Inszenierte Formen von Männlichkeit

Eine Dissertation, die an der Humboldt-Universität in Berlin entstanden ist. Anna Voigt untersucht darin „Fürsorglich-keit und Stabilität männlicher Herrschaft in SIX FEET UNDER“. Diese HBO-Serie wurde in den USA in fünf Staffeln in den Jahren 2001 bis 2005 ausgestrahlt, in Deutsch-land war sie von 2004 bis 2006 auf VOX zu sehen. Die Serie erzählt von der Arbeit und vom Leben der Familie Fisher in Los Angeles, die ein Bestattungs-unternehmen betreibt. Es beginnt mit dem Tod des Vaters Nathaniel bei einem Verkehrsunfall. Seine Söhne Nathaniel jr. und David führen die Firma weiter, es gibt außerdem die Tochter Claire, die Witwe Ruth, den Angestellten Rico und ein Umfeld von Freundinnen und Freunden. Die Autorin beschäftigt sich – nach Klärung der theoretischen Grundlagen – mit den in der Serie dargestellten Krisen, mit den Versuchen ihrer Bewältigung, mit Fantasien und Träumen als Ausweg, mit Fragen der Sexualität (der Sohn David ist schwul), Race, Gesundheit und Alter. Im Zentrum steht dabei die liberale Mittelschicht, die in der Serie großenteils gezeigt wird. Die Beschreibungen und Analysen von Anna Voigt sind präzise, ihre Erkenntnisse gut nachzuvollziehen. Vor allem für Liebhaber der Serie ist dies eine lohnende Lektüre, aber auch an Gender Studies Interessierte sind als Zielgruppe angepeilt. Keine Abbildungen, umfangreiches Literaturverzeichnis. Mehr zum Buch: book/9783658165574

Gorillawood

In unseren Kinos ist zurzeit PLANET DER AFFEN: SUR-VIVAL von Matt Reeves zu sehen, fünfzig Jahre nach dem ersten PLANET OF THE APES von Franklin J. Schaffner. Über die PLANET OF THE APES-Filme gibt es einschlägige Literatur, wie auch über die KING KONG-Filme von 1933, 1967 und 2005. Ingo Strecker hat sich für sein Buch „Gorilla-wood“ auf eine andere, mühe-vollere Spurensuche gemacht, bei ihm geht es um Männer, die zwischen 1927 und 1967 als Filmgorillas tätig waren, in  Horrorfilmen, Dschungelabenteuern, Dramen oder Komödien in ihren Affenkostümen auf dem Set agierten und selten im Vorspann erwähnt wurden. Sechs von ihnen werden in diesem bilderreichen Buch gewürdigt: Charles Gemora (1903-1961) hat in über fünfzig Filmen Gorillas verkörpert, darunter auch in dem Marlene Dietrich-Film BLONDE VENUS von Josef von Sternberg. Ray Corrigan (1902-1976) war nicht nur als Gorilla-Darsteller tätig, sondern auch Hauptdarsteller ohne Fell zum Beispiel in der „Crash Corrigan“-Serie von Republic. Unter seinen rund dreißig Gorilla-Filmen findet man TARZAN, THE APE MAN mit Johnny Weissmüller und THE APE mit Boris Karloff. Emil Van Horn (1907-1967) ist in 13 Gorilla-Rollen zu sehen, die als Mischung zwischen Schimpansen und Orang-Utan gestaltet waren. Steve Calvert (1916-1991) hatte seine große Gorilla-Zeit in den 50er Jahren, u.a. in BRIDE OF THE GORILLA von Curt Siodmak mit Barbara Payton und Lon Chaney und in ROAD TO BALI von Hal Walker mit Bing Crosby und Bob Hope. Art Miles (1901-1955) war ein schwergewichtiger Gorilla in sechs Filmen zwischen 1939 und 1946. George D. Barrows (1914-1994) war als Gorilla präsent im Kino der 50er und 60er Jahre, aber vor allem in zahllosen Fernsehserien, die kaum zu dokumentieren sind. Natürlich gab es noch viele andere Darsteller von Gorillas, die im Anhang genannt werden. Aber die Konzentration auf sechs Protagonisten war eine kluge Entscheidung des Autors, dem ein beeindruckendes Buch gelungen ist. Mit Abbildungen in guter Qualität. Mehr zum Buch: buch-des-monats-april-2/

