und Willem Strank, als Band 1 ein sehr informatives Buch über Morricone erschienen. Sergio Miceli beschreibt im Eröffnungstext „die Koexistenz der Gegensätze“ bei Morricone. Stefan Drees untersucht einige Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Morricone und Sergio Leone. Besonders interessant, weil bisher weniger dargestellt, finde ich Roberto Calabrettos Analyse der Musik Morricone in den Filmen von Pier Paolo Pasolini. Natürlich ist seinem bekanntesten Film (s.o.) ein eigenes Kapitel gewidmet, es stammt von Tim Summers. Christiane Hausmann würdigt den Komponisten „diesseits der Filmmusik“ als Avantgardisten und Franco Saciannameo konzentriert seinen Text auf das „Concerto per Orchestra“ (1957). Ein aufschlussreiches Interview bildet den Abschluss des Bandes. In den Abbildungen dominieren die Partituren die Filmbilder. Umschlagabbildung aus UCCELLACCI E UCCELLINI von Pier Paolo Pasolini. Mehr zum Buch: ISBN=9783869162744#.U8AF0hyWGT0

Helden in Schwarz

2014.HeldenDies ist bereits der 27. Band der Schriftenreihe „Theologie und Film“, die es seit über zehn Jahren gibt. In der Regel wird jeweils eine Tagung oder ein Symposium dokumentiert. Die vorliegende Publikation entstand als Gemeinschaftsarbeit von Doktorandinnen und Doktoranden der Religions-wissenschaft in Graz, und man spürt den spirit, der dabei entstand, entfacht von den Herausgeberinnen Theresia Heimerl und Lisa Kienzl. Acht Texte fügen sich gut zusammen. Heimerl beschäftigt sich mit Priesterfiguren im Historiengenre, ein Schwerpunkt ist dabei der Film DER NAME DER ROSE. Peter Wiesflecker beschreibt die Figur des Don Camillo, verkörpert von dem französischen Schauspieler Fernandel, als Urvater des Priesters im Unterhaltungsfilm. Christian Hatzenbichler widmet sich dem britischen Pater Brown und seinen Erben. Kathrin Trattner rekapituliert verbotene Liebschaften und andere Unkeuschheiten von DIE DORNENVÖGEL bis BRAUNSCHLAG. Ein besonders spannender Text stammt von Matthias C. Steiner über Priester im Horrorfilm. Christiane K. Schachner referiert über den Priester als religiösen Experten im Mystery-Film. Originell ist der Text der beiden Herausgeberinnen über Priester in Komödien („Kirchentreuer Humor“). Lisa Kienzl schließt den Band mit Beispielen für die Figur des Priesters als emotionales Verkaufsargument in kommerziellen Werbespots ab. Die kleinen, aber technisch guten Abbildungen sind hilfreich. Umschlagfoto: THE DA VINCI CODE – SAKRILEG (2006) von Ron Howard. Mehr zum Buch: helden-in-schwarz.html

Manifest der Anonymen Schauspieler

2014.FrancoSeine Darstellung des Bergsteigers Aron Ralston in dem Film 127 HOURS von Danny Boyle hat mich sehr beeindruckt, aber bei der Oscar-Verleihung hatte er gegen Colin Firth keine Chance. James Franco (*1978) ist ein großer Schauspieler, arbeitet auch als Bildender Künstler (im vergangenen Jahr war eine Ausstellung von ihm in Berlin zu sehen) und als Schriftsteller. Auf sein Buch „Manifest der anonymen Schauspieler“ hat mich eine Kritik von Fritz Göttler in der SZ neugierig gemacht. Ich zitiere daraus eine Passage: „Einen Roman nennt Franco sein Buch ‚Anonymous Actors’, aber das ist es natürlich gerade nicht. Der Titel suggeriert Schauspielerei als Defekt, als Krankheit, die es zu kurieren gilt – das Ganze spielt sich ab im Schatten des Actors Studio, von Tennessee Williams, Brando und Steve McQueen, und die pragmatischen Ratschläge – die zwölf Schritte, die zwölf Traditionen des anonymen Schauspielers – schrammen so nah am Tautologischen vorbei wie in Europa einst Surrealismus und Situationismus. Von Typen wird erzählt, für die sich Lektionen der Schauspielschule vermengen mit privaten Obsessionen, das bringt einen zu öden Jobs bei McDonald’s und endet gar in nackter Prostitution, und James Franco lässt das richtig scheußlich werden. Er bleibt auch hier der penetrante Agent Provocateur in eigener Sache, naiv und abgebrüht, gnadenlos gebasht für seine Film-, Literatur-, Uni- und Museumsauftritte.“ (SZ, 28./29.5.2014). Trotz mancher Redundanzen lesenswert. Mehr zum Buch: Id/978-3-8479-0567-7

