Von Chefinnen und Prinzessinnen

Antonia Roeller hat an der UCLA in Los Angeles studiert und ist seit zehn Jahren als Autorin und Übersetzerin in Berlin tätig. Im Verlag Master School Drehbuch hat sie jetzt zwei Essays über Frauenfiguren in Film und Fernsehen publiziert. Im ersten geht es um Chefinnen. Sind sie karrieresüchtig, machtversessen, einsam? Zwei Filme (WORKING GIRL von Mike Nichols, 1988, und THE DEVIL WEARS PRADA von David Frankel, 2006) sowie diverse Fernseh-serien (DAMAGES, BORGEN, DANNI LOWINSKI) sind ihre Beispiele. Einiges, so ihr Resümee, hat sich seit WORKING GIRL zum Besseren entwickelt, aber es ist noch viel zu tun. Im zweiten Essay werden Märchenfilme untersucht. Es geht um Schönheit (in den Schneewittchen-Filmen MIRROR MIRROR von Tarsem Singh und SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN von Rupert Sanders), um finanzielle Absicherung (in der Froschkönig-Verfilmung THE PRINCESS AND THE FROG von Ron Clements und John Musker), um die Mutterrolle (in der Rapunzel-Verfilmung MALEFICENT von Robert Stromberg), um die Patchworkfamilie (in der Aschenputtel-Verfilmung EVEN AFTER. A CINDERELLA STORY von Andy Tennant), um die Selbstbestimmung (in der Schneekönigin-Verfilmung FROZEN von Chris Buck und Jennifer Lee). Roellers Resümee: „Die jüngsten Märchenverfilmungen zeigen Heldinnen, die nicht auf die Erlösung durch einen Prinzen warten“. Interessante Lektüre. Mehr zum Buch: unternehmen/edition

HUNGER IN WALDENBURG und MORGENRÖTE (1929)

Zwei Filme aus dem Jahr 1929 stehen im Zentrum dieser Edi-tion des Filmmuseums Potsdam, publiziert von Absolut Medien: HUNGER IN WALDENBURG: UM’S TÄGLICHE BROT von Phil Jutzi und Leo Lania erzählt die Geschichte eines jungen Arbeiters (gespielt von Holmes Zimmermann), der seine Eltern verlässt, um im nahegelegenen Industrierevier Geld zu verdie-nen. Er findet eine Unterkunft bei einer Bergarbeiterwitwe, scheitert aber bei der Arbeits-suche und wird am Ende Opfer der Auseinandersetzungen zwischen dem Hauseigentümer und den Mietern. Der mittellange Film durfte nur in Sondervorführungen gezeigt werden, erlitt radikale Kürzungen durch die Zensur und liegt jetzt in einer restaurierten 44-Minuten-Fassung vor. Konzipiert als Film-Reportage aus dem Waldenburger Revier, sind es vor allem die authentischen Bilder, die bis heute wirksam bleiben: Orte, Physiognomien, Atmosphäre. Dazu erklingt eine neu komponierte Musik von Cordula Heth. Das Bonusmaterial enthält eine 37-minütige Tonversion des Deutschen Fernsehfunks aus dem Jahr 1975 und das Porträt einer Laiendarstellerin, die in dem Film mitgewirkt hat (POST SCRIPTUM VETSCHAU). – Das bürgerliche Gegenstück ist MORGENRÖTE von Wolfgang Neff, die Geschichte eines Studenten, der von seinem Vater die Anteile an einer Bergwerksgrube geerbt hat und damit in die Spekulationen eines Unternehmens gerät. Eine Grubenkatastrophe am Ende des Films wird zum emotionalen Höhepunkt mit glücklichem Ende. Werner Fuetterer ist der Hauptdarsteller, hinter der Kamera standen Georg Bruckbauer und Raimar Kuntze. Die Kombination der beiden Filme hat eine Logik. Inhaltlich wird der Kreis durch den Dokumentarfilm KOHLE ALS HONORAR (2016) von Uwe Mann geschlossen. Zum Bonusmaterial gehören umfangreiche PDF-Dokumente mit Texten von Guido Altendorf, Mateusz Hartwich, Michael Grisko, Evelyn Hampicke und Uwe Mann. Mehr zur DVD: %281929%29

