Peter Weibel

2016.DVD.WeibelPeter Weibel (*1944) ist ein österreichischer Medien-künstler, der in Theorie und Praxis die Bereiche Perfor-mance, Film, Video und Musik seit den 1960er Jahren berei-chert hat. Seit 1999 leitet Weibel das ZKM in Karlsruhe. Bei Hatje Canz erscheinen zurzeit seine gesammelten Texte, bei Absolut Medien sind jetzt zwei DVDs mit seinen Medienopern, Musikfilmen und -videos publiziert worden. Zu sehen und zu hören sind fünf multimediale Bühnen-werke – HAUSMUSIK (1974), DER KÜNSTLICHE WILLE (1984), STIMMEN AUS DEM INNENRAUM (1988), AMAZONAS, TEIL III (2010) und THE ORIGIN OF NOISE / THE NOISE OF THE ORIGIN (2013) – und 14 Musikfilme und -videos, darunter DAS ERSTE VIDEO-ROCK-KONZERT (1979), CASABLANCA I, II, III (1983-85), JOHNNY FILTER (1984), GESÄNGE DES PLURIVERSUMS (1986-88), CLIP KLAPP BUM (1988), WIR SIND DATEN (2013) und zwei Versionen von ENJOY YOUR DNA (2013). Man begibt sich bei Weibel, wenn man die Filme sieht, in ein innovatives Bild- und Klang-Universum, das auch den Wechsel von der analogen in die digitale Welt spüren lässt. Zum Verständnis der Hintergründe ist das beigefügte Booklet hilfreich. Mehr zur DVD: 1018/Peter+Weibel+Medienrebell

Lichtspiele im Schatten der Armut

2016.LichtspieleDie „Projektionskunst“ – vor allem mit der so genannten „Laterna magica“ – war ein Vorläufer des Kinos in der zweiten Hälfte des 19. Jahr-hunderts. Bunte Bilder mit oft erstaunlichen Bewegungs-effekten wurden auf eine Leinwand projiziert, oft begleitet mit Live-Auftritten von Vortrags-künstlern oder Musikern. Die Veranstaltungen fanden in Schulen, Veranstaltungssälen oder Kirchen statt. Die projizierten Bilder waren in der Regel quadratisch oder kugel-rund. Das Buch von Ludwig Vogl-Bienek (Trier) widmet sich im Zentrum der hohen gesellschaft-lichen Relevanz der Projektionskunst. Soziale Aktivisten und engagierte Künstler wollten damals mit eindringlichen Bildern auf die Lebensverhältnisse von Armen, vor allem von armen Kindern aufmerksam machen. In seinem Einleitungskapitel formuliert der Autor die historischen Voraussetzungen für die Projektionskunst, schildert den Stand der Forschung, den Quellenzugang und die materielle Überlieferung. Vorgestellt werden anhand von zeitgenössischen Aufführungsberichten und Abbildungen vier Spielstätten in England: die Londoner Royal Polytechnic Institution, der Gilchrist Educational Trust in Mossley nahe Manchester, die Kirche St. Mary at Hill in der City von London und eine Public Hall in der Londoner Vorstadt. Dargestellt werden die Phasen der Inszenierung wie der Aufführung. Es geht dann um Aktionsfelder, Themen, Adressaten. Ein eigenes Kapitel ist der Produktion von Laternbilderserien gewidmet. Der Anhang enthält fünf hervorragend illustrierte Skizzen zum dramaturgischen Gestaltungspotential. Die Forschungsergebnisse des Autors sind beeindruckend. Besonders zu loben ist die Qualität der meist farbigen Abbildungen. Band 103 der nexus-Reihe des Stroemfeld Verlages. Mehr zum Buch: buecher_L_718_1/

