Chiffre Oberhausen

2016.Chiffre Oberhausen50 Jahre nach der Prokla-mierung des Oberhausener Manifests, das zu einer Erneue-rung des westdeutschen Films animieren sollte, wurde in verschiedenen Veranstaltungen über die historische Bedeutung dieser Aktion nachgedacht. So auch in Wien im Rahmen eines Symposiums. Verschiedene Vorträge sind im jetzt publizierten Band des Verlages Vorwerk 8 dokumentiert und werden ergänzt durch separat verfasste Beiträge. Zu lesen sind 17 Texte und Auszüge aus einer Diskussion im Österreichischen Filmmuseum. Eric Rentschler stellt Verbindungen her zwischen dem Filmpublizisten Siegfried Kracauer, dem Text „Erfahrungshunger“ von Michael Rutschky, einigen Protagonisten der Zeitschrift Filmkritik und dem jungen (west)deutschen Film. Heinrich Adolf erinnert an die Bedeutung der Filmstadt München, an die Gruppe DOC 59 und die frühen Versuche, dort eine Filmhochschule zu gründen. Nils Plath liest das Oberhausener Manifest als „Manifest zu seiner Zeit“. Jörg Becker formuliert schlüssige „Betrachtungen zur Filmästhetik der 60er Jahre“. Der sehr persönliche Text von Haro Senft ist eine Reminiszenz an seinen Film über das Atomkraftwerk Kahl. Gerlinde Waz informiert beispielhaft über das experimentelle Fernsehen der 1960er und 70er Jahre in der Bundesrepublik. Olaf Möller stellt das Buch „Ein Tag in der Stadt“, 1962 herausgegeben von Dieter Wellershoff, in den kulturellen Kontext der Zeit. Karin Harrasser widmet sich den Filmen von Alexander Kluge und Edgar Reitz. Franziska Latell erinnert an drei fast vergessene Filme von Peter Schamoni: MOSKAU 57, JAZZ IM KREML und MOSKAU RUFT!. Nina Linkel versucht eine „filmpolitische Lesart“ von TOBBY von Hansjürgen Pohland und DAS BROT DER FRÜHEN JAHRE von Herbert Vesely. Anna Koblitz untersucht die frühen Filme von Roland Klick. Johannes Beringer denkt zurück an die Musik und das Kino der späten 50er und frühen 60er Jahre („Verehrung für eine Verruchte“). Zur elektronischen Musik im Industrie- und Experimentalfilm dieser Zeit äußert sich Florian Wüst. Bei Franziska Bruckner geht es um den „grafischen“ Film von Wolfgang Urchs. Christine N. Brinckmann sieht Vlado Kristl als „fremden Vogel“ in Oberhausen. Und viele Meinungsverschiedenheit gibt es im abschließenden Gespräch zwischen Helmut Herbst, Christian Rischert, Hans Scheugl und dem Moderator Hans-Günther Pflaum. Die Lektüre des Buches ist – vor allem, wenn man die Zeit erlebt hat – sehr anregend. Mehr zum Buch: id=200&am=3