Volker Koepp (2)

2014.DVD.Koepp 214 Filme aus den Jahren 1970 bis 1987 auf zwei DVDs. DAS WEITE FELD (1976) war, wenn ich mich richtig erinnere, der erste Film von Volker Koepp, den ich gesehen habe, bei der Dokumentarfilmwoche in Leipzig. Er gehört ins Kapitel „Land-schaften“, verbindet Arbeitsbeobachtungen in der Landwirtschaft in dem kleinen Städtchen Häsen mit Rückblicken in die Geschichte. Sommer, Herbst, Winter, Frühling. Gedreht in 35mm/Farbe, an der Kamera stand Christian Lehmann. „Ein typischer Koepp-Film“, denkt man sofort. Auch HÜTES-FILM, ein Jahr später entstanden, gehört dazu. Zwei Schwestern erzählen von der Geschichte eines Dorfes in der Vorderrhön und kochen Klöße. Die Filme dauern jeweils um die 30 Minuten. Andere Titel sind AM FLUSS, IN RHEINSBERG, AN DER UNSTRUT, FEUERLAND. Immer geht es um gelebte Geschichte. Das ist natürlich auch die Basisthema der „Porträts“. Sie beginnen mit dem ältesten Film, JUNGE LEUTE aus dem Jahr 1970. Wir werden konfrontiert mit Hilde, einem Lehrling im Chemiekombinat Bitterfeld, mit Klaus, Lothar und Volker, drei jungen Arbeitern im Braunkohlentagebau, und mit Heidrun, die an der Technischen Universität in Dresden studiert. Alle wirken motiviert und optimistisch. Widersprüche gibt es noch nicht. Die verbindende Musik vermittelt den flotten Klang jener Jahre. Besonders gefallen hat mir der Filmessay über den Regisseur Slatan Dudow. Am Drehbuch hat damals der Filmhistoriker Wolfgang Gersch mitgearbeitet. Ein Film ist dem Dichter und kommunistischen Aktivisten Erich Weinert gewidmet (ER KÖNNTE JA HEUTE NICHT SCHWEIGEN, 1975). Alle Porträtfilme wurden in schwarzweiß gedreht. Ein informatives Booklet wie schon bei den WITTSTOCK-Filmen. Kompliment an Absolut Medien für die Koepp-Edition! Mehr zur DVD: 1585&list=thema&list_item=53