Chantal Akerman

Sie war eine Grenzgängerin zwischen künstlerischem und kommerziellem Film, unterwegs im Experimentellen, Dokumen-tarischen und Fiktionalen, schuf Installationen für Ausstellungs-räume und stellte existentielle Fragen nach den Möglichkeiten des Überlebens. Chantal Akerman (1950-2015) ist das neue, beeindruckende Heft der Film-Konzepte gewidmet, das Fabienne Liptay und Margrit Tröhler herausgegeben haben. In neun Texten wird ihr Werk gewürdigt. Eric de Kuyper hat eine sensible, persönliche Einführung formuliert. Volker Pantenburg richtet den Blick auf Akerman und die New Yorker Film-Avantgarde („Aufatmen“). Michelle Koch schreibt über Einsamkeit und Exil in HOTEL MONTEREY und LES RENDEZ-VOUS D’ANNA („No Home ayway from Home“). Bei Heike Klippel geht es um JEANNE DIELMAN, 23 QUAI DU COMMERCE, 1080 BRUXELLES („Organisierte Zeit“). Elisabeth Bronfen erinnert an TOUTE UNE NUIT („Reigen nächtlichen Begegnungen“). Fabienne Liptay beschäftigt sich mit GOLDEN EIGHTIES und LE ANNÉS 80 („Nach dem Experiment: das Testen“). Patrick Straumann untersucht D’EST, SUD, DE L’AUTRE COTÉ und LÀ-BAS („Die Frau mit dem Koffer“). Gawan Fagard befasst sich mit der Installation „D’Est au bord de la fiction“ („Kontemplation und Verteidigung der Bilder“). Monika Dac unternimmt den Versuch einer Kartografie von Chantal Akermans Territorium („NO MORE HOME MOVIE“). Coverabbildung: Foto aus Film DE L’AUTRE COTÉ. Mehr zum Heft: WXyNRiiJbV4

DOROTHEA ANGERMANN (1959)

Wenn ein sehr erfahrener Regisseur (Robert Siodmak), ein routinierter Drehbuchautor (Herbert Reinecker), eine außer-ordentliche Schauspielerin (Ruth Leuwerik) und ein guter Kameramann (Georg Krause) zusammenarbeiten, muss nicht unbedingt ein herausragender Film entstehen. DOROTHEA ANGERMANN – jetzt bei den „Filmjuwelen“ als DVD erschie-nen – ist aber als Dokument der späten 50er Jahre interessant. Erzählt wird die Geschichte einer Pfarrerstochter in Hamburg, die von ihrem Vater dominiert wird und einen Leidensweg mit dem Koch Mario (Kurt Meisel) absolvieren muss, von dem sie sich verführen lässt, der sie heiratet, quält und unglücklich macht. Wieviel schöner wäre alles geworden, wenn sie den Heiratsantrag des Ingenieurs Michael (Bert Solar) hätte annehmen können, aber das hat ihr Vater (Alfred Schieske) verhindert. Dennoch gibt es ein Happyend, das ein bisschen überrascht. Ruth Leuwerik ist über weite Strecken beeindruckend, die Schwarzweiß-Bilder sind ausdrucksvoll, die Adaptierung des Bühnenstücks von Gerhart Hauptmann hat eine Reihe starker Momente ergeben. Sie fügen sich aber nicht zu einem großen Siodmak-Film. Das informative Booklet stammt von Roland Mörchen. Mehr zur DVD: 22filmjuwelen%22

Heiner Stadler und seine Filme

Heiner Stadler (*1948) ist Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München, hat Spielfilme und Dokumentar-filme fürs Kino und fürs Fern-sehen realisiert und ist seit 2004 Professor der Abteilung Doku-mentarfilm und Fernsehpubli-zistik der HFF. Ihm ist die Publikation „Ein Bild ist ein Bild“, herausgegeben von Johannes Rosenstein, gewid-met. 16 Beiträge beschäftigen sich mit dem Filmemacher Stadler. Herausragend: Michaela Krützens Essay über KING KONGS FAUST (1985), in dem der Film in seiner Komplexität entschlüsselt wird. Beeindruckend: Andreas Grubers Text über die Unterschiedlichkeit der Filme von Heiner Stadler („Zwischen Vorfinden und Erfinden“). Auch die Lektüre der anderen Texte lohnt sich. Johannes Rosenstein erinnert an Stadlers filmische Überschreitungen („Grenz-Erfahrungen, Bilder-Schwellen“), bei Dominik Graf geht es um die Darstellung von Gewalt („Einsame Schmerzen“), Daniel Lang hat ein Gespräch mit dem Musiker Roman Bunka über dessen Zusammenarbeit mit Stadler geführt („Man hört ja fast schon was, wenn man was sieht“), Wolfgang Davis beschäftigt sich mit den Filmen WARSHOTS und IM MUSEUM GEWESEN… („Die Wortmacht der Bilder“), Michael Gutmann spricht mit Stadler über Erinnerungen und Vorbilder („Nicht der Bilder, sondern der Liebe wegen“). Ein Buch, über das sich Heiner Stadler uneingeschränkt freuen kann. Coverfoto: ÜBER BILDER / 10 ANSICHTEN. Mehr zum Buch: ein-bild-ist-ein-bild/