Cinema 61: Verwandlung

2016.CinemaDas Schweizer Filmjahrbuch versammelt in diesem Jahr zehn Essays zum Thema „Verwand-lung“. Es geht dabei um Inhalte und Formen, aber auch um Gesellschaft und Technik. Franziska Heller reflektiert darüber, wie die Digitalisierung unser Bild der Vergangenheit verändert („Warum Film-geschichte?“). Marian Petraitis beschreibt die Langzeitdoku-mentation ROMANS D’ADOS von Béatrice Bakhti („Adoleszenz und Verwandlung“). Bei Sonja Kirschall geht es um Wahrnehmung, Wandlung und Subjektivierung im Film („Sensomorphosen“). Henry M. Taylor widmet sich der Spionageserie THE AMERICANS („Aliens among US“). Ulrike Hanstein erinnert an den Film NIGHT TIDE von Curtis Harrington („Gestaltwechsel zwischen Avantgarde und Horror“). Der Schriftsteller Christoph Simon visioniert eine Karriere als amerikanischer Drehbuchautor („How to Become an American Scriptwriter“). Nepomuk Zettl vergleicht die Hauptfiguren in den Filmen ADAPTION (Buch: Charlie Kaufman, Regie: Spike Jonze) und SYNECDOCHE, NEW YORK (Buch und Regie: Charlie Kaufmann) („Zur Wandlung in der Wandlung – inszeniertes Leben“). Selina Hangartner beschäftigt sich, ausgehend von einem Text von Susan Sontag, mit Camp zwischen Subversion und Massengeschmack („Whatever Happened to Good Taste“). Vera Cuntz-Leng stellt Fragen zur Verwandlung in der Harry Potter-Filmsage („Alles im Fluss?“). Und Jean Perret untersucht die Arbeit des Schweizer Regisseurs Peter Mettler („Zur Zeit des Versuchs“). In der Rubrik „CH-Fenster“ geht es um die Geschichte der Praesens-Film AG und um die Schweizer Filmmusik. Im „Filmbrief“ erzählt Matthias von Gunten von seinen Festivalreisen mit dem Film THULETUVALU. Ausführlich werden in der „Sélection Cinema“ 35 Schweizer Filme der Saison 2014/15 vorgestellt. An der Realisierung des interessanten Jahrbuchs hat das Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich wieder großen Anteil. Mehr zum Buch: verwandlung.html

Michael Haneke

Reihen-Umschlaggestaltung für den Psychosozial-Verlag, Gießen Info zu Hintergrund Raster-Bild: Raster für Fond: Covermotiv in Fläche von ca 25 x 25 cm einbauen und in Bitmap wandeln. Einstellung Bitmap: Halbtonraster 10 p per inch Winkel 45°

Im Februar/März 2015 fand das 13. Mannheimer Filmseminar statt. Es war dem Regisseur Michael Haneke gewidmet. Sechs Vorträge sind im jetzt publizierten Band des Psycho-sozial-Verlages dokumentiert. Sie werden ergänzt von sieben Filmanalysen und einem Aufsatz zur Musik in Hanekes Filmen. Die Vorträge hielten Bert Rebhandl („Ungeheure Ruhe. Notizen zu der Ausnahme-position des Filmemachers Michael Haneke“), Andreas Hamburger („Sehn wie’s ist. BENNY’S VIDEO, 1992“), Marcus Stiglegger („Die Wunden der Gesellschaft. Überlegungen zur Trilogie der emotionalen Vergletscherung, 1989-1994“), Eva Berberich („Peter und Paul spielen Morden. FUNNY GAMES, 1997“) und Gerhard Midding („Die Integrität der Einstellung. CODE INCONNU, 2000“). Die Analysen stammen von Isolde Böhme (DER SIEBENTE KONTINENT, 1989), Gerhard Schneider (71 FRAGMENTE EINER CHRONOLOGIE DES ZUFALLS, 1994), Eva Berberich (DIE KLAVIERSPIELERIN, 2001), Katharina Leube-Sonnleitner (WOLFSZEIT, 2003), Edeltraud Tilch-Bauschke und Susanne Kappesser (zwei Texte über CACHÉ, 2005), Ralf Zwiebel (DAS WEISSE BAND, 2009) und Astrid Riehl-Emde (AMOUR, 2012). Mit der Musik in den Filmen von Haneke setzt sich Dietrich Stern auseinander. Fragen zur Psychoanalyse stehen jeweils im Mittelpunkt. Sie werden oft mit ästhetischen Befunden verknüpft. Hilfreich sind die zahlreichen Abbildungen. Dies ist erneut eine erkenntnisreiche Publikation über den österreichischen Regisseur, der zurzeit einen neuen Film vorbereitet. Er soll im Frühjahr 2016 in Calais gedreht werden und trägt den Titel HAPPY END. Die Hauptrollen spielen Isabelle Huppert und Jean-Louis Trintignant. Mehr zum Buch: 20ksesfl8o7nh2

