Körper – Seele – Nation

Eine Dissertation, die an der Justus-Liebig-Universität Gießen entstanden ist. Astrid Matron befasst sich darin mit der Identitätssuche im deutschen und südkoreanischen Kino. Es geht um Parallelen der natio-nalen Teilung und der tatsäch-lichen oder imaginierten Wieder-vereinigung. Die Autorin fokussiert ihre Analysen auf die Bereiche „Raum“, „Körper“ und „Zeit“. Genauer untersucht werden die deutschen Filme DIE ARCHITEKTEN (1990), DAS LEBEN DER ANDEREN (2006), YELLA (2007), SONNENALLEE (1999), DAS VERSPRECHEN (1994), GOOD BYE, LENIN (2003) und DREI STERN ROT (2001), die südkoreanischen Filme DOUBLE AGENDT (2003), PEPPERMINT CANDY (1999), ADDRESS UNKNOWN (2001), A BOLD FAMILY (2005), SILK SHOES (2006), TO THE STARRY ISLAND (1993) und JSA – JOINT SCURITY AREA (2000). Die Analysen sind sehr konkret in ihren Befunden. Besonders gut gefallen hat mir das Raum-Kapitel mit den Bereichen Gebauter Raum – Architekturen – Stadtraum, Kameraräume, Tonräume, Zwischenräume, Abwesenheiten, Grenzgänge, Am (Un-)Ort der Identität. Zu den auffallenden Differenzen gehört, dass in deutschen Filmen vornehmlich seelische Traumata dargestellt werden, in koreanischen Filmen vorzugsweise die Körper der Protagonist*innen zur Disposition stehen. Mit Abbildungen in guter Qualität. Coverfotos: SILK SHOES (oben) und DREI STERN ROT (unten). Mehr zum Buch: koerperseele.html

Mag’s im Himmel sein, mag’s beim Teufel sein

Wie haben sich Paare in der Zeit des Nationalsozialismus verhal-ten, die interkonfessionell oder, in der NS-Terminologie, „ge-mischtrassig“ verheiratet oder liiert waren? Evelyn Steinthaler erzählt die Lebensgeschichten von vier Paaren, der Sängerin Lotte Lenya (1898-1981) und dem Komponisten Kurt Weill (1900-1950), der Schauspielerin Meta Wolff (1902-1941) und dem Schauspieler Joachim Gott-schalk (1904-1941), der Schau-spielerin Hansi Burg (1898-1975) und dem Schauspieler Hans Albers (1891-1960), der Schauspielerin Hertha Feiler (1916-1970) und dem Schauspieler Heinz Rühmann (1902-1994). In der Lebensgeschichte von Heinz Rühmann spielt auch noch dessen erste Frau Maria Bernheim eine wichtige Rolle. „Liebe in Zeiten des Terrors“ heißt das erste Kapitel des Buches, gefolgt von „Dein Schicksal ist auch meins“ über Kultur und Politik der NS-Zeit. Die vier Hauptkapitel wirken gut recherchiert und sind mit deutlicher Empathie vor allem für die Frauen geschrieben. Das abschließende Kapitel „Was ist aus uns geworden“ informiert über die Zeit nach 1945. Der Titel des Buches zitiert das Ende des Liedes „Goodbye, Johnny“ aus dem Film WASSER FÜR CANITOGA (1939). Coverfotos: Hans Albers + Hansi Burg (oben), Hertha Feiler + Heinz Rühmann (unten). Mehr zum Buch: mags-beim-teufel-sein/