Ausstellung „Things to Come“

2016.Things to ComeIm Museum für Film und Fernsehen wurde gestern die Ausstellung „Things to Come“ eröffnet. Der Titel bezieht sich auf den britischen Film THINGS TO COME (1936), den William Cameron Men-zies nach dem Roman von H. G. Wells gedreht hat. Die Ausstellung auf drei Etagen im Filmhaus am Potsdamer Platz ist der Geschichte des Science-Fiction-Films gewidmet und hat drei Themen: Der Welttraum / Die Gesellschaft der Zukunft / Das Fremde. Spektakuläre Medieninstallationen und eine interessante Raumarchitektur öffnen den Blick auf das Genre und stellen die wichtigsten Fragen nach der Zukunft, wie sie sich im Film abbilden lässt. In mehr als 30 Kompilationen werden Filmszenen gezeigt, rund 300 Exponate erfüllen die Anforderungen an eine Ausstellung und der Bogen spannt sich von METROPOLIS (1926) bis zu INTERSTELLAR und EDGE OF TOMORROW (2014). Natürlich fehlen nicht die legendäre deutsche Serie RAUMPATROUILLE (1966), die amerikanische Serie STAR TREK (1966-69), Stanley Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY (1968), ENEMY MINE (1985) und THE MATRIX (1999). Eine begehbare Kommandobrücke gibt den Blick auf den nachtblauen Kosmos frei, in einem „klinischen Labor“ werden Alienplastinate und -kostüme ausgestellt. Die aufwendige Ausstellung wurde von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Sie hat eine relativ lange Laufzeit und ist bis zum 23. April 2017 zu sehen. Ab Mitte September gibt es eine Filmreihe zur Ausstellung im Bundesplatz-Kino.Auf den Katalog, der im Kerber Verlag erschienen ist, gehe ich in anderem Zusammenhang ein. Mehr zur Ausstellung: 2016/things-to-come

Unser Le Mans

2016.Unser Le MansDer deutsche Schauspieler Siegfried Rauch (*1932) und der amerikanische Schauspieler Steve McQueen (1930-1980) haben 1971 die Hauptrollen in dem Film LES MANS gespielt und waren dann eng befreundet. Von dem Film und der Freund-schaft handelt der Bildband „Unser Le Mans“, den Hans Hamer im Verlag Delius Klasing herausgegeben hat. Steve McQueen war bekanntlich ein begeisterter Rennfahrer und beim Le Mans-Projekt der Initiator und die treibende Kraft. Er wollte ursprünglich selbst an dem 24-Stunden-Rennen 1970 teilnehmen, was ihm aber verwehrt wurde. Aus einem geplanten Dokumentarfilm wurde schließlich ein dokumentarischer Spielfilm. McQueen übernahm die Rolle des amerikanischen Rennfahrers Michael Delaney, Rauch spielte den deutschen Fahrer Erich Strahler. Im Kapitel „Start“ erzählt Siegfried Rauch von der Zusammenarbeit und Freundschaft mit McQueen. Das Kapitel „Race“ dokumentiert die 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1970. Das Kapitel „Making Of“ erinnert an die damaligen Dreharbeiten; zu Wort kommen u.a. der Produktionsassistent Christian Rimi, der Journalist Adriano Cimarosti, die Film-Fahrer Jürgen Barth, Derek Bell, Herbert Linge und David Piper, zwei Stuntmen und der Le Mans-Sieger von 1970, Richard Attwood, der auch im Film mitgespielt hat. Das Kapitel „Heritage“ handelt von Porsche-Wagen 45 Jahre später und vermittelt Gedanken des neunfachen Le Mans-Siegers Tom Kristensen. Das Buch ist vor allem für Motorfreunde und McQueen-Fans gedacht. Liebevoll ediert. Mehr zum Buch: Unser+Le+Mans.217553.html

