Babelsberger Freiheiten

Das Archiv der Babelsberger Filmhochschule (heute: Film-universität) ist eine Schatz-kammer mit rund 1.700 Aus-bildungsarbeiten der früheren Studentinnen und Studenten. Welche Perlen sich darunter befinden, kann man feststellen, wenn man sich die von Ilka Brombach ausgewählten 19 zumeist kurzen Dokumentar- und Spielfilme anschaut, die jetzt auf zwei DVDs von Absolut Medien publiziert wurden. Sie stammen aus den Jahren 1957 bis 1990. Ich nenne hier zwölf, die mir besonders gut gefallen haben: WIR SPIELEN HOCHZEIT (1964) von Klausdieter Roth, SOMMER-GÄSTE BEI MAJAKOWSKI (1967) von Volker Koepp und Alexander Ziebell, ERINNERUNGEN IM HERZEN (1965) von Stefan Jerzy Zweig, FLAMMEN (1967) von Konrad Weiß, MEMENTO 1966) von Karlheinz Mund, SUSIS SCHICHT (1978/79) von Petra Tschörtner, TROMPETE, GLOCKE, LETZTE BRIEFE (1978) von Peter Kahane, EIN LEBEN (1980) von Helke Misselwitz, WOLTERS TRUDE (1978) von Gabriele Denecke, DIE KAMINSKI (1980) von Hannes Schönemann (Cover-foto), STILL-LEBEN (1981) von Maxim Dessau und SO SCHNELL ES GEHT NACH ISTANBUL (1990) von Andreas Dresen, mit 43 Minuten der längste Film. Insgesamt dauern die 19 Filme 392 Minuten. Der dokumenta-rische Anteil überwiegt. Hervorragend ist das Booklet von Ilka Brombach mit einer kurzen HFF-Geschichte und Informationen zu allen Filmen auf 36 Seiten. Mehr zu den beiden DVDs: «++1957+–+1990

Stan

In Deutschland wurden sie unter den Namen „Dick & Doof“ vermarktet, international waren sie als „Laurel & Hardy“ das berühmteste Komiker-Paar der Welt. Sie haben zwischen 1920 und 1957 zusammen über 100 Filme gedreht. Stan Laurel (1890-1965) hat dabei oft Co-Regie geführt und wichtige Gags ausgedacht, aber ohne seinen Partner Oliver Hardy (1892-1957) trat er nicht vor die Kamera. Sie waren beide mehrfach verheiratet, hatten oft Streit mit ihren Produzenten (speziell mit Hal Roach) und kannten auch die Schattenseiten von Hollywood. Es gibt zahlreiche Biografien über das Duo (zuletzt: „Laurel und Hardy und die Frauen“ von Rainer Dick; laurel-hardy/). Jetzt hat der irische Schriftsteller John Connolly einen Roman geschrieben, der im Original „He“ und in der deutschen Übersetzung „Stan“ heißt, erschienen im Rowohlt Verlag. Einerseits – das liegt an dem spannenden Stoff – ist er lesenswert. Andererseits – das hat mit dem Umfang (500 Seiten) und dem Stil zu tun – nervt die Lektüre. Der Autor liebt sprachliche Pirouetten. Ein Beispiel: „Hal Roach gibt Mae Busch einen Vertrag. Hal Roach gibt Mae Busch einen Vertrag, weil Mae Busch komisch ist und hübsch. Hal Roach gibt Mae Busch einen Vertrag, weil das Mack Sennett höllisch ärgern wird.“ Zwischendurch legt man das Buch immer wieder zur Seite, um sich von den Wiederholungen zu erholen. Am Ende hat man aber doch viel über Laurel & Hardy erfahren. Mehr zum Buch: john-connolly-stan.html