Viele untote Körper

Eine Dissertation, die an der Universität Erfurt entstanden ist. Peter Schuck hat dafür alles nur Denkbare „Über Zombies der Literatur und des Kinos“ gelesen und gesehen. Mit 650 Seiten ist daraus ein Opus Magnum geworden. Es geht um lebende Leichen, um Untote. Der (mir) bekannteste Film ist in diesem Zusammenhang NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968) von George A. Romero. Die jüngere Generation ist mit dem Thema durch den Film 28 DAYS LATER (2002) von Danny Boyle und die Serie THE WALKING DEAD (ab 2010) vertraut. In der Literatur ist offenbar der Reisebericht „The Magic Island“ von William Seabrook ein Schlüsseltext. In zehn Kapiteln wird das Thema erschlossen, sie handeln von Versklavung, Rebellion und Okkupation, von verrotteten Hirnen und unblinden Augen, von Zombiefallgeschichten, Zombieapokalypsen, Archiv-Apokalypsen, Found Footage, von Infektion, Immunreaktion und Zombifikation, von Zombiegesten (Greifen, Stolpern, Rennen, Zucken) und von der Gemeinschaft der Zombies („Unbecoming“). Der wissenschaftliche Anspruch ist hoch, die Fußnoten summieren sich auf 2.374. das Quellenverzeichnis umfasst 30 Seiten. Ich habe das Buch in Ausschnitten gelesen, die Filmanalysen sind in den Formulierungen sehr konkret und erscheinen mir stimmig, und ich bin sicher, dass der Band für Zombiefilmfans unverzichtbar ist, egal ob sie zur Romero- oder zur Boyle-Fraktion gehören. Kleine Abbildungen in akzeptabler Qualität. Das Coverfoto stammt aus der Serie VIVA BERLIN! (2011). Mehr zum Buch: viele-untote-koerper/

Der Spielfilm als Erlebnispotential

Zwei Analysen stehen im Mittel-punkt dieses Buches von Chri-stian Igelbrink: „Filmische Montage als Mittel dramaturgi-scher Führung und visuelle Stilgebung im postmodernen Thriller – eine Analyse von David Finchers SE7EN“ und „Die römische Antike im modernen Hollywood-Film – Strategien der Geschichtsbildvermittlung in Ridley Scotts GLADIATOR“. Der Autor ist in seinen semiolo-gischen Befunden sehr genau, die Sequenzbeschreibungen sind durchgehend konkret und anschaulich, das macht die Lektüre spannend, auch wenn man die Filme in letzter Zeit nicht gesehen hat, es gibt Verweise auf andere Filme, die erkenntnisreich erscheinen. Die Literaturlisten am Ende des jeweiligen Textes sind hilfreich. Ein kurzer Essay schließt den Band ab: „Was ist das Spezifische des Fernsehens als Medium der Geschichts-kultur?“. Keine Abbildungen. Cover: Ölgemälde „Pollice Verso“ von Jean-Léon Gérôme (1872). Das Gemälde soll Ridley Scott bei der Gestaltung seines Films stark inspiriert haben. Mehr zum Buch: aspx?product=39719

14 Filme von Konrad Wolf

Das Erscheinen dieser Box ist ein Ereignis. Erst-mals liegen alle 14 Spiel-filme des großen DDR-Regisseurs Konrad Wolf (1925-1982) neu digitali-siert in einer Edition vor, beginnend mit EINMAL IST KEINMAL (1955) endend mit SOLO SUNNY (1980). Eine Aufzählung der Titel erspare ich mir, ich setze die meisten als bekannt voraus. Sensa-tionell finde ich das Bonusmaterial. Hier findet man u.a. ein Porträt per Telefon mit Konrad Wolf (1980, 47 min.), den Dokumentar-film über Konrad Wolf DIE ZEIT DIE BLEIBT von Lew Hohmann nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase (1985, 114 min.), ein Gespräch mit der Schnittmeisterin Christa Wernicke (2017, 31 min.), zwei Gespräche mit dem Autor Angel Wagenstein (2017, 42 und 24 min.), den Dokumentarfilm über Friedrich Wolf VERZEIHT, DASS ICH EIN MENSCH BIN von Lew Hohmann (1989, 89 min.), den Dokumentarfilm KONRAD WOLF von Gitta Nickel (1977, 63 min.), Gespräche mit den Schauspielerinnen Annemone Haase, Renate Blume und Christel Bodenstein, mit den Schauspielern Peter Prager und Jaecki Schwarz aus den Jahren 2015-18 (jeweils 20 bis 40 min.), diverse Gespräche mit Wolfgang Kohlhaase, Szenenbildentwürfe von Alfred Hirschmeier, Premierenberichte des AUGENZEUGEN und der AKTUELLEN KAMERA. Beeindruckend! Das Booklet enthält Texte von Detlef Kannapin und Regine Sylvester. – Ich habe 1982 einen Nachruf auf Konrad Wolf in der Zeitschrift Filme publiziert: konrad-wolf-1925-1982/, in dem ich auch seine persönliche Bedeutung für mich beschreiben konnte. Seit Ende der 50er Jahre, beginnend mit LISSY und STERNE, hat er mir den Blick auf deutsche Geschichte geöffnet, der sich später, mit DER GETEILTE HIMMEL und SOLO SUNNY, zum Blick in die Gegenwart der DDR erweitert hat. Ich werde mir in den nächsten Wochen sicherlich mehrere Filme von Konrad Wolf noch einmal anschauen. Mehr zur DVD-Box: 14-spielfilme-1955-1980.html

