THE MISSISSIPPI GAMBLER / THE SPOILERS

2016.DVD.The Mississippi GamblerZwei neue DVDs aus der Reihe „Koch Media Western Legenden“. Nr. 36: THE MISSISSIPPI GAMBLER (1952) von Rudolph Maté ist ein Spielerfilm. Tyrone Power macht als Profizocker Mark Fallon Karriere und bleibt dabei doch ehrlich. Allerdings braucht es seine Zeit, bis er die von ihm verehrte Angelique (Piper Laurie) endgültig in den Arm nehmen kann. Der Film spielt 1854 in Louisiana, Julie Adams und John McIntire sind in wichtigen Nebenrollen zu sehen, und die Kamera (Irving Glassberg) schafft immer wieder eine interessante Spannung. Bei uns hatte der Film den Titel DIE WELT GEHÖRT IHM. Im Western-Genre eher ein Außenseiter. Mehr zur DVD: western_legenden_36_dvd/

2016.DVD.The SpoilersNr. 37: THE SPOILERS (1955) von Jesse Hibbs ist die fünfte Verfilmung eines Romans von Rex Beach. Die beste stammt aus dem Jahr 1942, damals führte Ray Enright Regie, und die Hauptdarsteller waren John Wayne, Marlene Dietrich und Randolph Scott. Im Film von Jesse Hibbs spielen Jeff Chandler, Anne Baxter und Rory Calhoun die Hauptrollen. Schauplatz des Films ist Alaska 1898. Es geht um eine Gold-mine, deren Besitzverhältnisse strittig sind, um ein Bankdepot, das plötzlich nicht mehr zugänglich ist, und um die Liebesbeziehungen der Saloonbesitzerin Cherry Malotte. Der Showdown ist eine große Rauferei in ihrem Saloon. Er führt uns zum erwarteten Happyend. Bei uns hatte der Film den Titel MIT ROHER GEWALT. Mehr zur DVD: western_legenden_37_dvd/

Lola-Verleihung

2016.LolaHeute Abend werden im Palais am Funkturm die Deutschen Filmpreise vergeben. Über die Preisträger in den einzelnen Kategorien haben die Mitglieder der Deutschen Filmakademie abgestimmt. Ich bin kein Mitglied (nur ein „Freund“), habe natürlich meine persönlichen Favoriten und drücke die Daumen für DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER als besten Spielfilm, für WAS HEISST HIER ENDE? als besten Dokumentarfilm, für RICO, OSKAR UND DAS HERZGEBRECHE als besten Kinderfilm, für Lars Kraume als besten Regisseur, Laura Tonke als beste Hauptdarstellerin und Burghart Klaußner als besten Hauptdarsteller. Lassen wir es mal bei diesen sechs Kategorien. Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr, wird wieder von Jan Josef Liefers moderiert und um 22.00 Uhr als Aufzeichnung in der ARD ausgestrahlt. Es wird sicher spannend. Mehr zu den nominierten Filmen: deutscher-filmpreis/nominierte-2016.html