Filmmusik

„Ein alternatives Kompendium“ nennen die Herausgeber Frank Hentschel und Peter Moormann den Band, der 15 Texte zu Aspek-ten des Themas enthält, die bisher wenig berücksichtigt wurden. Alle Beiträge haben ein ungewöhnlich hohes Niveau, ich nenne elf, die ich besonders gut finde. Tom Schneller beschäftigt sich mit technischen Verfahren der Filmmusik in der Pre- und Post-Production, mit Mock-Ups und Temp Tracks, mit Team-komposition, Orchestrierung, Aufnahme und Mischung. Bei Hansjörg Kohli geht es um Akteure und Einflussfaktoren bei der Realisierung von Filmmusik. Anno Mungen blickt zurück auf Filmmusik und die multimedialen Künste des 19. Jahrhunderts. Martin Marks äußert sich zur Rekonstruktion von Stummfilm-Musik, ihren Quellen, Problemen, Möglichkeiten. Im Anhang listet er 20 als DVD edierte Stummfilme mit Einspielungen ihrer Originalmusik und 41 restaurierte Stummfilme mit neu komponierten Musikbegleitungen auf. Ole Pflüger unternimmt „eine Annäherung“ an Musik und Zwischentitel im Stummfilm, u.a. bei THE BIRTH OF A NATION, PANZERKREUZER POTEMKIN und METROPOLIS. Christoph Henzel befasst sich mit der Filmmusikouvertüre im Stummfilm, im Tonfilm, speziell im Monumentalfilm und mit ihrer Minimierung. Tarek Krohn und Willem Strank informieren ausführlich und sehr beeindruckend über Besonderheiten der Musik von US-Fernsehserien und ihre geschichtliche Entwicklung. Claudia Bullerjahn beschäftigt sich in ihrem hervorragenden Beitrag mit der Psychologie der Filmmusik und der Erforschung ihrer Wirkung. Oksana Bulgakowa konzentriert sich in ihrem Text mit vielen konkreten Verweisen auf die Filmstimme. Jean Martin und Frieder Butzmann richten ihre Aufmerksamkeit auf den Sound Design von Filmen insgesamt. Irene Kletschke vermittelt ihre Erfahrungen bei der Filmmusik-Recherche im Internet. Nicht nur für Experten der Filmmusik ein sehr lesenswertes Kompendium. Mehr zum Buch: 9783658112370

Gnade spricht Gott – Amen mein Colt

Michael Striss ist evangelischer Pfarrer im Rheinland und Cine-ast. Seine besondere Zuneigung gilt dem Italowestern. In seinem 670-Seiten-Buch beschäftigt er sich mit Motiven, Symbolik und religiösen Bezügen dieses euro-päischen Genres, dessen Entste-hung und Charakteristik er in seiner Einleitung beschreibt. In acht Kapitel wird uns dann der Italowestern erschlossen. Es beginnt mit den Protagonisten: den relativ Guten, den teuflisch Bösen und den unberechen-baren Dritten. Kapitel zwei charakterisiert weitere Mitwirkende: Geistliche, Frauen, Kopfgeldjäger, Gesetzeshüter, Bestatter, Ärzte und Barbiere, Fahrendes Volk. Kapitel drei informiert über die Topographie: Städte und Dörfer, Sakralbauten und Friedhöfe, klimatische Bedingungen. Im vierten Kapitel werden die Konfliktfelder beschrieben – Rache und Vergeltung, Gier nach Gold und Geld, Familienprobleme, Lehrer-Schüler-Rivalitäten, Klassenkampf und Revolution, Rassismus – und die Konfliktlösungen dargestellt. Das fünfte Kapitel gibt einen Überblick über Requisiten und Rituale: Waffen, Kleidung und Körperhygiene, Musikinstrumente und Spieluhren, Särge, Glücksspiel, Völlerei, Trägheit. Das sechste Kapitel widmet sich spezifisch christlichen Themen: Erlösergestalten, der Heiligen Schrift, dem Gebet, Sakramenten und Kasualien, weiteren Symbolen und Riten. Im siebten Kapitel unternimmt der Autor den Versuch einer Bilanz, im achten formuliert er Schlussgedanken. Der umfängliche Anhang enthält u.a. eine Liste der persönlichen Favoriten. Nr. 1: SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD von Sergio Leone. Es ist beeindruckend, wie nah der Autor an den Filmen bleibt und wie souverän er insgesamt mit dem Genre umgeht. Basisliteratur. Mit 40 Abbildungen in guter Qualität. Mehr zum Buch: gnade-spricht-gott-amen-mein-colt/