Alles Mythos – Hollywood

2014.HollywoodDer Konrad Theiss Verlag ist ein „Imprint“ der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft. Er hat kürzlich den Katalog zur DHM-Ausstellung über den Ersten Weltkrieg publiziert. In der Reihe „Alles Mythos – 20 populäre Irrtümer über …“ sind bisher zehn Bände erschienen: über die Steinzeit, die Antike, die Germanen, das Mittelalter, die Preußen, China, Frankreich, den Wilden Westen, die BRD + die DDR und Weihnachten. Nun also: Hollywood. Es ist kein Buch für Filmfans oder gar für Film-historiker. Für sie sind die Irrtümer wirklich zu populär. Ich nenne mal drei als Beispiel: „Hollywood wurde von einem Amerikaner gegründet.“ Natürlich nicht. Wenn es einen „Gründer“ gab, dann war das Carl Laemmle, und der stammte aus Deutschland. „Noch nie hat ein deutscher Schauspieler den Oscar gewonnen.“ Doch: Emil Jannings 1929, als allererster. „Die 3D-Technik entstand in den 2000er Jahren.“ Natürlich nicht, erste Experimente gab es in den 1920er Jahren, eine erste 3D-Welle in den 50ern. Weitere vom Autor unterstellte Irrtümer: „Amerikanische Filme sind oberflächlich.“ „Hollywood ist patriotisch.“ „Es gibt eine Erfolgsformel für Filme.“ Der Historiker Alexander Emmerich nutzt seine Irrtümer-Vorgabe für zwanzig ziemlich gut recherchierte und flott lesbare Texte zum Beispiel über Stars und Studios, den Hollywood-Schriftzug, die Oscars, die Erfindung des Tonfilms, Alfred Hitchcock, James Dean, Marilyn Monroe, James Bond, BEN HUR und Casablanca, den Horrorfilm und den Western. Wer wenig über Hollywood weiß, erfährt viel. Ein kleiner Irrtum ist dem Autor selbst unterlaufen. Der deutsche Titel von The Sound of Music war nicht Die Trapp-Familie sondern Meine Lieder – meine Träume. Mehr über das Buch: www.theiss.de/ (und dann den Titel suchen).

Die Mutter- und Vaterrolle im Film

2014.Mutter- und VaterrolleEine soziologische Dissertation aus Berlin (Humboldt-Univer-sität), verfasst im Kontext der Cultural Studies, in der Filmanalyse orientiert an den Methoden von Lothar Mikos. Vier Fernsehfilme sind die Basis des Untersuchung: VATER AUF DER FLUCHT (2007) von Franziska Meyer Price, MAMA ARBEITET WIEDER (2009) von Dietmar Klein, VATER AUS LIEBE (2008) von Imogen Kimmel und VATERHERZ (2007) von Gabi Kubach. Es handelt sich um drei Familiendramen und eine Komödie. Die Autorin Ines Iwen untersucht die Inszenierungen der Persönlichkeiten von Müttern und Vätern, die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, die Rolle der Mütter und Väter in Beruf, Familie und Freizeit, die Mutter- und Vaterbilder. In der Zusammenfassung heißt es: „Wie im realen Leben wird auch in den Filmen der Ehe eine große Bedeutung beigemessen. Trennungen und Folgepartnerschaften stellen die Regel dar und liefern mit ihren emotionalen Spannungen die Vorlage für die meisten Filmstorys. In den Fernsehfilmen werden meist Familien der mittleren bis oberen Mittelschicht dargestellt. Das Einkommen der Eltern wird selten thematisiert.“ Vier Filme sind natürlich nicht gerade eine repräsentative Auswahl. Aber die Autorin analysiert die Situationen und Konflikte auf der Handlungsebene sehr präzise und findet Korrelate in der soziologischen Literatur. Umfangreiche Bibliografie, keine Abbildungen. Titelbild aus der Serie „en famille“ der Malerin Grit Peters. Mehr zum Buch: 9783899982145.htm