„Westlich des Sunset“

2016.Westlich des SunsetEin biografischer Roman über den Schriftsteller Francis Scott Fitzgerald, speziell über die Jahre 1937 bis 1940. Während seine Ehefrau Zelda über-wiegend in einer psychiatri-schen Klinik lebt, nimmt der damals 41jährige Autor ein Angebot von MGM an, für das Studio als Scriptdoctor tätig zu werden. Stewart O’Nan beschreibt in seinem Buch sehr detailliert die meist deprimierenden Erfahrungen, die Fitzgerald in Hollywood machte. Er war damals an den Projekten THREE COMRADES, Regie: Frank Borzage, mit Robert Taylor und Margaret Sullavan, THE WOMEN, Regie: George Cukor, mit Norma Shearer, Joan Crawford und Rosalind Russell, MARIE ANTOINETTE, Regie: W. S. van Dyke, mit Norma Shearer und Tyrone Power, MADAME CURIE, Regie: Mervyn LeRoy, geplant mit Greta Garbo, erst 1943 realisiert mit Greer Garson, und GONE WITH THE WIND, Regie: Victor Fleming, mit Vivien Leigh und Clark Gable, beteiligt. Nur bei THREE COMRADES wurde sein Name im Vorspann genannt. Fitzgerald verfolgte damals aufmerksam die politischen Vorgänge in Europa, er war mit Ernest Hemingway befreundet, hatte engen kollegialen Kontakt zu Dorothy Parker, Alan Campbell und George Oppenheimer, die ebenfalls als Autoren bei MGM beschäftigt waren. Zur wichtigsten Person in seinen letzten Lebensjahren wurde die Klatschkolumnistin Sheilah Graham, mit der eine enge Beziehung unterhielt. Zum Verhängnis wurden Fitzgerald seine durch die Alkoholsucht verursachten Zusammenbrüche. Der Roman „The Last Tycoon“, den er 1939 zu schreiben begann, blieb unvollendet und wurde von dem Autor Edmund Wilson postum herausgegeben. Fitzgerald starb im Dezember 1940. O’Nan hat für seinen Roman sehr genau recherchiert, das Buch ist als Blick hinter die Kulissen Hollywoods und als Psychodrama eines großen Autors äußerst spannend zu lesen. Mehr zum Buch: ikarus-in-hollywood.html

Zwischen Dokumentation und Imagination

2016.DokumentationEine Dissertation, die am Institut für Ethnologie der Ludwig-Maximilian-Uni-versität in München ent-standen ist. Sie beschäftigt sich mit „Neuen Erzähl-strategien im ethnologischen Film“. Vanessa Marlog definiert in ihrer Einführung den ethnologischen Films als „Film, der fremde Lebens-wirklichkeiten beschreiben und zugänglich machen will“. Ihr Befund: es werden in diesem Bereich zunehmend Filme realisiert, „die auf darstellerischer und drama-turgischer Ebene Strategien verwenden, die Grenzen überschreiten.“ Sechs Filmanalysen bilden das Zentrum des Textes. Es handelt sich dabei um die Filme PROMISED PARADISE (2006) von L. Retel Helmrich, MAKING OF – KAMIKAZE (2006) von Nouri Bouzid, NEUKÖLLN UNLIMITED (2010) von Agostino Imondi und Dietmar Ratsch, IRAN: ELECTIONS 2009 / THE GREEN WAVE (2010) von Ali Samadi Ahadi, EXILE FAMILY MOVIE (2006) von Arash T. Riahi und BURMA VJ: REPORTING FROM A CLOSED COUNTRY (2008) von Anders Ostergaard. In einem Fazit-Kapitel werden noch andere Filme ins Spiel gebracht, darunter WALTZ WITH BASHIR von Ari Folman, PERSEPOLIS von Marjane Satrapi, DIE REISE DER PINGUINE von Luc Jaquet, UNSER TÄGLICH BROT von Nikolaus Geyrhalter, PINA von Wim Wenders und AGHET – EIN VÖLKERMORD von Eric Fiedler. Die Autorin bleibt in ihren Analysen und Beschreibungen ganz nah an den Filmen, die sie sehr differenziert zu würdigen weiß. Keine Abbildungen. Mehr zum Buch: zwischen-dokumentation-und-imagination?c=738