Plakate von Volker Noth

Im Neuen Rathaus in Bayreuth sind zurzeit in der Ausstellung „Suchen / Probieren / Machen“ Plakate des Grafikers Volker Noth zu sehen. Er hat – nach dem Folkwang Museum in Essen – nun dem Kunstmuseum Bayreuth 364 Plakate ge-schenkt, die dort in dem von Franz-Joachim Schultz gegrün-deten „Kleinen Plakatmuseum“ verwahrt werden. Die jetzt gezeigte Auswahl vermittelt einen Überblick über das Lebenswerk von Volker Noth, beginnend mit Plakaten zum Europa-Tag in den frühen 70er Jahren und Arbeiten für das Theater. Im Mittelpunkt steht natürlich die Werbung für die Berlinale ab 1977. 25 Jahre hat er frei für das Festival gearbeitet und in diesem Zusammenhang auch die Plakate für die Retrospektiven der Kinemathek entworfen, die dazu publizierten Bücher gestaltet und bis 2006 das Design des Filmmuseums verantwortet. Die Zusammenarbeit mit ihm war inspirierend und führte immer zu positiven Ergebnissen. Zur Ausstellung in Bayreuth ist ein wunderbarer Katalog erschienen. Der Essay „Zwischen Mut und Demut“ der Kunsthistorikerin Anita Kühnel stellt das Werk von Volker Noth in den größeren Zusammenhang der deutschen Plakatgeschichte und definiert seine speziellen künstlerischen Fähigkeiten. René Grohnert (Museum Folkwang) beschreibt in seinem Aufsatz die Entstehung von zehn Berlinale-Plakaten von der ersten Idee (Skizze in Volkers Arbeitsbüchern) bis zum fertigen Produkt. Die in Bayreuth ausgestellten Plakate sind in hervorragender Qualität abgebildet. Eine sehr persönliche Zeitreise ist für mich das Plakatverzeichnis am Ende des Bandes, mit kleinen Reproduktionen von den 60er Jahren bis 2017. Die Kinemathek und das Filmmuseum sind hier mit 86 Abbildungen präsent, es gab beim Anschauen Erinnerungen, die mich sehr berührt haben. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. August zu sehen. Mehr zur Ausstellung und zum Katalog: _volker_noth.pdf

Artur Brauner 100

Heute wird der Produzent Artur Brauner 100 Jahre alt. Gefeiert wird das zwar erst am 8. September, aber die Würdigungen sind natürlich schon heute überall zu lesen, denn Artur Brauner ist schon zu Lebzeiten ein Mythos. Seine Autobio-grafie hat er vor 42 Jah-ren veröffentlicht: „Mich gibt’s nur einmal“, seine Firma CCC hat vor zwei Jahren ihren siebzigsten Geburtstag gefeiert, sie hat über 500 Filme fürs Kino und fürs Fernsehen produziert. Ich kenne Artur Brauner persönlich seit den 80er Jahren. Zusammen mit Florian Hopf und Hans-Peter Kochenrath habe ich 1989 ein 60-Minuten-Porträt fürs ZDF realisiert, das Gespräch fand auf der Terrasse seines Anwesens in der Königsallee statt, er ist ein guter Erzähler, auch wenn man ihm nicht alles glauben muss. Als die Kinemathek 1995 den BZ-Kulturpreis bekam hielt Brauner die Laudatio im Zoo-Palast, sie war unserem Haus und mir persönlich sehr zugeneigt; sein Archiv hatte er zuvor dem Deutschen Filmmuseum in Frankfurt übereignet. Seit elf Jahren bin ich Mitglied der Jury des „Artur Brauner Filmpreises“, der an Produzenten vergeben wird, die Filme über die Verständigung zwischen Juden und Christen und die Toleranz zwischen unterschiedlichen Religionen realisiert haben. Leider ist Arturs wunderbare Frau Maria, die er vor über siebzig Jahren geheiratet hat, im vergangenen August gestorben. Ich freue mich sehr, dass er an seinem 100. Geburtstag noch unter uns ist und gratuliere herzlich.