Die 1950er Jahre im Fernsehen der BRD

2014.50er JahreEine Dissertation aus Freiburg. Mark Rüdiger analysiert die Geschichts-bilder der 1950er Jahre im Fernsehen der BRD. Eigentlich wollte er alle einschlägigen Sendungen zur Grundlage seiner Untersuchung machen. Aber damit war er – und das beschreibt er sehr konkret in seiner Einleitung – bereits vom zugänglichen Material her und vor allem beim noch nicht zugänglichen Material überfordert. Sein Spektrum bleibt groß genug: Nachrichtensendungen, Kinofilme, Fernsehsendungen, Werbefilme. Zu allem gibt es spezielle Erkenntnisse. Er teilt seinen Untersuchungszeitraum in die Jahre 1959 bis 1976 („Formierungen“) und 1977 bis 1989 („Polarisierungen“). Ein Schlüsselkapitel heißt „Person und Ära Adenauer“. Die Gleichberechtigung von dokumentarischen Sendungen und fiktionalen Produktionen erschwert ein bisschen die Orientierung und den Erkenntnisprozess beim Leser. Die „Sendungsliste“ im Anhang nennt immerhin 98 Titel, die genauer analysiert werden. Und 958 Fußnoten verweisen auf genutzte Materialien und Kritiken. Die Konzentration auf weniger Titel hätte den Erkenntnisgewinn möglicherweise vergrößert. Gut gefallen haben mir die Interpretationen der Filme HUNGERJAHRE von Jutta Brückner, KALTE HEIMAT von W. Werner Schaefer und DER TAG, AN DEM ELVIS NACH BREMERHAVEN KAM von Peter F. Bringmann. Die Abbildungen sind relativ klein und drucktechnisch grenzwertig. Mehr zum Buch: goldene-50er-oder-bleierne-zeit?c=738

Farbige Lichträume

2014.Farbige LichträumeEine Dissertation aus Berlin (Freie Universität). Für Untersuchungen zur Farbe im Film gibt es noch freie Räume. Zuletzt ist eine Arbeit über die Farbe im NS-Propagandafilm erschienen (zur-geschichte-des-farbfilms/ ). Marc Glöde reflektiert über „Manifesta-tionen einer Veränderung des Bild-Raumdenkens“. Es geht ihm dabei eher um die „Raumidee“ als um die klassische Raumerzählung. Seine theoretischen Ausgangspunkte liegen in der Psychoanalyse, in der Bildtheorie, in der Wahrnehmungstheorie. Er findet die Basis für seine Untersuchung in den Diskursen über Farbe und Farblicht in den Künsten, in der Malerei, in der Farblichtarchitektur (inklusive den farbig illuminierten Kirchenräumen), in Theatermaschinen und Farblichtorgeln. Im zweiten, zentralen Teil geht es um die Farbe im frühen Film, um farbliche Avantgardepositionen zwischen 1910 und 1930 (Arnaldo Ginna, Bruno Corra, Léopoild Survage, natürlich auch die deutsche Avantgarde, Richter, Ruttmann, Fischinger) und den entsprechenden filmtheoretischen Diskurs bei Béla Balazs, Rudolf Arnheim und Siegfried Kracauer), um die Übergänge bei Sergej Eisenstein, Len Lye und Mary Ellen Bute, um die Entwicklung in den 1940er Jahren (Sara Kathryn Arledge, Kenneth Anger, Hy Hirsh, Harry Smith, Dwinell Grant) und schließlich um das experimentelle Kino der 50er und 60er Jahre (Stan Brakhage, Jordan Belson, James & John Whitney). Die Künstler werden kenntnisreich vorgestellt und historisch eingeordnet. Fast 800 Fußnoten verbinden den Text mit seinen Quellen. Die Abbildungen im laufenden Text sind schwarzweiß, im Anhang (116) in Farbe und guter Qualität. Mehr zum Buch: 978-3-7705-5497-3.html

Volker Koepp (1)