Hamburger Filmemacher_innen im Gespräch

2015_08_28_Tide_Umschlag.inddHamburg war in den 1960er Jahren in der Bundesrepublik ein Zentrum medialer Erneuerung, vor allem in den Bereichen Dokumentarfilm und Experimentalfilm. Im Avinus Verlag ist kürzlich die Publikation „Hamburger Filmemacher_innen im Gespräch“ erschienen. Sie basiert auf einer Reihe des Communitysenders TIDE aus den Jahren 2012-14. Drei Volontärinnern – Ann Kimminich, Anja Ellenberger und Marianne von Deutsch – haben damals unter Leitung der TIDE-Direktorin Claudia Willke die Interviews konzipiert und realisiert. Ihre Fragen klingen sehr sachkundig. Die Interviewten waren Andy Hertel, Brigitte Krause, Christian Bau, Franz Winzentsen, Helmut Herbst, Jens Huckeriede, das Trio Hermine Huntgeburth, Lothar Kurzawa und Volker Einrauch von „Josefine Film“, Monika Treut, Peter Sempel und Thomas Struck. Immer wird auch das Umfeld geschildert, in dem die Gespräche stattgefunden haben. Fußnoten geben Informationen zu einzelnen Personen und Filmen. Besonders gut haben mir die Gespräche mit Christian Bau, Helmut Herbst und Monika Treut gefallen, weil sie noch einmal die innovative Rolle der drei in Erinnerung rufen. Das informative Vorwort stammt von Anja Ellenberger. Auf Abbildungen wurde verzichtet. Coverfoto: Helmut Herbst. In der Videothek von TIDE sind neun Interviews zu sehen, sofern die Serverprobleme gelöst werden können. Mehr zum Buch: hamburger_filmemacher_innen

Jutta Hoffmann

2016.Jutta Hoffmann 3Die Schauspielerin Jutta Hoffmann hat gerade ihren 75. Geburtstag gefeiert. In den 1970er Jahren war sie eine meiner Lieblingsdarstel-lerinnen, ausgelöst durch den Film DER DRITTE von Egon Günther. Sie spielte darin eine allein erziehende, emanzipierte Frau in der DDR, die als Mathematikerin beruf-lich erfolgreich ist, aber auf der Suche nach einem Mann wenig Glück hat. Die Verbindung mit einem Dozenten (Peter Köhnke) scheitert schnell. Die Partnerschaft mit einem Blinden (Armin Mueller-Stahl) endet, als er nach Westberlin geht. Dann wirbt sie um ihren Kollegen Hrdlitschka (Rolf Ludwig). Es kommt sogar zur Hochzeit. Ob das Glück lange währt, bleibt offen. Der DEFA-Film entstand vor 44 Jahren. Dank Jutta Hoffmann wirkt er noch heute sehr lebendig. Icestorm hat gerade eine DVD-Box ediert, in der außerdem die Filme WEITE STRASSEN – STILLE LIEBE (1969) von Herrmann Zschoche mit Manfred Krug und Jaecki Schwarz, DIE SCHLÜSSEL (1974) von Egon Günther mit Jaecki Schwarz und DAS VERSTECK (1977) von Frank Beyer mit Manfred Krug und Dieter Mann enthalten sind. Man kann sie sich noch immer mit Gewinn anschauen. Jutta Hoffmann hat die DDR Anfang der 1980er Jahre verlassen und machte eine erstaunliche Karriere auf der Bühne. Dort habe ich sie leider nie gesehen. Sie lebt heute in Potsdam. Mehr zur DVD: jutta-hoffmann-edition-sparkauf.html