Französische Stummfilme

Mit dem Film NANA (1926) von Jean Renoir wird heute Abend im Babylon Kino am Rosa-Luxemburg-Platz das Stumm-filmfestival „Vive la France!“ eröff-net. Bis zum 13. August werden rund fünfzig Klassiker des französischen Stummfilms gezeigt, darunter Werke von René Clair, Abel Gance, Marcel L’Herbier, Germaine Dulac, Julien Duvivier und Jacques Feyder. Die Filme werden auf der Kinoorgel des Babylon oder auf dem Klavier begleitet. Sie laufen in französischer Original-fassung mit englischen Untertiteln. Das Programm hat Friedemann Beyer zusammengestellt. Der Eintritt zu allen Filmen ist frei, sofern man rechtzeitig kommt und noch einen Platz findet. Mehr zur Filmreihe: www.babylonberlin.de/stummfilmlivefestival.htm

Locarno Festival

Heute beginnt in Locarno das 70. Internationale Filmfestival. Endlich ist der Palazzo del Cinema fertiggestellt und auch das Kino der Retro-spektive wurde komplett renoviert. Eröffnet wird das Festival auf der Piazza grande mit dem Film DEMAIN ET TOUS LES AUTRES JOURS von Noémie Lvovsky. 17 Filme werden im Wettbewerb gezeigt, darunter vier Dokumentarfilme. Deutschland ist mit dem Film FREIHEIT von Jan Speckenbach vertreten. Jury-Präsident ist der französische Regisseur Olivier Assayas. Mitglieder der Jury sind die Filmemacher Miguel Gomez (Protugal) und Jean-Stéphane Bron (Schweiz), der Produzent Christos Konstantakopoulos (Griechenland) und die Schauspielerin Birgit Minichmayr (Österreich). Eine Hommage ist der Schauspielerin Nastassja Kinski gewidmet, in der Retrospektive werden die Filme von Jacques Tourneur gezeigt. Mit dem Ehrenleoparden wird Jean-Marie Straub ausgezeichnet, der „Pardo d’onore Mador“ geht an Todd Haynes, dessen neuer Film WONDERSTRUCK in Locarno zu sehen ist. Auch der Schauspieler Adrien Brody wird geehrt. Mehr zum Festival: film-locarno/home.html

Deutsch-Türkische Filmkultur im Migrationskontext

In einer sehr differenziert for-mulierten Einleitung, 13 Text-beiträgen und fünf Gesprächen verortet der von Ömer Alkin (Düsseldorf) herausgegebene Band die deutsch-türkische Filmkultur der letzten fünfzig Jahre. Den Bogen vom türki-schen Yeşilçamkino bis zum subversiven Migrationskino der Jahrtausendwende schlagen Tuncay Kulaoğlu und Martina Priessner. Guido Rings beschäf-tigt sich mit Fassbinders Film ANGST ESSEN SEELE AUF. Can Sungu schreibt über Gesellschafts­kritik im türkischen Migrationskino. Inga Selck informiert über den deutsch-türkischen Dokumentarfilm seit den 1960er Jahren. Der Bildwissenschaftler W. J. T. Mitchell reflektiert über rassistische Stereotype in Spike Lees Satire BAMBOOZLED, kontextualisiert durch einen Beitrag des Herausgebers. Bei Katrin Ullmann geht es um Globalisierungs­diskurse im Horizont des Films. Nina Heiß’ Text über „Zwischenräume“ rekapituliert Mediengeschichte und endet bei dem Film 40 QM DEUTSCHLAND. Hauke Lehmann untersucht die Verflechtung von Filme-Machen und Filme-Sehen in LOLA + BILIDIKID und TIGER – DIE KRALLE VON KREUZBERG. Markus Spöhrer erinnert an postmigrantische Erfahrungen der HipHop-Kultur. Martina Priessner befasst sich mit dem Film AUSLANDSTOURNEE von Ayşe Polat. Canan Turan konfrontiert den Ehrenmord in DIE FREMDE mit dem Generationstreffen in ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND. Elif Posos-Devrani unternimmt eine diskursanalytische Untersuchung der Fernsehserie TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER. Interessant sind die Gespräche mit den Filmemachern Can Candan und Ilker Çatak, der Dokumentaristin Aysun Bademsoy und der Redaktionsleiterin des „Kleinen Fernseh-spiels“ Claudia Tronnier. Die Beiträge fügen sich zu einem beeindruckenden Spektrum des Themas. Mit Abbildungen in unterschiedlicher Qualität. Mehr zum Buch: 11970962

DIE RUSSEN KOMMEN (1968/87) / KARRIERE (1971)