Gegenwart historisch gesehen

In Hamburg geht heute der 31. Internationale Filmhistorische Kongress zu Ende (Thema: Joe May), Jan-Christopher Horak ist in diesem Jahr mit dem Reinhold Schünzel-Preis ausgezeichnet worden, den Willy Haas-Preis gewannen das Buch „Weimarer Kino neu gesehen“ und die Ophüls-DVD LIEBELEI / LOLA MONTEZ in der Edition Filmmuseum. Wieder ist bei edition text + kritik pünktlich die Dokumentation des letzten Kongresses erschienen, bei dem es um die filmische Reflexion von Kultur und Politik der Jahre 1789 bis 1848 ging. Elf sehr lesenswerte Texte sind hier versammelt. Sarah Goeth erinnert an „Höhenflüge, Krisen und Balanceakte in der politischen Literatur zwischen 1789 und 1848“. Heike Klapdor richtet ihren Blick auf Manfred Noas Lessing-Film NATHAN DER WEISE (1922) („Ein Traum, was sonst?“). Michael Töteberg rekapituliert, wie der Neue Deutsche Film Büchner und E. T. A. Hoffmann zu Zeitgenossen der APO machte („Das Interesse galt nicht der Literatur“). Jan Henschen äußert sich zu Bernhard Sinkels TAUGENICHTS (1977/78) („Ein Spätromantiker im Deutschen Herbst“). Bei Evelyn Hampicke geht es um Karl Theodor Körner – Vom „Sänger der Nation“ zum nationalistischen (Film-)Mythos („Gedichte kann man nicht verfilmen“). Daniel Jonah Wolpert beschäftigt sich mit Adaptionen deutscher Klassiker im frühen Nachkriegskino („Politik, Autorität und Umbruch“), Anett mit DEFA-Klassikerverfilmungen der 1970/80er Jahre („Kino ist fast notwendig verbunden mit Gegenwart“). Günter Damann untersucht DAS FRÄULEIN VON SCUDERI im Spiegel seiner Kon- und Protexte („Die DEFA und die Romantik“). Milan Klepikow informiert über Karel Hynek Mácha oder die umstrittene Verwendbarkeit des tschechischen Byron im Kino („Spiel mir nicht das Lied vom Tod“). Michael Girke erschließt die Filmkarriere von Alphonse de Sade („Dialog mit einem grausamen Partner“).Thomas Brandlmeier blickt auf Andrzej Wajdas PAN TADEUSZ („Noch ist Polen nicht verloren“). Sorgfältig redaktioniert und mit einem Vorwort von Erika Wottrich und Swenja Schiemann. Mit Abbildungen in akzeptabler Qualität. Coverfoto: BEETHOVEN – TAGE AUS SEINEM LEBEN (1975/76). Mehr zum Buch: W_bJTOkqtW8