Medienwahl

Warum nutzen Menschen be-stimmte Medien und Medien-inhalte? Welche kognitiven Prozesse laufen dabei ab? Zehn Beiträge geben Antworten auf diese Fragen. Nicole Podschu-weit & Claudia Wilhelm äußern sich zu Standortbestimmung und Perspektiven der Medienwahl. Tilman Betsch macht Anmer-kungen aus der Sicht der Ent-scheidungsforschung. Teresa K. Naab & Anna Schnauber-Stock-mann beschäftigen sich mit dem Zusammenhang zwischen wiederholter Nutzung, automa-tischer Selektion und Aufmerk-samkeit gegenüber Inhalten während der Rezeption und fragen, ob uns Gewohnheiten (un)aufmerksam gegebenüber Medieninhalten machen. Anna Schnauber-Stockmann & Frank Mangold denken nach über Medien als soziale Zeitgeber. Elena Pelzer richtet ihren Blick auf Conjoint-Analysen in der Medienwahl. Nora Denner & Ann-Kathrin Wetter befassen sich mit dem Einfluss von Empfehlungen auf Selektionsentscheidungen bei der Nachrichtenauswahl im Internet. Sarah Geber & Dorothée Hefner formulieren eine Theorie sozial-normativer Mediennutzung. Katharina Emde-Lachmund, Helmut Scherer & Fenja Mergel entwickeln ein Erklärungsmodell zu den Determinanten der Nachrichtennutzung. Leyla Degruel verweist auf die Bedeutung individueller und kulturbezogener Einflussfaktoren auf die Informationsnutzung bei der Filmauswahl. Bei Perina Siegenthaler, Alexander Ort & Andreas Fahr geht es am Ende um die Effekte positiver Emotionalisierung auf die Selektion von Gesundheitsinformation. Alle Beiträge sind durch Umfragen abgesichert. Interessante Lektüre, keine Abbildungen. Mehr zum Buch: 3848742535

Zwischen den Filmen

Heute Abend wird im Museum für Film und Fernsehen in Berlin die Ausstellung „Zwischen den Filmen – Eine Fotogeschichte der Berlinale“ eröffnet. Sie erin-nert an Stars, Schauplätze und spezielle Momente des Festivals, das 1951 zum ersten Mal statt-fand. Wenn man, wie ich, seit 1960 regelmäßig dabei war, gibt es viele Bilder, die mit persön-lichen Erlebnissen verbunden sind. Fünf ausgewählte Fotos kommentiere ich an einer Hörstation. Die Ausstellung ist bis 5. Mai 2019 zu sehen. – Sehr gelungen finde ich die Begleitpublikation, die von der Ausstellungs-kuratorin Daniela Sannwald und dem SDK-Mitarbeiter Georg Simbeni herausgegeben wurde, erschienen im Kettler Verlag. 50 Fotos zeigen Fans, Kinos, Partys, Mode, Presse, Politik, Porträts, Paare, Stadt, Stars, Bären. Sie stammen von 14 Fotografinnen und Fotografen quer durch die Festivalgeschichte, die Kommentare zu den Fotos haben Rolf Aurich, Franziska Latell, Peter Mänz, Rainer Rother, Daniela Sannwald, Georg Simbeni und Vera Thomas verfasst. Julia Riedel, Leiterin des SDK-Fotoarchivs, erinnert in einem eigenen Text an die wechselhafte Geschichte der Berlinale-Fotografie. Alle Texte in Deutsch und Englisch. Coverabbildung: James Stewart (1962) fotografiert von Heinz Köster. Mehr zur Ausstellung: fotogeschichte-der-berlinale  Mehr zum Buch. zwischen-den-filmen