Der Film DIE RUSSEN KOMMEN von Heiner Carow nach einem Drehbuch von Claus Küchenmeister und Carow erzählt die Geschichte des fünfzehnjährigen Günter Wal-cher im Frühjahr 1945 in einem Ostseebad, der – noch immer vom Endsieg der Nazis überzeugt – einen entflohenen Fremdarbeiter verfolgt, der anschließend vom Dorfpolizisten erschossen wird. Nach der Befreiung durch die Russen wird Günter wegen Mordes verhaftet. Der Konflikt mit dem Dorfpolizisten spitzt sich schnell zu und endet mit einem weiteren Mord. Günter wird wahnsinnig. Carow und Küchenmeister haben im Film offenbar eigene Erfahrungen des Jahres 1945 verarbeitet. DIE RUSSEN KOMMEN wurde nach einer Rohschnittvorführung im Dezember 1968 von der Hauptverwaltung Film nicht zu Fertigstellung zugelassen. Zu den Vorwürfen gehörte die Einschätzung, hier werde der Faschismus psychologisiert. Die Schnittmeisterin Evelyn Carow verwahrte bei sich eine Arbeitskopie. Heiner Carow verwendete Materialien aus dem Film für Rückblenden in dem Film KARRIERE, den er 1970 realisierte. Hier erzählt er die Geschichte des inzwischen 40jährigen Günter Walcher, der Angestellter in einem westdeutschen Konzern ist und sich in einer Beförderungsphase an seine Mitschuld am Tod eines Fremdarbeiters 1945 erinnert. Carows neuer Film galt damals eher als missglückt. In der Edition Filmmuseum sind jetzt beide Filme in restaurierter Fassung zu sehen, und es interessant, sie stilistisch zu vergleichen. Das Booklet enthält einen sehr persönlichen Text zum Film von Heiner Carow aus dem Jahr 1990, das Abnahmeprotokoll nach der Vorführung vom 23. Dezember 1968, eine Stellungnahme der Hauptverwaltung Film vom 10. Januar 1969, den Nachruf von Egon Günther auf Heiner Carow aus dem Neuen Deutschland vom 4. Februar 1997, eine Ergänzung dazu von Claus Küchenmeister und einen sehr informativen Text von Ralf Dittrich zur Entstehung und Restaurierung des Films. Zum Bonusmaterial gehören ein Gespräch mit dem Kameramann Jürgen Brauer (2016, 47 min.) und ein Vergleich der Rekonstruktion 1987 mit der Restaurierung 2016 (19 min.). Mehr zur DVD: Die-Russen-kommen—Karriere.html

Das Jahrhundert der Verunsicherung

Eine Habilitationsschrift, die an der Universität Siegen entstanden ist. Marijana Erstić hat dafür 15 medien-komparatistische Analysen kumuliert, die sich vorzugs-weise auf das „Jahrhundert der Verunsicherung“ bezie-hen, geprägt von zwei Welt-kriegen, dem Kalten Krieg und dem Jugoslawienkrieg. In ihrer Einleitung verknüpft die Autorin die Texte aus den vergangenen acht Jahren sehr einleuchtend und gibt ihnen den wissenschaftlich notwendigen Zusammen-hang. Ich verweise hier vor allem Texte, in denen der Film eine wichtige Rolle spielt, beginnend mit einem Vergleich von Stefan Zweigs „Schachnovelle“ und Roman Polanskis Film THE PIANIST im Lichte der Gedächtnisphilosophie Henri Bergsons. Drei Texte sind Pier Paolo Pasolinis filmischer Kritik der Nachkriegsgesellschaft gewidmet, speziell in den Filmen MAMMA ROMA und TEOREMA. Ein weiterer Vergleich beschäftigt sich mit dem Film BLOW UP von Michelangelo Antonioni und seiner literarischen Vorlage „Las babas del diabolo“ von Julio Cortazár. Zweimal steht Rainer Werner Fassbinder im Blick-punkt, mit Überlegungen zur Performativität des Spiegelbildes in FONTANE EFFI BRIEST und mit einem Vergleich von „St(r)and-bildern“ bei Eduard Manet und RWF. Verglichen wird dann die Passion und Grablegung Christi bei Caravaggio, Derek Jarman und Tarsem Singh. Giuseppe Tornatores Film LA SCONOSCIUTA sieht die Autorin als Wiederbelebung des Noir italiano. Ferdinand von Schirachs Kurzgeschichte „Glück“ wird analysiert mit einem Blick auf den Film von Doris Dörrie. In den letzten drei Texten geht es um den Bosnienkrieg in Literatur, Film und Musikclip. Immer wieder wird die Frage gestellt, in welcher Form Gewalt, Krieg und Zerstörung in Film, Literatur und Kunst eine Rolle spielen. Insofern ist das Buch ein wichtiger Beitrag zur Kulturwissenschaft. Mit Abbildungen in guter Qualität. Mehr zum Buch: 745009.html