Die Degeto und der Staat

Im Januar 1929 wurde in Berlin der eingetragene Verein „Deut-sche Gesellschaft für Ton und Bild“ (Degeto) gegründet. Er sollte sich der „Förderung aller künstlerischen, bildenden und wissenschaftlichen Werke des Films im Allgemeinen und des Tonfilms im Besonderen“ wid-men. Unterstützung kam vom Kultusministerium und von der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten der Rundfunkpionier Kurt Magnus, der Theaterinten-dant Paul Eger, der Schriftsteller Walter von Molo, der Architekt Hans Poelzig. Heute ist die Degeto die Filmeinkaufsgesellschaft der ARD mit Sitz in Frankfurt am Main. Rolf Aurich hat mit seinem hervorragend recherchierten Buch eine sehr lesenswerte Geschichte dieser Institution verfasst, die sich vor allem auf die Zeit von 1929 bis 1960 konzentriert. Eine Schlüsselrolle in seinem Text spielt Johannes Eckardt, der, aus München kommend, 1930 die Leitung der Degeto übernahm, sie durch die Nazi-Zeit führte und ab 1949 Vorsitzender des Verbandes der deutschen Filmclubs war. Er gilt als ambivalente Persönlichkeit. Ein wichtiges Kapitel ist der Produktion und dem Verleih von Kulturfilmen und Schmalfilmen in NS-Deutschland und Europa gewidmet. Dritter Schwerpunkt des Buches ist die Entwicklung des westdeutschen Fernsehprogramms und die Wendung der Degeto vom Schmalfilm zur Filmbeschaffung. Sehr informativ und hilfreich: eine Chronik der Degeto auf zwölf Seiten am Ende des Buches. Band 2 der Reihe „Fernsehen. Geschichte. Ästhetik“, herausgegeben vom Archiv der Akademie der Künste und der Stiftung Deutsche Kinemathek. Mit wenigen, aber gut ausgewählten Abbildungen. Mehr zum Buch: n-BW8

Helmut Dietl

Im Museum für Film und Fernsehen in der Potsdamer Straße ist zurzeit die Ausstel-lung „Schwermut und Leich-tigkeit – Eine Sonderschau für Helmut Dietl“ zu sehen. Sie erinnert an den 2015 ver-storbenen Autor und Regis-seur, dessen Nachlass seine Witwe der Deutschen Kine-mathek übergeben hat. In der Mediathek Fernsehen im vierten Stock sind Dietls Filme am Bildschirm zu sehen, eine Medienkompi-lation verbindet Motive seines Werkes, ausgewählte Exponate geben Einblick in seine Arbeitsweise. – 2016 hatte das Literaturhaus München die Ausstellung „Der ewige Stenz“ über Helmut Dietl und sein München präsentiert. Aus diesem Anlass war ein spe-zielles Heft über Helmut Dietl erschienen, das Tanja Graf herausge-geben hat. Die Texte stammen von Claudius Seidl und sind sehr lesenswert. Für 8 € ist das Heft im Berliner Filmhaus zu erwerben, die Ausstellung dort ist noch bis 30. September geöffnet. Mehr zur Sonderschau: sonderschau-fuer-helmut-dietl

IT HAPPENED TOMORROW (1944)