Yasujiro Ozu-Retrospektive in München

2016.OzuEigentlich müsste ich jetzt für einige Wochen nach München fahren. Denn dort beginnt heute im Filmmuseum eine Retro-spektive mit allen Filmen meines Lieblingsregisseurs Yasujiro Ozu. Sie präsentiert auch einige in den letzten Jahren wieder aufgefundene Stummfilme, die in deutscher Erstaufführung zu sehen sind, und neue digitale Restaurierungen. Zu Gast im Filmmuseum ist ein „Benshi“, ein Filmerzähler: Kataoka Ichiro wird zusammen mit dem Pianisten Günter Buchwald und der Pianistin Yanashita Mie im Filmmuseum zu hören sein. Die Retrospektive wird mit dem Film WAKAKI HI (TAGE DER JUGEND) aus dem Jahr 1929 eröffnet. Morgen folgen DAIGAKU WA DETA KEREDO… (ICH HABE PROMOVIERT, ABER…, 1929) und RAKUDAI WA SHITA KEREDO… (ICH BIN DURCHGEFALLEN, ABER…, 1930). Am Sonntag gibt es HOGARAKA NI AYUME (SCHREITE HEITER, 1930), am Dienstag und Freitag TOKKAN KOZO (EIN AUFRICHTIGER JUNGE, 1929) und SONO YO NO TSUMA (DIE FRAU JENER NACHT, 1930). All diese Filme habe ich noch nie gesehen. Im Programmheft hat Fritz Göttler einen schönen Text zur Retrospektive geschrieben, der mit einem Zitat von Frieda Grafe aus dem Jahr 1973 beginnt, als die erste Ozu-Reihe im Filmmuseum stattfand. Gezeigt werden bis zum 19. Juni vierzig Filme. Beneidenswert. Foto: Setsuko Hara in AKIBIYORI (SPÄTHERBST, 1960). Mehr zum Programm: ozu-yasujiro.html

Die Eisenbahn als Filmstar

2015.Eisenbahn

Mehr als hundert Filme, in denen die Eisenbahn eine zentrale Rolle spielt, präsentiert dieses Buch, beginnend mit DIE ANKUNFT EINES ZUGES AUF DEM BAHNHOF IN LA CIOTAT (1895) von den Brüdern Lumière, endend mit SNOWPIERCER (2013) von Bong Jong-ho. Es sind natürlich viele meiner persönlichen Lieblingsfilme dabei, ich nenne nur zwölf Titel: THE IRON HORSE (1924) von John Ford, THE GENERAL (1926) von Buster Keaton, SHANGHAI EXPRESS (1932) von Josef von Sternberg, THE LADY VANISHES (1938) von Alfred Hitchcock, UNION PACIFIC (1939) von Cecil B. DeMille, BERLIN EXPRESS (1948) von Jacques Tourneur, HIGH NOON (1952) von Fred Zinnemann, SOME LIKE IT HOT (1959) von Billy Wilder, RHEIN-GOLD (1977) von Niklaus Schilling, ZUGVÖGEL … EINMAL NACH INARI (1997) von Peter Lichtefeld, THE DARJEELING LIMITED (2007) von Wes Anderson und HUGO CABRET (2011) von Martin Scorsese. Abgebildet sind Plakate und Filmfotos mit der Eisenbahn (innen und außen). In den Texten von Eberhard Urban gibt es Informationen zum Film und zum Thema Eisenbahn, vor allem zu den Lokomotiven. Die dominierende Coverabbildung stammt vom Plakat zu ORIENT-EXPRESS (1954) mit Curd Jürgens und Eva Bartok. Mehr zum Buch: 4110514&navid=

Wissenschaft in Film und Fernsehen

2015.Wissenschaft_in_film_und_fernsehenEine Dissertation, die an der Universität Siegen entstanden ist. Michael Hellermann unter-sucht die Darstellung der Wissenschaft in den audio-visuellen Medien. Sein Resümee: „“Wissensformate betreiben die Verschmelzung formal und disziplinär getrennter Diskurse und reintegrieren damit die abstrakte und fragmentierte Funktionssphäre der Wissen-schaft in die Lebenswelt, setzen sie also zu gängigen Weltan-schauungen und Erfahrungen einer Kulturgemeinschaft ins Verhältnis. Durch die Mischung von Formsets unterschiedlicher logischer Qualität, durch ihre nahtlose Integration auf Basis der funktionalen Elastizität einzelner Formen, erzeugen Wissensformate einen Eindruck von Zusammenhang und Geschlossenheit, der möglicherweise geeignet erscheint, den Glauben an die Beherrschbarkeit einer zunehmend komplexer werdenden Welt zu stärken, an deren Entstehung das Wissenschaftssystem trotz gegenteiliger Absichten letztendlich wohl nicht ganz unbeteiligt gewesen sein dürfte.“ (S. 535). Die handlungsrelevanten Aspekte der Untersuchung sind vor allem im zweiten Teil des Buches zu finden. Ein Filmverzeichnis am Ende des Bandes nennt 65 Titel: Sendereihen wie „Abenteuer Forschung“, „Das philosophische Quartett“, „Galileo“, „Kulturzeit“ und „Terra X“, aber auch Spielfilme wie DAS EXPERIMENT von Oliver Hirschbiegel, DIE WELLE von Dennis Geisel, HULK von Ang Lee, INCEPTION von Christopher Nolan, MINORITY REPORT von Steven Spielberg und SPIDER-MAN von Sam Raimi. 937 Fußnoten sichern den Text wissenschaftlich ab. Auf Abbildungen wurde verzichtet. Mehr zum Buch: 3-643-13143-0