Peter Voigt

Er war ein eigenwilliger und interessanter Dokumentarist in der DDR. Peter Voigt (1933-2015), Sohn eines Theaterinten-danten, wurde 1953 Assistent an Brechts Berliner Ensemble, arbeitete drei Jahre im DEFA-Trickfilmstudio in Dresden, war freiberuflich tätig in den 60er Jahren, fand einen Platz im Studio H & S von 69 bis 82 und im DEFA-Studio für Dokumen-tarfilm bis 91, realisierte Filme bis 2013, zuletzt ICH BIN ERNST BUSCH. Häufig war Christian Lehmann sein Kameramann, oft wurden Orte oder Personen der deutschen Geschichte dokumentiert und porträtiert. Günter Agde hat jetzt im Verlag Neues Leben einen interessanten Band mit Skizzen, Kritiken, Essays und Interviews zur Filmarbeit von Peter Voigt herausgegeben. Die Kapitelüberschriften geben gute Signale: „Artistik der Form“, „Bilder und Bildermacher“, „Sorgfalt im Ästhetischen“, „Brecht, Neher, Eisler – und keine Ende“, „Gibt’s was Interessanteres als Geschichte?“, „Bilanzen“. Ein kurzer Text von Rolf Richter aus dem Jahr 1978 leitet den Band ein. Die rund 30 dokumentierten Beiträge von Voigt sind präzise formuliert, oft zugespitzt, auch im historischen Abstand spannend zu lesen. Besonders gut gefallen haben mir seine Texte über Michael Romms letzten Film („Zum Bau des Dokumentarischen“, 1976) und Robert Capa („Ein Kriegsfotograf, der gern arbeitslos wäre“, 1980), die Laudatio auf seinen Kameramann Christian Lehmann („Geist und souveränes Handwerk“, 1994) und das Interview über die Filmarbeit im Studio H & S („Ich war wie ein Prinz im Kommunismus“, 2004). Eine Filmografie und ein Nachwort des Herausgebers Günter Agde runden den Band ab. Mehr zum Buch: filmarbeit.html

Der Filmessayist Jan Franksen

Eine Dissertation, die an der Freien Universität Berlin entstanden ist. Christoph Rosenthal erschließt und analysiert darin das Werk des Filmemachers Jan Franksen (1937-2004), der für das Fern-sehen speziell in essayistischer Form deutsche Geschichte aufgearbeitet hat. 48 Titel sind in der Filmografie im Anhang aufgelistet. Die Filme wurden zwischen 1964 und 2003 von Franksen anfangs für die ARD, später vornehmlich für die Dritten Programme im Auftrag des SFB realisiert. Ich erinnere mich u.a. an den abendfüllenden Film ES…HAT…GELOHNT (1992) über den Kritiker Alfred Kerr und an das Porträt des Architekten GOTTFRIED SEMPER (2003, 3sat). Im Zentrum des Interesses von Franksen standen Künstler und Politiker, Straßen und Gebäude. Christoph Rosenthal hat für seine Untersuchung nicht nur dessen Filme gesehen, sondern auch den schriftlichen Nachlass herangezogen. So wird in den Analysen deutlich, mit welcher Intensität er inhaltlich recherchiert und wie intensiv er sich über die Form Gedanken gemacht hat. In einer Prolepsis wird dies beispielhaft an dem Film MYTHOS WINCKELMANN dargestellt. Das Kapitel „Die Suche nach Schönheit und Freiheit“ beschreibt Leben und Arbeit Franksens. Dann folgt ein Kapitel „Der Filmessay als Genre“ mit Exkursen in die Literatur, die Geschichte und die Theorie. Drei Kapitel sind dann dem Werk Franksens gewidmet. Zu lesen sind hier beeindruckende Schilderungen der Entstehung von Filmen über Georg Christoph Lichtenberg, Friedrich Nietzsche, Carl Sternheim, Alfred Kerr, die Rathenaus, Jurek Becker, Franz Fühmann und die 45-minütige Dokumentation STALINALLEE. EINE STRASSE ALS SYMBOL. Immer wieder beschreibt Rosenthal, wie Franksen mit den Konventionen des Fernsehens bricht, wie er fiktive Momente mit dokumentarischen Aufnahmen mischt. Bei einigen Projekten (Fontane, Kant, Goethe, Celan) scheitert er am Widerstand der Fernsehredak-tionen. Gelegentlich nutzte er die mediale Form des Hörspiels. In einem resümierenden Kapitel wird noch einmal „Franksens Filmessay als Form“ dargestellt. In einer Analepsis nehmen wir von dem Filme-macher Abschied. Bei der Lektüre dieser Dissertation ist immer wieder die Empathie des Autors gegenüber der Person und dem Werk von Jan Franksen zu spüren. Keine Abbildungen. Cover: Kontaktabzug einer Jan-Franksen-Porträtserie. Mehr zum Buch: aspx?product=40310