Siegfried Mattl

2016.Siegfried MattlSiegfried Mattl war ein Wiener Historiker, für den der Film eine große Bedeutung hatte. Er starb im vergangenen Jahr im Alter von 61 Jahren. Synema und das Öster-reichische Filmmuseum haben ihm jetzt einen Textband in ihrer schönen Schriftenreihe gewidmet, den Drehli Robnik, ein enger Mitarbeiter Mattls, herausgegeben hat. Das Spektrum der Themen ist weit, ich nenne einige Aufsätze, die mir besonders gut gefallen haben: im Kapitel „Rotes und anderes Wien“ die Texte „A Sense of Place“ (über Wien im Film), „Die ephemere Stadt“ (über urbane Sequenzen in Wiener Amateur- und Gebrauchsfilmen“) und vor allem „Filmgeschichte als Sozialgeschichte“ (über die Stadt Wien nach 1945); im Kapitel „Wie verfahren? Forschungsfragen“ die Texte „Foto, Film, Geschichte“ (über das Bild der Vergangenheit bei Siegfried Kracauer, Georges Duby und Marc Bloch), „Fiktion und Revolte“ (über Kreuzungslinien von Politik, Geschichte und Cinephilie bei Jacques Rancière) und „Populare Erinnerung“ (zur Nahbeziehung von Film und Geschichte); im Kapitel „Kämpfe/Gedächtnisse“ die Texte „Film versus Museum“ (über Unterschiede und Gemeinsamkeiten), „Transgression und grotesker Körper“ (über David Cronenbergs DEAD RINGERS), „Cold War, Cool Warriors“ (über Hollywoods Koreakriegsfilme um 1960), „Epochenbild“ (über Michael Hanekes Film DAS WEISSE BAND), „Journalist aus Leidenschaft“ (über Claude Lanzmanns Memoiren „Der patagonische Hase“) und „Die Masken der Authentizität“ (von D. A. Pennebakers DON’T LOOK BACK zu Todd Haynes’ I’M NOT THERE). Es überrascht, wie man auch über historischen Themen pointiert und witzig schreiben kann. Titelfoto: Bob Dylan in DON’T LOOK BACK. Mehr zum Buch: die_strahlkraft_der_stadt

Trilogie von Ang Lee

2016.DVD.Ang LeeAng Lee (*1954 in Taiwan) lebt und arbeitet seit 1978 in den USA. Er ist inzwischen ein erfolgreicher, internatio-nal anerkannter Regisseur, der in vielen Genres unter-wegs ist. Sein bisher letzter Film war das Abenteuer-Drama LIFE OF PI (2012). Begonnen hat er seine Karriere mit der Trilogie „Father Knows Best“, in der das Familienoberhaupt (jeweils gespielt von Sihung Lung) die dominante Rolle spielt. Bei Koch Media sind die drei Filme jetzt als DVD erschienen. Im ersten Film, SCHIEBENDE HÄNDE (1991) geht es um einen chinesischen Tai-Chi-Lehrer, der seinen Lebensabend bei seinem Sohn in New York verbringen möchte; die Wohngemeinschaft scheitert vor allem an den Kommunikationsproblemen mit der Schwiegertochter, einer Schriftstellerin mit Schreibblockade. Zwischenzeitlich landet der alte Mann sogar im Gefängnis. Am Ende arbeitet er aber wieder als Tai-Chi-Lehrer, und die Schwiegertochter wird ein Buch über eine chinesische Einwanderungsfamilie schreiben. Eine wunderbare Tragikomödie. Der zweite Film, DAS HOCHZEITSBANKETT (1993), erzählt die Geschichte eines schwulen Exil-Taiwaners in New York, der eine Scheinehe mit einer Malerin eingehen will. Seine Eltern reisen überraschend zur bevorstehenden Hochzeit an und verursachen damit große Konflikte. Als sie am Ende nach Taiwan zurückkehren, hinterlassen sie zwei glückliche Männer und eine schwangere Frau in New York. Der Film gewann auf der Berlinale 1993 den Goldenen Bären. Der dritte Film, EAT DRINK MAN WOMAN (1994), spielt in Taipeh. Im Mittelpunkt steht hier ein verwitweter Meisterkoch mit drei erwachsenen Töchtern, dem zunehmend sein Geschmackssinn abhanden kommt. Die älteste und die jüngste Tochter finden die für sie richtigen Männer, die mittlere Tochter wird Köchin. Ihre Suppe ist am Ende so köstlich, dass der Vater wieder schmecken kann. Eine subtile Komödie über Generationskonflikte und Rituale. Alle DVDs mit Bonusmaterial. Mehr zu den DVDs: 1004923&nav1=FILM