Der Regisseur René Clair (1898-1981) gehörte zu den Poeten der Filmgeschichte. Einer meiner Lieblingsfilme von ihm ist SOUS LE TOITS DE PARIS (1930). 1940 ging er ins Exil nach Amerika und drehte dort vier Filme: THE FLAME OF NEW ORLEANS mit Marlene Dietrich, I MARRIED A WITCH mit Fredric March und Veronica Lake, IT HAPPENED TOMOR-ROW mit Dick Powell und Linda Darnell und THE LOST WEEKEND mit vielen bekann-ten Schauspieler*innen, nach dem Kriminalroman von Agatha Christie. IT HAPPENED TOMOR-ROW gibt es jetzt als DVD bei PIDAX. Der Film spielt am Ende des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte des jungen Reporters Larry (Powell), der von dem Privileg profitiert, Nachrichten der folgenden Tage zu kennen. Er gerät mit diesem Wissen in gefährliche Situationen, verliebt sich in Sylvia (Darnell), die Tochter eines Hellsehers, und erfährt schließlich aus der Zeitung, dass er das Opfer eines Mordes wird… Der Film ist interessant montiert (Schnitt: Fred Pressburger), hinter der Kamera standen Eugen Schüfftan und Archie Stout, die Musik stammt von Robert Stolz. Eine originelle Komödie. Das Booklet ist – verkleinert – die „Illustrierte Film-Bühne“ Nr. 8. Mehr zur DVD: It-Happened-Tomorrow::1310.html

Filmblatt 64/65

Die Bilder und Texte in diesem Heft sind für mich mit vielen persönlichen Erinnerungen verbunden, denn es geht um 50 Jahre dffb, zehn Jahre, von 1969 bis 1979, war ich dort Studienleiter. Zwölf Texte sind dem Thema dffb gewidmet, beginnend mit einem Beitrag von Frederik Lang über Klaus Wildenhahn als Dozent von 1968 bis 1972 und die „therapeu-tische Wirkung“ der von ihm initiierten Wochenschaugruppe. Fabian Tietke hat die Hinter-gründe des Besuchs von Joris Ivens 1974 an der dffb recherchiert, dessen siebenstündige Diskussion mit den Studenten protokolliert wurde („Von Joris Ivens lernen“, dffb-info 33). Peter Nau, eine Zeit lang Dozent für Filmgeschichte, äußert sich in einem Gespräch über „Die Kunst des Schreibens, des Zuhörens und des Filmesehens“. Die Absolventin Irina Hoppe resümiert in einem Gespräch „Filmemachen konnt’ ich nicht“. Ute Aurand erinnert sich an ihr Studium und an die Filmemacherin Maria Lang. Fünf weitere Texte stammen von Frederik Lang; über die Filmtheorie bei Ulrich Gregor im ersten Studienjahr 1966, über die Arbeit von Jean-Marie Straub und Danièle Huiilet und ihre Präsenz in der dffb, über Hartmut Bitomsky, seinen Film DAS KINO UND DER WIND UND DIE PHOTOGRAPHIE und seine Lehre an der dffb, über studentische Arbeiten aus dem Dokumentarfilmseminar von Peter Nestler im Herbst 1990 und über neue Publikationen mit dffb-Bezug. Volker Pantenburg informiert über den Archivfund von zwei Filmen von Harun Farocki aus dem Jahr 1969. Lukas Foerster beschäftigt sich mit dem Film IM SCHNEELAND (1994) von Stephan Settele. Hannes Brühwiler richtet seinen Blick auf den Film ALLE ZEIT DER WELT (1997) von Matl Findel und andere kleine Berlinfilme der 1990er Jahre. Interessante Texte, zahlreiche Abbildungen, viele stammen von dem früheren Dozenten Helmut Herbst. Auf dem Coverfoto erkennt man hinter der Kamera Lilly Grote. Ein separater Text von Günter Agde ist den Dokumentarfilmen von Peter Pewas gewidmet. Am Ende, wie immer, interessante Buchbesprechungen. Mehr zum Heft: filmblatt-aktuell