Filmstatistisches Jahrbuch 2018

Regelmäßig informiert die Spitzenorganisation der Film-wirtschaft über die Entwicklun-gen in den Bereichen Filmpro-duktion, Verleih, Filmtheater, Werbung, Filmbesuch, Video, FSK, FBW, Filmförderung, internationale Filmstatistik und Fernsehen. Die neuesten Zahlen betreffen das Jahr 2017, sie werden jeweils mit den Zahlen der letzten fünf bis zehn Jahre verglichen. Im vergangenen Jahr wurden 247 deutsche Langfilme erstaufgeführt, mit 106 Titeln war der Dokumentarfilm stärker denn je, auch wenn die Zuschauerzahlen deutlich schwächer sind als beim Spielfilm. Es wurden insgesamt 122,3 Millionen Tickets verkauft, 2015 waren es 139,2, 2016 121,1 Millionen. Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr, für 2018 werden sie voraussichtlich unter 120 Millionen sinken. Die passioniertesten Kinobesucher gibt es in Berlin; dort ging jeder Einwohner 2,63 mal pro Jahr ins Kino, gefolgt von Bremen (2,53) und Hamburg (2,22). Brandenburg ist mit 1,09 Kinobesuchen pro Einwohner im Jahr weiterhin das Schlusslicht. Wie in den vergan-genen Jahren fanden 48 Prozent der Kinobesuche zu zweit statt, nur zwölf Prozent der Besucher*innen gingen allein ins Kino. Mit 54 % dominieren weiterhin die Kinobesucherinnen. Der erfolgreichste Film des Jahres 2017 war FACK JU GÖHTE 3 von Bora Dagtetin mit 5,95 Millionen Besucher*innen. Wenn man sich für Zahlen interessiert, erfährt man auf den 100 Seiten dieses Buches viele Neuigkeiten. Für die Zusammenstellung war wieder Wilfried Berauer zuständig. Mehr zum Buch: product=39983

Slow-Burn-Narration

Eine Dissertation, die an der Universität Mainz entstanden ist. Gregory Mohr untersucht darin „Langsames Erzählen in zeitgenössischen Fortsetzungs-serien“, das im Qualitätsfern-sehen immer stärker zum Ein-satz kommt. Theoretische Vor-überlegungen zu Narration, Zeit, Erzählstrukturen, Spannung und Figuren sichern den Autor wissenschaftlich ab. Seine quantitative Analyse konzentriert sich auf drei Serien: BETTER CALL SAUL (seit 2015 auf AMC, deutsch auf Netflix)) mit der zentralen Figur des Anwalts James McGill, RECTIFY (2013-16 auf Sundance Channel, deutsch auf Sky) mit der Hauptfigur eines zum Tode Verurteilten, der nach 19 Jahren Haft freigelassen wird, weil seine Unschuld durch DNA-Analyse erwiesen ist, und THE LEFTOVERS (2014-17 auf HBO, deutsch auf Sky), die vom geheimnisvollen Verschwinden verschiedener Personen erzählt. Die Analysen von Gregory Mohr sind beeindruckend konkret, bleiben nahe an den Bildern und Personen, verzichten weitgehend auf die Unterstützung von Sekundärquellen. Das macht die Lektüre spannend, auch wenn man die Serien nicht gesehen hat. Einige Abbildungen am Ende des Bandes. Mehr zum Buch: dp/3658226749