Ein letztes Wort zum Kino

2016.Letztes Wort zum KinoDer französische Comic-Autor Blutch (eigentlich: Christian Hincker, * 1967) hat seine sehr persönliche Kinogeschichte vor fünf Jahren publiziert, jetzt ist sie bei Reprodukt auf Deutsch erschienen. Schauspielerinnen und Schauspieler tauchen aus der Erinnerung auf, aber auch Regisseure und vor allem: Film-szenen, die in den Zeichnungen auf den entscheidenden Punkt gebracht werden. Es beginnt mit der Nachricht vom Tod von Paul Newman und endet mit Michel Piccolis Ankündigung „Hier steige ich aus.“ Dann fährt ein Zug in einen Tunnel. Wir sehen Jean-Luc Godard in einer Industriehalle beim Angeln, aber die Fische verrotten, wenn er sie aus dem Wasser zieht. Wir sehen als Porträt von Luchino Visconti „Fragmente aus dem Leben des Künstlers in sieben Vignetten“. Wir sehen eine Meditation über Burt Lancaster von seiner Jugend bis ins Alter; sein Dialog mit Claudia Cardinale in IL GATTOPARDO ist als Altersvision formuliert, und auf einer Seite sind zwanzig Lancaster-Gesichter in Filmen von zwanzig Regisseuren gezeichnet, von Siodmak bis Peckinpah. Im Kapitel „Frau im Film“ fragen u.a. Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Anita Ekberg, Carol Baker, Rita Hayworth, Betty Grable und Ava Gardner ihre Partner ob ihnen ihre Beine, ihr Po, ihre Brüste, ihre Arme, ihr Gesicht, ihr Mund, ihre Augen gefallen, und ein Kinozuschauer antwortet: „Ja, alles!“. King Kong und Tarzan sind präsent, die Missetaten von Kirk Douglas sehen bedrohlich aus, und aus dem imaginären Museum meldet sich Orson Welles mit der Botschaft: „… die Gefahr beim Film ist, dass Sie dank der Kamera alles sehen, alles ist da. Es gilt, das zu beschwören und hervorzukehren, was eigentlich nicht sichtbar ist…“ Die Personen kommen und gehen in diesem Panoptikum der Filmgeschichte wie es dem Autor beliebt. Und Blutch fungiert dabei als Stichwortgeber. Alles ist in seinem Kopf entstanden und wurde von ihm gezeichnet. Ein starkes Bilderbuch. Mehr zum Buch: ein-letztes-wort-zum-kino/

MYSTERIOUS OBJECT AT NOON

2016.DVD.MysteriousObjectDer thailändische Regisseur Apichatpong Weerasethakul gilt, seit er 2010 in Cannes für UNCLE BOONMEE ERINNERT SICH AN SEINE FRÜHEREN LEBEN die Goldene Palme gewonnen hat, nicht mehr als Geheimtipp. Sein jüngster Film, CEMETERY OF SPLENDOUR, lief Anfang des Jahres auch bei uns im Kino. Er handelt, wie die meisten Weerasethakul-Filme, von Erinnerungen, von Träumen und von der Realität seines Landes. Sein erster Langfilm, MYSTERIOUS OBJECT AT NOON, ist, verantwortet vom Österreichischen Filmmuseum, jetzt in der „Edition filmmuseum“ als DVD erschienen. Er beginnt mit einer langen Autofahrt durch die Straßen von Bangkok, wir hören zuerst aus dem Off Fragmente einer dramatischen Liebesgeschichte und dann Werbesprüche für gedünsteten und gesalzenen Thunfisch. Ein Schnitt am Ende der Autofahrt zeigt uns, dass wir mit einem Fischverkäufer unterwegs waren. Die Bilder sind schwarzweiß, sie wirken dokumentarisch, aber der Regisseur versteht sich nicht als Dokumentarist. Neue Figuren kommen ins Spiel, eine Frau erzählt vom Schicksal eines Jungen, der an den Rollstuhl gefesselt ist, und von einer Frau, die ihn liebevoll betreut. Mit immer neuen Informationen wird diese Geschichte erweitert und durch andere Personen vertieft. Man weiß zwar nicht genau, was all diese Figuren miteinander verbindet. Aber man hört ihnen mit Interesse zu. Wir bewegen uns durch Thailand, der Regisseur unternimmt eine Reise von Norden nach Süden, wir fahren mit der Eisenbahn, mit dem Schiff, mit dem Auto. Wir lernen ein Land kennen. Der Film wurde im Jahr 2000 realisiert, er dauert 85 Minuten. Für die DVD wurde er vom Österreichischen Filmmuseum restauriert. Die Investition hat sich gelohnt. Zum Bonusmaterial gehören drei Kurzfilme des Regisseurs und als pdf im ROM-Bereich das Buch über Apichatpong Weearsethakul von James Quandt in englischer Sprache. Der Text über MYSTERIOUS OBJECT AT NOON wurde fürs Booklet der DVD ins Deutsche übersetzt. Mehr zur DVD: Mysterious-Object-at-Noon.html