Peter W. Jansen

Im Herbst 2008 ist Peter W. Jansen im Alter von 78 Jahren in Gernsbach bei Baden-Baden gestorben. Er war als Journa-list, Filmkritiker und Kultur-redakteur beim SWF über viele Jahrzehnte einer der produk-tivsten Publizisten in der Bun-desrepublik. Ihm ist Band 21 der Reihe „Film & Schrift“ gewid-met, herausgegeben von Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen. Das Buch wird eingeleitet mit einem sehr persönlichen Plä-doyer von Jansen „Für eine andere Filmförderung“, in dem mehr Experimente eingefordert und die Filme von Fred Kelemen dafür als beispielhaft genannt werden. Ein Essay von Wolfgang Jacobsen („Was im Gedächtnis bleibt“) informiert kenntnisreich und sensibel über Leben und Werk von Peter W. Jansen; viele Details waren mir bisher nicht bekannt. Ein Text von Anna Bitter („Das Filmen der Landschaft“) ergänzt den Essay. Aufsätze, Kritiken und Kommentare von PWJ stehen im Zentrum des Bandes. Es sind insgesamt 129 Texte aus der Zeit zwischen 1955 und 2007, die meisten (42) stammen aus den 1980er Jahren. Der älteste ist ein Text aus der Freiburger Studentenzeitung vom Mai 1955, „Das Kino ruft“, mit dem Schlusssatz: „Gehet hin“. Der jüngste wurde am 25. September 2007 in der Neuen Zürcher Zeitung publiziert und würdigt den Regisseur Robert Bresson anlässlich seines 100. Geburtstages. 23 Texte stammen aus dem Vorwärts, 16 aus dem tip, 12 aus dem Filmbulletin, 21 sind Typoskripte für Hörfunkbeiträge des SWF, NDR, RB, SFB und BR. Sie sind im Buch nicht chronologisch, sondern thematisch geordnet. Der Nachlass von Peter W. Jansen wird von der Deutschen Kinemathek betreut. Er war ein Autor, der über den Film hinaus viel zu sagen hatte, aber der Film steht natürlich im Mittelpunkt der ausgewählten Texte. Ich finde die meisten sehr lesenswert, am besten gefallen haben mir der Essay „Ein Jahr Kinorebellion“ (Merkur, Dezember 1968), die Laudatio auf Peter Fleischmann (1987) und der Essay über „Tiere im Film“ (Filmbulletin, Oktober 2005). Mit 441 Seiten ist es der bisher umfangreiche Band der Reihe „Film & Schrift“, die hoffentlich noch lange fortgesetzt wird. Das Coverfoto stammt aus dem Jahr 2003. Mehr zum Buch: W3atKen-BW8

Wild at Heart and Weird on Top

Eine Masterarbeit, die an der Universität Zürich entstanden ist. Selina Hangartner unter-sucht darin Spielformen der Ironie im Film. Die Autorin klärt zunächst den Begriff Ironie und beschreibt die möglichen Dimensionen der Ironie im Film. Drei Fallstudien bilden das Zentrum der Arbeit: WILD AT HEART (1990) von David Lynch („Zwischen Verklärung und Kritik“), THE GRAND BUDAPEST HOTEL (2014) von Wes Anderson („Zeichen und Mythos“) und A SERIOUS MAN (2009) von Ethen und Joel Coen („Nivellierung und Kontingenz“). Es gibt auf insgesamt 100 Seiten präzise Beschreibungen und interessante Erkenntnisse. Mit Abbildungen in akzeptabler Qualität. Band 36 der Buchreihe „Film- und Medienwissenschaft“, herausgegeben von Irmbert Schenk und Hans Jürgen Wulff im ibidem-Verlag. Mehr zum Buch: wild-at-heart-and-weird-on-top.html Selina Hangartner bleibt ihrem Thema treu: sie arbeitet zurzeit an ihrer Dissertation über „Selbstinszenierungen des frühen Tonfilms. Selbstreflexivität und Ironie“.

Romy Schneider zum 80. Geburtstag

Heute wäre die Schauspielerin Romy Schneider 80 Jahre alt geworden. Leider ist sie im Mai 1982 im Alter von nur 43 Jahren in Paris verstorben. Über ihr Leben und ihre Filme gibt es zahlreiche Bücher, zum Beispiel die Biografie von Günter Krenn (2008) und den Bildband „Romy Schneider. Film für Film“ (2017). Neu erschienen sind jetzt zwei Bücher im Verlag Schirmer/ Mosel und eine Ausgabe von Der Spiegel Biografie. Das Buch „Adieu, Romy“ enthält 115 beeindruckende Portraits und Filmbilder, Texte von Klaus-Jürgen Sembach, Hanna Schygulla und Michel Piccoli, eine Biografie und eine Filmografie. Eine schöne Würdigung ihres 80. Geburtstags. Mehr zum Buch: id=274