Jutta Brückner

2016.Jutta BrücknerJutta kenne ich seit 1977. Da habe ich ein Gespräch mit ihr über ihren Film EIN GANZ UND GAR VERWAHR-LOSTES MÄDCHEN bei der Duisburger Filmwoche geführt. Ich schätze ihre Filme, die deutlich mehr aus dem Kopf als aus dem Bauch gemacht sind. Besonders beeindruckt haben mich HUNGERJAHRE (1977), EIN BLICK UND DIE LIEBE BRICHT AUS (1986) und HITLERKANTATE (2006). 1996 haben wir sie als Mitglied in die Akademie der Künste gewählt. 2003 wurde sie meine Stellvertreterin in der Leitung der Sektion Film- und Medienkunst, von 2009 bis 2015 war sie unsere Direktorin. Da sie eine energische und zielbewusste Person ist, haben die Sektion und der Senat der Akademie von ihrem Engagement sehr profitiert. Wir verstehen uns gut und sind in vielen Fragen gleicher Meinung. An einen richtigen Streit kann ich mich nicht erinnern. Ich schätze sie auch sehr als Textautorin, sie hat an verschiedenen Publikationen der Kinemathek mitgearbeitet. Ich bin gespannt auf die Realisierung der Projekte, die sie vorbereitet. Heute feiert Jutta ihren 75. Geburtstag. Ich gratuliere ihr herzlich und wünsche ihr Gesundheit und Kraft für die Zukunft.

Der Kinogeher

2016.Der Kinogeher1Im Mai wäre der amerikanische Schriftsteller Walker Percy hundert Jahre alt geworden. Der Suhrkamp Verlag hat aus diesem Anlass den Roman „Der Kinogeher“ neu aufgelegt. In den USA ist er 1961 erschienen, in Deutschland, übersetzt von Peter Handke, 1980. Ich habe das Buch jetzt zum ersten Mal gelesen und fand es sehr spannend. Erzählt wird die Lebensgeschichte des knapp 30jährigen Maklers Jack Bolling, der in einer wohl-habenden, aber komplizierten Familie in New Orleans aufgewachsen ist, traumatische Erfahrungen im Koreakrieg gemacht hat, intime Verhältnisse mit seinen wechselnden Sekretärinnen eingeht, gern Filme im Kino sieht und am Ende seine sehr instabile Cousine Kate heiratet. Eine dominante Rolle spielt seine Tante. Als Ich-Erzähler ist Jack, genannt Binx, vor allem auf der Suche nach seiner Identität. Zu den Filmen, die Jack teils allein, teils in Begleitung sieht, gehören STAGECOACH von John Ford, THE OX-BOW INCIDENT von William A. Wellman, THE THIRD MAN von Carol Reed, PANIC IN THE STREETS von Elia Kazan, IT HAPPENED ONE NIGHT von Frank Capra, FORT DOBBS von Gordon Douglas und RED RIVER von Howard Hawks. Die Anmerkungen zu den Filmen sind in der Regel nur kurz, aber sie wirken pointiert. Und es gibt eine sehr schöne persönliche Begegnung mit William Holden. Andere Schauspielerinnen und Schauspieler fließen assoziativ in den Text ein. „The Moviegoer“ war der erste Roman von Walker Percy. Der Autor starb 1990 in Louisiana. Mehr zum Buch: walker_percy_22494.html