Ressentimentalität

2016.RessentimentalitätElf Aufsätze, die als kumulative Habilitationsschrift an der Universität St. Gallen einge-reicht und angenommen wurden. Jörg Metelmann stellt einen kulturhistorischen Zusammen-hang her zwischen den gesell-schaftlichen Ressentiments und dem Genre des Melodrams, „denn das Melodram ist wie das Ressentiment gefühlsethische Zeichenbestimmung. Die Texte untersuchen die Kulturlogik und Funktionsweise dieses sehr prominenten, wandlungsfähigen und weit verbreiteten Darstel-lungsmusters, dessen Erzählmodus viele Elemente in sich vereint: die Dualisierung der Welt, die moralisch eindeutige Zuordnung von Gut und Böse, die klare emotionale Selbstpositionierung, die Konstruktion eines Raums des unschuldig-glücklichen Miteinander, die vor allem visuelle Kommunikation über kraftvolle Bilder, der Aufruf und der Schritt zur moralisch gebotenen Tat.“ (S. 10). In den Texten findet man – nach theoretischer und historischer Klärung der Elemente des Melodrams – viele Filmanalysen mit interessanten Erkenntnissen. Ich nenne nur einige Filme, auf die Metelmann intensiver eingeht: TOTER MANN von Christian Petzold, BLACK SWAN von Darren Aronofsky, WUT von Züli Aladag, KNALLHART von Detlev Buck, CHIKO von Özgür Yildirim, ZIVILCOURAGE von Dror Zahavi. Ein eigenes Kapitel ist italienischen und deutschen Melodramen der Migration gewidmet, darunter DIE UNBEKANNTE von Giuseppe Tornatore, SHANDURAI UND DER KLAVIERSPIELER von Bernardo Bertolucci, SOLINO, AUF DER ANDEREN SEITE und SOUL KITCHEN von Fatih Akin, DER ALBANER von Johannes Naber. 119 kleine Abbildungen in guter Qualität begleiten uns durch die Filmanalysen. Coverfotos: DIE UNBEKANNTE (oben) und WUT (unten). Mehr zum Buch: ressentimentalitaet.html

Strategien des Narrativen

2016.StrategienEine Dissertation, die an der Freien Universität Berlin entstanden ist. Es geht thema-tisch um die Präsentation von Filmbildern im musealen Raum. Die Autorin Ruth Reiche konstatiert: „Geht man mit Foucault davon aus, dass sowohl das Kino als auch das Museum heterotopische Räume sind, kann man davon sprechen, dass die eine Heterotopie in die andere inkludiert wird und damit auf sich selbst zurückspiegelt. Das Kino ist ein Raum der Freizeit, des Vergnügens, der Unterhaltung. Das Museum ist ein Raum des Bewahrens, des Vermittelns, der Bildung. Wird also das Kino ins Museum verschoben, dann spiegelt es auf sich selbst zurück. Es entsteht folglich eine Heterotopie des Kinematographischen, ein, um mit Bellour zu sprechen, anderes Kino.“ (S. 10). Reiche formuliert zunächst die Grundlagen der Erzähltheorie, verweist auf Spielarten des Erzählens in einer Schleife, definiert den kinematographischen Raum als Rahmen für die Narration, gibt Beispiele für mehrkanaliges Erzählen und analysiert schließlich die zwei Versionen von Eija-Liisa Athilas THE HOUSE. Sie bringt den Nachweis, „dass vermeintlich einengende Kategorien wie narrativ, nicht-narrativ, erzählerisch, linear, nonlinear, installativ, kinematographisch, einkanalig, mehrkanalig der exakten Beschreibung eines Werkes dienen, kein Selbstzweck sind, sondern Mittel, um ein Werk in seiner ihm eigenen Spezifik zu erfassen und seine Wirkmechanismen besser zu begreifen, da sie allesamt als Parameter zu verstehen sind, die sich gegenseitig beeinflussen und in reflexiver Spannung zueinander stehen.“ (S. 196). Konkrete Beispiele helfen, die Beweisführung nachzuvollziehen. Coverfoto: THE HOUSE (2002), DVD-Installation für drei Projektionen mit Ton. Mehr zum Buch: www.verlag-silke-schreiber.de/start.html