Hans-Jürgen Syberberg hat Romy Schneider 1966 in Kitz-bühel getroffen und mit ihr den dokumentarischen Film ROMY – PORTRAIT EINES GESICHTS gedreht, der aber nach einem Einspruch ihres Ehemannes Harry Meyen nur in einer ver-stümmelten Fassung ausge-strahlt wurde. Er ist erst später in einer von Syberberg autori-sierten Fassung publiziert worden. Das Buch „Romy in Kitzbühel 1966“ enthält ein Vorwort von Syberberg, Fotos von einer Filmvorführung in Demmin 2017, eine Transkription der Filmtexte von ROMY. PORTRAIT EINES GESICHTS, ein sehr informatives Nachwort von Thilo Wydra und eine DVD des Films (60 Minuten). Auch dies ist ein schönes Geschenk zu ihrem 80. Geburtstag. Mehr zum Buch: 26i5g0

In der Zeitschriftenreihe Der Spiegel Biografie ist zu Romys 80. Geburtstag ein sehr lesens-wertes Heft erschienen. Es montiert neue Essays, Gesprä-che, Spiegel-Zitate und Auszüge aus ihrem Tagebuch zu einem beeindruckenden Erinnerungs-bild. Die Essays stammen von Wolfgang Höbel, Thomas Koeb-ner (aus den Film-Konzepten 13/2009), Lars-Olaf Beier und Bettina Musall. Ein überra-schender Fund ist das Gespräch der Spiegel-Redakteure Walter Busse und Günter Gaus mit der damals zwanzigjährigen Romy aus dem Jahr 1959, das als Tonband im Archiv überlebt hat. Zwei Gespräche hat die für das Heft verantwortliche Redakteurin Bettina Musall mit dem Journalisten Michael Jürgs und der Regisseurin Emily Atef (3 TAGE IN QUIBERON) geführt. 122 Seiten, viele Abbildungen. Mehr zum Heft: biografie-4-2018.html

Meinen ersten Film mit Romy Schneider habe ich 1953 gesehen: WENN DER WEISSE FLIEDER WIEDER BLÜHT. Ich fühlte mich ihr über alle Jahrzehnte sehr nahe, denn es gibt eine biografische Verbindung zwischen uns: wir wurden am gleichen Tag im selben Jahr geboren.

Ein Führer durch das lasterhafte Berlin

Konrad Haemmerling (1888-1957) hat unter dem Namen Curt Moreck in der Weimarer Repu-blik viele Romane und Sach-bücher publiziert. In meinem Regal steht seine wunderbare „Sittengeschichte des Kinos“ (1926). 1931 hat er einen „Füh-rer durch das lasterhafte Berlin“ veröffentlicht, der jetzt im be.bra verlag, herausgegeben von Marijke Topp, in einer Neuaus-gabe erschienen ist. Morecks Leitsatz: „Ohne den Führer verliert man kostbare Zeit, die man besser dem Genuss wid-met.“ Die Zentren des Amüsier-betriebs sind für den gut informierten Autor die Friedrichstraße und der Kurfürstendamm. Das Vergnügen beginnt beim Nachmittagstee (mit Tanz im Esplanade), in der Mokkadiele (beispielsweise in der Potsda-mer Straße) oder im Kaffeehaus (in Kempinskis Café Vaterland herrscht immer Hochbetrieb). Wenn es dämmert, kann man ins Kino gehen: „Die meisten Berliner Kinos sind imposante Räume mit behaglicher Atmosphäre. Um die Gedächtniskirche herum gruppieren sich die Kinopaläste der großen Gesellschaften, über den Portalen in Flammen-schrift ankündigend, was drinnen über die Projektionswand läuft.“ Auch auf Mendelsohns „Universum“ am Kurfürstendamm wird hingewiesen. Ein Leitsatz lautet dann: „Geteiltes Vergnügen ist doppeltes Vergnügen“. Den Abend beginnt man mit einem kulinari-schen Intermezzo (im Haus Vaterland kann man die Küchen fast aller Nationen genießen). Rummelplätze, Varietés und Kabaretts locken zum Besuch. Der Nachtbetrieb findet in Tanzpalästen statt, und wenn man unersättlich ist, kann man noch einen Blick in die Unterwelt werfen. Das Buch lässt sich gut lesen. Es wurde angereichert mit historischen Fotos, einem Glossar und einer „Übersicht über die Etablissements“. Stadtpläne auf den Innenseiten vorn und hinten sorgen für Orientierung. Mehr zum Buch: das-lasterhafte-berlin.html