2014.DVD.Koepp 1.kleinAm vergangenen Sonntag ist der Dokumentarist Volker Koepp 70 Jahre alt geworden. Es gab einige sehr schöne Geburtstagstexte (zum Beispiel von Martina Knoben in der SZ oder von Gunda Bartels im Tagesspiegel), und bei Absolut Medien sind zwei Doppel-DVDs mit frühen Filmen von ihm erschienen. Sein Wittstock-Zyklus gehört für mich zu den Glücksfällen des Dokumentarfilms der DDR. Der erste Film, MÄDCHEN IN WITTSTOCK, wurde 1974, also vor vierzig Jahren gedreht, dann folgten ein Jahr später WIEDER IN WITTSTOCK, zwei Jahre später WITTSTOCK III und drei Jahre später LEBEN UND WEBEN. Es waren noch Kurzfilme: der erste 18 Minuten lang, der zweite 22, der dritte 32, der vierte 28. 1984 entstand der erste Langfilm: LEBEN IN WITTSTOCK. Mehr war eigentlich nicht geplant. Aber dann kamen die Wende und die Neugier auf die Veränderungen, die damit konkret verbunden waren. 1992 wurden wir mit NEUES AUS WITTSTOCK auf den damaligen Stand gebracht, und 1997 folgte mit WITTSTOCK, WITTSTOCK der Abschluss. Es ist sehr spannend, die Filme – die ich zu ihrer Zeit alle gesehen habe – heute noch einmal zu sehen. Einerseits wirkt vieles inzwischen weit entfernt. Andererseits, und das ist der großen Kunst von Volker zu verdanken, bleiben uns die Menschen, die wir über lange Zeit kennen gelernt haben, erstaunlich gegenwärtig. Es geht um Näherinnen aus dem 1974 eröffneten Obertrikotagenbetrieb „Ernst Lück“ in Wittstock an der Dosse, einer kleinen Stadt mit 10.000 Einwohnern im Nordwesten von Berlin. Drei Frauen werden zum Zentrum der Beobachtung: Edith, FDJ-Sekretärin, zeitweise Bandleiterin, mutig und ehrlich, hat all unsere Sympathien. Sie wird 1992 entlassen und geht dann in die BRD. Renate, die Älteste und Erfahrenste im Konfektionsbereich, war Abteilungsleiterin, sie kann die Abläufe und Fehler im Betrieb natürlich am besten erklären. Sie arbeitet nach der Wende als Zimmermädchen in einem Hotel. Elsbeth (Cover-Foto), die Jüngste, übernimmt Verantwortung in der Endkontrolle, hat den größten Charme und eher bescheidene Zukunftswünsche. Wir sehen die Frauen bei der Arbeit, im Gespräch, auch in der Freizeit. Es wurde damals kräftig geraucht. Die Nachtschichten sind anstrengend. Die Männer wirken eher abschreckend. Alle Filme wurden in Schwarzweiß gedreht. Kamera: Christian Lehmann. Volker vermittelt aus dem Off kurze Informationen. Alle Filme zusammen dauern sechseinhalb Stunden. Die Zeitinvestition lohnt sich. Das Booklet, herausgegeben von Ralf Schenk, ist sehr informativ. Mehr zur DVD thema&list_item=53

Münchner Filmfest

2014.Münchner FilmfestHeute beginnt in München das 32. Filmfest. In der interna-tionalen Reihe „CineMasters“ sind wieder einige Filme aus Cannes zu sehen, zum Beispiel der 3D-Film ADIEU AU LANGAGE von Jean-Luc Godard, CLOUDS OF SILS MARIA von Olivier Assayas und DEUX JOURS, UNE NUIT von den Brüdern Dardenne. In der Reihe „CineVision“ konkur-rieren internationale Nach-wuchsfilme um einen Preis, auch in der Reihe „Spotlight“ trifft man auf Cannes-Beiträge, zum Beispiel von Tommy Lee Jones (THE HOMESMAN) und Wim Wenders (SALT OF THE EARTH). In der Reihe „Neues Deutsches Kino“ sind Filme u.a. von Doris Dörrie, Silke Enders und Vanessa Jopp zu sehen. Auch die Sektion „Neues Deutsches Fernsehen“ ist mit Filmen von Matti Geschonneck, Dominik Graf, Nina Grosse, Hermine Huntgeburth, Rainer Kaufmann, Andreas Kleinert, Christian Schwochow und Christian Wagner gut besetzt. Die Retrospektive ist dem amerikanischen Regisseur Walter Hill gewidmet (25 Filme), den CineMerit Award erhält der Schauspieler Udo Kier, geehrt wird auch der Produzent Arthur Cohn, und Klaus Lemke darf vier Filme zeigen, die er in Hamburg gedreht hat. Ein reizvolles Programm, für das nun schon zum dritten Mal Diana Iljine verantwortlich zeichnet. Mehr zum Programm: filmprogramm/film-reihen.aspx