Protest – Film – Bewegung

2015.ProtestDas CineFest 2014 und der 27. Internationale Filmhistorische Kon-gress waren dem Thema „Gegenöffentlichkeit“ und dem Dokumentarfilm der 1960er, 70er und 80er Jahre gewidmet. In der edition text + kritik ist jetzt das CineGraph-Buch mit 13 Textbeiträgen erschienen. Thomas Weber setzt sich eher grundsätzlich mit dem Begriff „Gegenöffent-lichkeit“ auseinander. Klaus Kreimeier erinnert an die „wilden Anfänge“ Achtundsechzig. Kay Hoffmann beschreibt die veränderten Techniken und die neuen Formen durch synchrone 16mm- und Video-Kameras. Gerd Roscher lokalisiert die alternative Medienszene der 1970er Jahre. Wolfgang Stickel dokumentiert die politische Videoarbeit der Medienwerkstatt Freiburg in den 1980er Jahren. Christian Hißnauer stellt die dokumentarischen Methoden der „Zweiten Hamburger Schule“ von Eberhard Fechner und Klaus Wildenhahn gegenüber. Thomas Tode untersucht die fünf Fassungen von Chris Markers LE FOND DE L’AIR EST ROUGE (1977). Julian Petley erinnert an die medialen Reaktionen auf den britischen Bergarbeiterstreik 1984/85. Nathalie Karl und Ursula von Keitz fixieren die filmischen Positionen im westdeutschen Feminismus der 1970er und früher 1980er Jahre. Daniel Kulle personifiziert Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit in der westdeutschen Schwulenbewegung der 1970er Jahre vor allem in Rosa von Praunheim. Ralf Forster findet kritische Tendenzen im DDR-Amateurfilm. Matthias Steinle entdeckt Subversion jenseits der Grenzen und die Grenzen der Kritik im DDR-Dokumentarfilm. Malte Voß unternimmt eine Bestandsaufnahme der Gegenöffentlichkeit durch Video im Internetzeitalter. Basis-Literatur zum Dokumentarfilm. Mit Abbildungen. Mehr zum Buch: #.VtG-TSiJbV4

Die Oscars 2016

2016.DiCaprioDreieinhalb Stunden dauerte die Verleihung, die Moderation von Chris Rock wurde sehr vom Thema Black and White beherrscht, die Dankesreden fielen kürzer aus als sonst, bei vielen Disziplinen gab es parallel schriftliche Dankeseinblendungen am unteren Bildrand. Lady Gaga hatte einen großen Auftritt, gewann aber nicht den Oscar für ihren Original Song. Berührend: der Auftritt von Ennio Morricone, der für die Musik zu THE HATEFUL EIGHT ausgezeichnet wurde. Überraschungen waren für mich der Oscar für SPOTLIGHT als Best Picture und für Mark Rylance als Actor in a Leading Role (in BRIDGE OF SPIES). SPOTLIGHT haben wir noch nicht gesehen, die Entscheidung für Mark Rylance hat uns sehr gefreut. Dass MAD MAX: FURY ROAD fünf Oscars in technischen Disziplinen bekommen würde, hätte ich nicht gedacht. Mit 15 richtigen Voraussagen in den 21 wichtigsten Kategorien bin ich auf einem Mittelplatz gelandet. Die Wette hat wieder einmal Thomas Häberle gewonnen, auf Platz zwei folgen Artur Althen und Anke Dürr. Nur Leonardo DiCaprio (Foto) hat im Übrigen alle 37 Stimmen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wette auf sich vereint. Im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt.