MAD MEN

2015.Mad MenDies ist eine der populärsten Qualitätsserien des amerika-nischen Fernsehens, die auch in Deutschland (ausgestrahlt von FOX und ZDFneo) viele Fans hat. Sie spielt in den 1960er Jahren in New York, handelt von der Werbeagentur Sterling Cooper und hat in dem Werbefachmann Don Draper auch eine Zentralfigur. Zwischen 2007 und 2015 wurden sieben Staffeln der Serie produziert. In der Serien-Reihe von diaphanes ist jetzt ein Band von Elisabeth Bronfen über MAD MEN erschienen, der mit seinen sieben klugen Analysen sehr lesenswert ist. Die Autorin beschäftigt sich intensiv mit dem Vorspann der einzelnen Episoden und dem Entstehen der Serie („Der Schwindel des amerikanischen Traums“), mit dem Pitchen („We’re Selling America“), der Figur Don Draper („Jenseits des Glücksprinzips“), dem Kommunikationsort Fahrstuhl („Heterotopie Fahrstuhl“), der Militarisierung der Arbeitswelt („Heimsuchungen einer Nation“), der Mondlandung („Ein Mann auf dem Mond“) und den Visionen am Ende der Serie („Geoing to Commercial“). Sie gibt zum Schluss „Fünf Anspieltipps“. Mit der siebten, zweigeteilten Staffel ist die Serie inzwischen zu ihrem Abschluss gekommen. Mehr zum Buch: mad-men-2617

DAHEIM STERBEN DIE LEUT’ (1985)

2015.DVD.Daheim...Vor 30 Jahren wurde dieser Film zu einem überraschen-den Kinoerfolg. Ein Bauer im Allgäu – er heißt Allgeier – kämpft gegen den Landrat, der ihn zwingen will, das neue kommunale Wassernetz zu nutzen, statt aus eigenen Quellen zu schöpfen. Ein Gesundbeter wird engagiert, der im Dorf für  Zwischen-fälle sorgt. Die Duelle zwischen Stadt und Land, Behörden und Bauern, Alt und Jung eskalieren im Laufe des Films. Der Landrat verliert seine Autorität, der Bauer wird für verrückt erklärt, ein Bauwagen explodiert, eine Wunderquelle tut sich auf, der Teufel persönlich erscheint auf der Bildfläche. Die Komödie von Klaus Gietinger und Leo Hiemer ist streckenweise sehr originell, profitiert von vielen grotesken Aktionen und hat natürlich ein Happyend für den Bauer Allgeier. Gespielt wurde das von Laien und Profis, die Kamera führte damals Marian Czura. Bei Absolut Medien ist jetzt eine DVD des digital restaurierten Films erschienen. Zu den Extras gehören zwei Kurzfilme von Michael Kreitmer über die Dreharbeiten und über die Situation im Allgäu zehn Jahre später. Mit einem informativen Booklet. Mehr zur DVD: %28remasterte+Fassung%29

Ottokar Runze

2015.RunzeIn einer Reha-Klinik an der Ostsee, ausgestattet mit Krücken und einem Rollstuhl, denkt Ottokar Runze (*1925) an wichtige Stationen seines Lebens zurück. An sein Elternhaus, die erste Liebe, den Besuch der Offiziersschule, den Einsatz in den letzten Kriegswochen, die Gefangenschaft, die Tätigkeit als Landarbeiter auf einem Hof in Vierlande, den Entschluss, nach Berlin zu gehen, wo er die Schauspielschule am Deutschen Theater besucht und erste kleine Rollen spielt, bis er sich einer Demonstration für Wilhelm Pieck verweigert und das Theater verlässt, nach Salzburg geht, das Europastudio leitet, mit einer Truppe aus Afrika großen Erfolg hat, der sich in Paris und Brüssel fortsetzt, wieder nach Berlin zieht, dort zunächst ein kleines Theater leitet, dann zum Film wechselt, als Autor, Regisseur und Produzent Erfolge und Misserfolge hat und schließlich, von der Reha nach Berlin zurückgekehrt, in seinem Archivkeller darüber nachdenkt, was mit all den dort verwahrten Dingen passieren soll. Runzes Text ist keine klassische Autobiografie, sondern eine literarische Reflexion über Haltung, Bewusstsein und Verantwortung in Deutschland in den 1940er Jahren und danach, über Schuld und Scham angesichts der Verbrechen des Nationalsozialismus, über die Ästhetik des Theaters und die Arbeit für den Film. In einem ständigen Wechsel zwischen „Ich“ und „Er“, zwischen Gegenwart und Vergangenheit gibt uns der Autor Einblick in sein Denken und Fühlen. Am Ende spricht er auch von seinen wichtigsten Filmen, ohne die Titel zu nennen, zum Beispiel von DER LORD VON BARMBECK und VERLORENES LEBEN und, sehr ausführlich, von dem nicht realisierten Projekt „Die vierzig Tage des Musa Dagh“, nach dem Roman von Franz Werfel über den Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915. Ein beeindruckender Text. Coverfoto: Ottokar Runze mit seiner Mutter im April 1945 (Foto: Gudrun Hommers). Mehr zum Buch: leselust/ und dann zum Runze-Titel scrollen.

Sinnlichkeit und Sinn im Kino

2015.SinnlichkeitBand 8 der „Schriftenreihe zur Textualität des Films“. Das Buch basiert auf einer Ringvorlesung, die im Wintersemester 2014/15 an der Universität Bielefeld stattgefunden hat. Es geht um die Beziehung von Körper-lichkeit und Textualität in der Rezeptionsforschung, der Diskurs ist entsprechend theoriebestimmt. Ich nenne neun Beiträge, die mich beeindruckt haben: Hans Jürgen Wulff reflektiert über „Funktionskreise der Tanzszenen im Spielfilm – von TOP HAT (1935) bis IM WINTER EIN JAHR (2008)“. Frank Kessler geht weit zurück in der Filmgeschichte und erinnert an LE VOYAGE DANS LA LUNE (1902) von Georges Méliès. Bei Lothar van Laak geht es um „Stille als medienästhetisches Problem in Ingmar Bergmans DAS SCHWEIGEN (1963) und Jane Campions DAS PIANO (1993)“. Für Jihae Chung ist der Film GRAVITY (2013) von Alfonso Cuarón ein „Paradebeispiel für die Ästhetik des Erhabenen im gegenwärtigen Kino“. Heinz-Peter Preußer, Herausgeber des Bandes, schreibt über „Affektive Gewaltdarstellung und moralische Wirkung“ in Volker Schlöndorffs Film über RAF-Aussteiger DIE STILLE NACH DEM SCHUSS (2000). Sophia Wege analysiert in ihrem Text „Kommunikative Gewalt“ Sprache und Körper in Christian Petzolds Film BARBARA (2012). Benjamin Moldenhauer referiert über „Somatische Empathie und Genrekritik im Horrorfilm“; seine Beispiele sind THE CABIN IN THE WOODS (2012) von Drew Goddard und PEEPING TOM (1960) von Michael Powell. Uwe Koreik beschäftigt sich mit „Sinn und Sinnerfahrungen beim deutschen Film aus der Fremdperspektive“, konkretisiert an DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI (2004) von Hans Weingärtner und DER KLEINE NAZI (2010) von Petra Lüschow. Pia Knoeferle untersucht „Körper und ‚Embodiment’ bei der Sprachverarbeitung – im Actionkino und in dialogzentrierten Filmen“; ihre Beispiele sind die Jane Austen-Verfilmung SENSE AND SENSIBILITY (1995) von Ang Lee und der James Bond-Film SKYFALL (2012) von Sam Mendes. Mit vielen Abbildungen. Mehr zum Buch: sinn-im-kino.html

Schauplatz Film: New York

2015.Schauplatz Film.NY„Schauplatz Film“ ist eine neue Buchreihe in dem vergleichs-weise jungen Verlag Bückle & Böhm. Es hat eine Logik, sie mit New York zu eröffnen, denn keine Stadt der Welt war in den letzten hundert Jahren häufiger Schauplatz interessanter Filme. Wenn ich drei Titel nennen sollte, die mich als New York-Filme am meisten beeindruckt haben, dann wären das wohl SHADOWS (1959) von John Cassavetes, TAXI DRIVER (1976) von Martin Scorsese und MANHATTAN (1979) von Woody Allen. Der Autor Hannes Klug (*1966) gliedert sein Buch in vier Kapitel: „Stadtansichten“, „Amerikanische Träume und Albträume“, „New Yorker Landschaften“ und „Urban Jungle“. Jedes Kapitel enthält die Rubriken „Perspektiven“, „Film“ (einmal mit der Variante „Serie“), „Close-up“ und „Streifzug“. Close-ups sind Porträts: von Martin Scorsese, Shirley Clarke, Katja Esson, die mit dem Film FERRY TALES (2003) bekannt geworden ist, und Budd Schulberg. Die Streifzüge führen uns durch Lower Manhattan zur Staten Island Ferry, nach Uptown Manhattan zur Museum Mile und in den Central Park, durch Brooklyn nach Red Hook und nach Harlem. Immer wieder werden wir unterwegs auf Schauplätze aufmerksam gemacht, die mit berühmten (oder auch weniger berühmten) Filmen verbunden sind. Man spürt, dass der Autor gut recherchiert hat, er bringt Plots auf den Punkt, macht keine überflüssigen Umwege, nutzt auch Bildunterschriften für Informationen. An vielen Stellen sind kleine Filmlisten eingefügt (zum Beispiel: „Schattenwelten: Unterwegs in der New Yorker U-Bahn“ oder „Helden des Alltags: TV-Serien in New York“). Die drei Filme, die speziell vorgestellt werden, sind TIMES SQUARE (1980) von Allan Moyle, THE NAMESAKE (2006) von Mira Nair und SHAME (2011) von Steve McQueen, die Serie ist natürlich MAD MEN. Dies ist ein Buch, das man auf seine nächste New York-Reise mitnehmen sollte. Mehr zum Buch: new-york.html

LETZTES JAHR IN MARIENBAD

2015.MarienbadIn der Kunsthalle Bremen findet zurzeit eine Ausstellung über den Film LETZTES JAHR IN MARIENBAD von Alain Resnais und seinen Einfluss auf die Bildende Kunst statt (sie ist noch bis 13. März 2016 zu sehen). Der beein-druckende Katalog ist im Wienand Verlag erschienen. Er enthält im ersten Teil Textbeiträge vom Ausstellungskurator Christoph Grunenberg („Der Marienbad Look: Film, Kunst und Stil“), von Sarah Leperchey („Alain Resnais und Alain Robbe-Grillet. Die Umsetzung eines modernen Projekts“), Sophie Rudolph („Das Kino und die anderen Künste“), Michael Glasmeier („Rocaille. Barockes von Robbe-Grillet und Resnais“), Stefanie Dieckmann („Letztes Jahr mit Pygmalion“ – über Posen, Tableaux vivants und Statuen), Steven Jacobs („Die Skulptur in LETZTES JAHR IN MARIENBAD“) und Hunter Vaughan („Bedeutungskorridore: Zeitlichkeit. Subjektivität und die Film-Philosophie“). Alle Texte öffnen den Blick auf die vielfältigen Bezüge des Films von Resnais und Robbe-Grillet auf die Geschichte der verschiedenen Künste. Der zweite Teil dokumentiert Bilder der ausgestellten Werk, die von der Co-Kuratorin Eva Fischer-Hausdorf kommentiert werden. Neben Standfotos, Plakaten und annotierten Drehbuchseiten sind u.a. Werke von Eugène Atget, Giorgio de Chirico, René Magritte, Paul Delvaux, Howard Kanovitz, Patrick Faigenbaum, Cindy Sherman, Robert Longo, Yang Fudong, Kenneth Anger, Jeff Koons, Kota Ezawa, Marie Harnett und Manuel Outumuro reproduziert. Eine schöne Hommage an den 2014 verstorbenen Regisseur Alain Resnais. Mehr zum Buch: Kunsthalle-Bremen-Nouvelle-Vague.asp

Gotteslästerung und Glaubenskritik

2015.Gotteslästerung13 Aufsätze über den kritischen bis lästernden Umgang der Kunst mit Gott. In zwei Texten wird dafür eine theoretische und historische Basis geschaffen, in fünf Texten geht es dann um Literatur (u.a. Heinrich Heine, Oscar Wilde, Joseph Roth, Thomas Mann, George Bataille), in vier Texten um den Film. Jürgen Heizmann reflektiert über Blasphemie im Kino. Seine Filmbeispiele sind VIRIDIANA von Luis Buñuel, DAS GESPENST von Herbert Achternbusch und PARADIES: GLAUBE von Ulrich Seidel. Brigit Ziener verfolgt „Marias Wege durch die Filmgeschichte“ (mit einer Auswahl-Filmografie und nützlichen Literaturhinweisen). Thomas Koebner schaut in „Ingmar Bergmans leeren Himmel“ – in der Autobiografie und in sechs ausgewählten Filmen, darunter DAS SIEBENTE SIEGEL, DIE JUNGFRAUENQUELLE und FANNY UND ALEXANDER. Noch einmal ist Luis Buñuel das Thema: in Achim Küppers interessantem Text „Verkehrte Abendmahle, profanierte Pilgerreisen und die Camera obscura der Begierde“. Um die Bildende Kunst geht es zum Schluss: „Gotteslästerung in der US-amerikanischen Protestkultur der 1960er Jahre: Justin Green und underground comix press“ von Kalina Kupczynska. Angesichts des aktuellen Religionskriegs ein interessanter Blick in die jüngere Geschichte. Mit wenigen, aber wichtigen Abbildungen. Mehr zum Buch: glaubenskritik-in-der-literatur-und-den-kuensten.html

James Agee

2015.AgeeJames Agee (1909-1955) war Drehbuchautor (THE AFRICAN QUEEN, THE NIGHT OF THE HUNTER), Lyriker, Filmkritiker und Erzähler. Im vergangenen Jahr hat der Diaphanes Verlag ein Manuskript von ihm für ein mit Charlie Chaplin geplantes Projekt publiziert (der-tramp-und-die-bombe/), jetzt ist dort ein Band mit 13 interessanten Texten aus dem Nachlass erschienen. Beeindruckend finde ich die Erzählungen „Tod in der Wüste“ und „Die mit Tränen säen“, interessant die beiden Film-projekte „Das Haus“ und „So lebt der Mensch“, faszinierend seine Reisenotizen über Brooklyn, die Agee 1939 für eine Sondernummer von Fortune über New York City geschrieben hatte, aber vom Auftraggeber abgelehnt wurden und erstmals 1968 im Esquire Magazine erschienen. 1937 bewarb sich Agee um ein Stipendium bei der Guggenheim Foundation. Zu den Bewerbungsunterlagen gehörte eine Projektliste, deren Lektüre den Blick in eine kreative Gedankenwelt öffnet. Zu den Themen gehören „Eine Geschichte über Homosexualität und Football“, „Bemerkungen zur Farbphotographie“, „Eine neuartige Bühnen-Leinwand-Show“, „Eine Studie zur Pathologie der ‚Faulheit’“, „Untersuchungen zu Hemingway, Faulkner, Wolfe, Auden und anderen Schriftstellern“, „Neuuntersuchungen zu Wesen und Bedeutung der Liebe“. Das Stipendium hat er nicht bekommen, die Themen behielt er weithin nur in seinem Kopf. Seine Texte zu lesen ist sehr spannend. Es wäre schön, wenn demnächst ein Band mit seinen Filmkritiken folgen würde. Mehr zum Buch: buch/detail/2175

Roy Andersson

2015.DVD.AnderssonEr dreht Werbefilme und finanziert davon ein Film-studio in Stockholm, in dem er wie in einer eigenen Welt seine Spielfilme realisiert, die lustig und sehr traurig sind, faszinierend und albtraum-haft. Roy Andersson (*1943) ist ein schwedischer Regisseur, der mit seinem letzten Film den Goldenen Löwen in Venedig gewann und inzwischen viele Fans hat. Bei good!movies ist jetzt eine Box mit drei Filmen von ihm erschienen: SONGS FROM THE SECOND FLOOR (2000), DAS JÜNGSTE GEWITTER (2007) und EINE TAUBE SITZT AUF EINEM ZWEIG UND DENKT ÜBER DAS LEBEN NACH (2014). Der erste Film führt uns in ein Möbelgeschäft, das Pleite zu gehen droht, von seinem Besitzer in Brand gesetzt wird, damit das Versicherungsgeld Rettung bringt, was natürlich nicht funktioniert, während protestierende Börsianer die Straßen verstopfen, ein Wirtschaftswissenschaftler ratlos erscheint und der Sohn des Möbelgeschäftsbesitzers in der Psychiatrie sitzt, weil er beim Schreiben von Gedichte verrückt geworden ist. Im zweiten Film sind viele Personen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und einem kleinen bisschen Glück: ein Mann mit einer Gehhilfe und seinem Hund, ein Mann, der gerade aus einem Albtraum erwacht, ein Mann im Streit mit seinem Sohn, eine Lehrerin, die weinend aus dem Klassenzimmer läuft, ein Teppichverkäufer, ein Taschendieb, ein Psychiater, ein Ehepaar, eine junge Frau, ein Trommler und ein Sausaphonist; Musik ist ein verbindendes Element der Episoden. Der dritte Film erzählt von zwei Handlungsvertretern, die Lachsäcke, Monstermasken und Vampirzähne verkaufen wollen, sich über die Werbemethoden streiten, traurig in die Welt schauen und vielen skurrilen Menschen begegnen. Andersson arbeitet ohne fertiges Drehbuch, probiert viel aus, lässt sich Zeit, dreht mit Laiendarstellern und realisiert erstaunliche Filme. Das Bonusmaterial erlaubt einen Blick hinter die Kulissen. Mehr zur DVD: caid=81&cid=13973

Der Schmelzmann in der Leichenmühle

2015.SchmelzmannChristian Keßler (*1968) ist Autor und Filmjournalist, er lebt in Bremen. Seine Liebe gilt vor allem dem Trashfilm. Ein erster Textband, „Wurm-parade auf dem Zombiehof“, erschien im vergangenen Jahr. Jetzt hat Martin Schmitz in seinem Verlag einen zweiten Band publiziert. Zu zehn Film-arten gibt es je vier Texte, ich nenne jeweils einen, der mir besonders gut gefallen hat: 1. Raumfilme; mit kritischen Anmerkungen zu LA BESTIA NELLO SPAZIO (1980) von Alfonso Brescia („Angriff der Klokrieger“). 2. Alienfilme; mit einer Hommage an den Regisseur Don Dohler, dessen Filme THE ALIEN FACTOR (1978), NIGHTBEAST (1982), THE GALAXY INVADER (1985) und BLOOD MASSACRE (1991) vom Autor sehr geschätzt werden („Schande des Weltraums“). 3. Affenfilme; mit einer Erinnerung an THE APE MAN (1943) von William Baudine und RETURN OF THE APE MAN (1944) von Phil Rosen, beide mit Bela Lugosi („Der Affe lässt nach“). 4. Testosteronfilme; mit einer Verbeugung vor STONE COLD (1991) von Craig R. Baxley („Die Hochzeitsnacht des Eunuchen“). 5. Außenseiterfilme; mit einer Wiedergutmachung an Russ Meyer (der im ersten Trashbuch gefehlt hatte) und viel Lob für FASTER, PUSSYCAT! KILL! KILL! (1965), der in Deutschland DIE SATANSWEIBER VON TITFIELD hieß („Frauen wie Tiger“). 6. Freßfilme; mit Hinweisen auf den Film TWO THOUSAND MANIACS! (1964) von Herschell Gordon Lewis („Runtergespült im Dixie-Klo“). 7. Musikfilme; mit einer Ehrenrettung des Mae West-Films SEXTETTE (1978) von Ken Hughes („Der letzte Frühling“). 8. Politische Filme; mit einer Verneigung vor dem Werk von Christoph Schlingensief („Des Glückes Unterpfand“). 9. Ingwerfilme; mit einem Blick auf das asiatische Kino, beginnend mit HANZO THE RAZOR (1972) von Kenji Misumi („Majestic in Bali“). 10. Filme, die sonst nirgendwo reinpassen; mit einem schönen Text über den Film DAS STUNDENHOTEL VON ST. PAULI (1970) von Rolf Olsen („Hoch auf dem gelben Wagen“). Ein originelles Buch mit vielen Abbildungen (vor allem farbigen Filmplakaten). Mehr zum Buch: Kessler/Buch.html