MnemoCine

2016.MnemoCineEine Dissertation, die an der Universität Basel entstanden ist. Sie sucht nach der „Konstruktion des Gedächtnisses in der Erfah-rung des Films“. Ihre Lektüre stellt hohe Ansprüche, denn sie verknüpft Psychologie, Geschich-te und Film, sie „bringt das Kino auf die Spur der Erinnerung und die Erinnerung auf die Spur des Kinos“. oder: „In konsequenter Verschränkung von Innen und Außen, Mentalität und Media-lität, Psyche und Technik wird eine filmbasierte Morphologie, Phänomenologie und Pragram-matologie der Erinnerung erarbeitet.“ Da kann man sich schon mal im Labyrinth der Theorien verirren. Die drei Teile heißen „Mind Screening. Eine Dekonstruktion“, „Point of Re-Membering“ und „Screen Memories“. Natürlich werden viele Filme ins Spiel gebracht, aber am Ende gibt es nur ein Literaturverzeichnis und einen Verweis auf Internetquellen. 435 Seiten, mit Abbildungen. Mehr zum Buch: mnemocine-2581

70 Jahre DEFA

2016.DEFAAm 17. Mai 1946 wurde in Potsdam-Babelsberg die „Deutsche Film-AG“ gegrün-det, abgekürzt: DEFA. Es war die staatseigene Film-gesellschaft zunächst der sowjetischen Besatzungs-zone und, ab 1949, der DDR, die bis 1991 rund 750 Spielfilme, über 2.000 Dokumentar- und Kurzfilme und 750 Animationsfilme hergestellt hat. Das DEFA-Filmerbe wird von der DEFA-Stiftung gepflegt, die 1998 gegründet wurde und von ihrem – inzwischen dritten – Vorstand Ralf Schenk mit großer Sachkenntnis geleitet wird. Es gibt eine Schriftenreihe der DEFA-Stiftung, sie lobt Stipendien aus und ist in verschiedener Weise aktiv, um die Erinnerung an die DEFA lebendig zu halten. Die Deutsche Kinemathek hat in diesem Zusammenhang die Kinoauswertung übernommen, und für den Vertrieb der DVDs ist die Firma Icestorm zuständig, die mehr als 100.000 DEFA-Filme jährlich verkauft. Im Mai sind im rbb, im MDR und auf Arte anlässlich des Jubiläums zahlreiche DEFA-Filme zu sehen. Über weitere Aktivitäten informiert der Newsletter der DEFA-Stiftung: DEFA-Newsletter-Mai-2016.pdf

Seit Mitte der 50er Jahre haben mich DEFA-Filme durch mein Leben begleitet, Spielfilme u.a. von Konrad Wolf, Frank Beyer, Heiner Carow, Egon Günter oder Lothar Warneke, Dokumentarfilme von Jürgen Böttcher, Winfried Junge, Volker Koepp oder Helke Misselwitz. Wenn ich zwölf DEFA-Filme nennen müsste, die mich in der Zeit von 1959 bis 1989 am stärksten beeindruckt haben, wären dies wohl in chronolo-gischer Reihenfolge: STERNE (1959) von Konrad Wolf, NACKT UNTER WÖLFEN (1963) von Frank Beyer, DER GETEIILTE HIMMEL (1964) von Konrad Wolf, SPUR DER STEINE (1966) von Frank Beyer, WÄSCHERINNEN (1972) von Jürgen Böttcher, DER DRITTE (1972) von Egon Günther, DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA (1973) von Heiner Carow, SOLO SONNY (1980) von Konrad Wolf und Wolfgang Kohlhaase, LEBENSLÄUFE (1981) von Winfried und Barbara Junge, UNSER KURZES LEBEN (1981) von Lothar Warneke, LEBEN IN WITTSTOCK (1984) von Volker Koepp, WINTER ADÉ (1989) von Helke Misselwitz. Aber es waren über all die Jahre noch unendlich viele andere DEFA-Filme, die eine große Bedeutung für mich hatten und noch immer haben.