Artur Brauner-Filmpreis

2016.Thomas KufusHeute Abend wird im Kino des Hollywood Media Hotels am Kurfürstendamm in Berlin der Artur-Brauner-Filmpreis verliehen. Er ist mit 25.000 € dotiert und geht an den Produzenten Thomas Kufus für den Film DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER. Mit dem Artur-Brauner-Filmpreis kann ein Filmproduzent ausgezeich-net werden, „der sich in einem deutschsprachig produzierten Film mit dem Spannungs-verhältnis zwischen Menschen unterschiedlicher Religion, Hautfarbe, gesellschaftlicher oder ethnischer Herkunft, insbesondere auch mit jüdischen Schicksalen, auseinandersetzt und dem Filmpublikum auf diese Weise Toleranz und humanistische Ethik näher bringt“, heißt es in der Stiftungssatzung. Die Jury – Kirsten Harms, Volker Hassemer, Walter Momper, Hans Helmut Prinzler und Artur Brauner als ihr Vorsitzender – sieht das bei dem Film DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER in hervorragender Weise erfüllt. Der Film blickt zurück in die Bundesrepublik der 1950er Jahre, in der die Vertuschung der Nazi-Verbrechen und die Intoleranz gegen gesellschaftliche Einzelkämpfer dominant waren. Im Mittelpunkt des Films steht eine historische Figur: der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (gespielt von Burghart Klaußner), der damals die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust-Thema gefordert und eine entscheidende Rolle beim Zustandekommen des Auschwitz-Prozesses gespielt hat. Thomas Kufus ist Geschäftsführer der Firma „zero one film“ und hat in den vergangenen zwanzig Jahren zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme für Kino und Fernsehen produziert. Die Großprojekte 24 STUNDEN BERLIN und 24 STUNDEN JERUSALEM haben ihn auch international bekannt gemacht.

DIE FRAU MIT DER KAMERA

2016.Abisag TüllmannDer Film über ihre Freundin, die Foto-grafin Abisag Tüllmann (1935-1996) war ein Herzensprojekt von Claudia von Alemann. Ab morgen ist er im Kino zu sehen. Mir hat dieses Porträt, das mit einem langsamen Gang durch die Wohnung kurz nach ihrem Tod beginnt und mit dem Foto endet, das wir auf dem Plakat sehen, sehr gut gefallen. Es ist nicht nur der Film über eine große Künstlerin, sondern auch über eine Freundschaft, die diese beiden Frauen über mehr als drei Jahrzehnte verbunden hat. Wir sehen hunderte von Fotos, die uns zurückführen in die Konflikte der 1960er und 70er Jahre, beginnend mit der Unter-zeichnung des Oberhausener Manifests. Freundinnen und Freunde erzählen von Abisag Tüllmanns Leben und ihrer Arbeit, darunter die Malerin Sigrid Baumann-Senn, der Arzt Mathis Bromberger, die Fotografin Barbara Klemm, der Designer Josef Bar-Pereg, die Produzentin Helma Schleif. Sie war Standfotografin bei den Filmen DIE ALLSEITIG REDUZIERTE PERSÖNLICHKEIT von Helke Sander und DIE REISE NACH LYON von Claudia von Alemann. Ein eigenes Kapitel ist ihren Theaterfotografien gewidmet, sie hat Inszenierungen von Claus Peymann, Ruth Berghaus, Peter Stein, Luc Body, Robert Wilson, Andrea Breth und George Tabori begleitet. Sie war sozial engagiert und hat Obdachlose fotografiert, sie war unterwegs in Algerien, in Rhodesien, in Israel. Sie hat langsam und sehr nachdenklich gesprochen, schnell und meist im entscheiden Moment auf den Auslöser der Kamera gedrückt. Porträts von Künstlerinnen und Künstlern ist ebenfalls ein eigenes Kapitel gewidmet. Am Ende des Films gibt es Ausschnitte aus einem späten Interview, in dem sie sich über Veränderungen in der Fotografie äußert. Beeindruckend! Auch wenn die Kritiken zum Film bisher eher ambivalent sind: ich hoffe, es werden ihn viele Menschen sehen, die mehr über Abisag Tüllmann wissen möchten. Mehr zum Film: abisag-tuellmann-stiftung.de/aktu.htm