Robert Hunger-Bühler

Er ist ein charismatischer Schweizer Schauspieler, und so hat es seine Logik, dass der Limmat Verlag eine sehr beein-druckende Publikation über ihn veröffentlicht hat. Robert Hunger-Bühler (*1953) gehört zum Ensemble des Schauspiel-hauses Zürich, ist aber auch im Kino und im Fernsehen präsent. Er schreibt Gedichte, skizziert und malt. Auf 50 Seiten doku-mentiert der Band Eintragungen in seinem Journal 1978-2018. Mit seinem jüngeren Bruder Hans Peter führte er ein Gespräch über ihr Leben, das in mehreren Teilen abgedruckt ist. Die Textbeiträge stammen von Mathias Balzer (Kulturredakteur), Klaus Dermutz (Autor, auch Herausgeber des Buches und Interviewpartner von Hunger-Bühler), Thomas M. Gehring (Psychologe), Christoph Gröner (Programmer; über den Filmschau-spieler Robert Hunger-Bühler), Alexandra Kedves (Kulturredakteurin), Peter Kümmel (Theaterkritiker der Zeit), Lothar Lohs (Redakteur der Bühne), Peter von Matt (Kulturhistoriker), Stefan Mayer (Kostüm-bildner), Haralampi G. Oroschakoff (Maler), Arnaud des Pallières (Filmregisseur), Milo Rau (Theaterregisseur), Alfred Robatschek (Regisseur), Martin Schäfer (Redakteur), Anna Viebrock (Bühnen-bildnerin) und Stefan Zweifel (Moderator und Übersetzer). Sie fügen sich zu einem sehr komplexen Bild des Schauspielers. Ein illustrierter Lebenslauf und eine Auflistung der Rollen, die er verkörpert hat, schließend den Band ab. Mehr zum Buch: den-menschen-spielen.html

Die Herausforderungen des Films

Filmsoziologie ist ein interes-santer wissenschaftlicher Bereich, dem in den letzten Jahren immer mehr Aufmerk-samkeit gewidmet wird. Dem Thema ist der erste Band der neuen Reihe „Film und Bewegt-bild in Kultur und Gesellschaft“ gewidmet, die im Verlag Springer VS erscheint. 19 Texte sind hier versammelt. Ich nenne zehn, die ich besonders interessant finde. Irmbert Schenk beschäftigt sich mit Text und Kontext in der Filmanalyse und macht Anmerkungen zur Rezeption von DAS LEBEN IST SCHÖN von Roberto Benigni. Jörn Ahrens formuliert eine Gesellschaftsanalyse des Films THE APARTMENT von Billy Wilder. Bei Olaf Behrend geht es um die Darstellung von Selbst- und Fremdinstrumentalisierung und generationaler Entgrenzung in LA MALA EDUCATIÓN von Pedro Almodóvar. Anna Schober äußert sich zu den Gastarbeiterfilmen von Rainer Werner Fassbinder. Marc Dietrich unternimmt eine exemplarische Analyse des Films SPRING BREAK! aus soziologisch-intertextueller Perspektive. Rainer Winter befasst sich mit der Repräsentation der Psychoanalyse im Hollywoodfilm und in US-amerikanischen Fernsehserien. Von Olaf Sanders stammt ein Beitrag über Bildung in Serie. Madeline Dahl richtet ihren film- und fernsehsoziologischen Blick auf die Funktion der Sitcom. Fernando Ramos Arenas schreibt über die Filmkultur in der DDR um 1960. Lutz Hieber formuliert eine kulturwissenschaftliche Methodik für Hollywoodfilme. Mit Abbildungen in akzeptabler Qualität. Ich bin gespannt auf die nächsten Bände der Reihe. Mehr zum Buch: 3658183519