Mata Hari

Am 15. Oktober 1917, also heute vor 100 Jahren, wurde die Spionin Mata Hari im Festungsgraben des Schlosses Vincennes im Süden von Paris von einem Exekutionskom-mando erschossen. Sie ist zu einem Mythos geworden. Berühmt wurde Margaretha Zelle – geboren am 7. August 1876 in Leeuwarden/ Nie-derlande – als Tänzerin in Paris, wo sie 1905 ihren Künstlernamen Mata Hari (javanisch: Auge des Tages) annahm und einige Jahre große Erfolge hatte. Vorausgegangen waren eine konfliktreiche Ehe mit einem Kolonialoffizier, schwierige Jahre auf Java und Sumatra, die Geburt von zwei Kindern, die Rückkehr nach Europa, die Trennung von ihrem Ehemann und viele Versuche, eine eigenständige Existenz aufzubauen. Nach dem Ausbruch des Weltkriegs geriet sie eher durch Zufall zwischen die Fronten und wurde unter dem Decknamen H 21 zur Spionin für den deutschen Geheimdienst. In der Reclam-Reihe 100 Seiten hat die Historikerin Claudia Mocek ein materialreiches Büchlein publiziert, das viele Informationen enthält, leider auf Seite 1 auch die falsche, dass Marlene Dietrich sie in einem Film verkörpert habe; MD hat in dem Film DISHONORED die Geheimagentin X 21 gespielt und war die Antwort von Paramount auf den Garbo-Film von MGM. Dennoch: das Buch ist spannend zu lesen. Mit Abbildungen und einer Literaturliste. Mehr zum Buch: Mata_Hari__100_Seiten

Unter den zahlreichen Verfilmun-gen des Mati Hari-Stoffes ist der frühe Tonfilm von George Fitz-maurice der bekannteste. Vor allem, weil Greta Garbo die Titelrolle spielt. Und sie ist wirklich grandios. Den Film MATA HARI, AGENT H 21 (1964) von Jean-Louis Richard mit Jeanne Moreau finde ich akzeptabel, die späteren Filme von Paul Verhoeven (1966) mit Louise Martini, David Carradine (1978) mit Calista Carradine und von Curtis Harrington (1985) mit Sylvia Kristel fand ich interessant. Den Fernsehfilm MATA HARI – TANZ MIT DEM TOD (2017) von Kai Christiansen mit Natalia Wörner habe ich nicht gesehen. Natürlich gibt es den Greta Garbo-Film auf DVD: mata+hari+dvd .

Stummfilmmusik

Eine Dissertation, die am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien entstanden ist. Maria Fuchs stellt das „Allgemeine Hand-buch zur Film-Musik“ aus dem Jahr 1927 in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Sie referiert zunächst den Stand der For-schung zur Filmmusikgeschich-te in Deutschland und informiert über die Entwicklungen der Stummfilmmusik. Die Heraus-geber des Handbuchs, Giuseppe Becce, Hans Erdmann und Ludwig Brav, werden in diesem Zusammenhang biografisch vorgestellt. Ein eigenes Kapitel ist dem „Entstehungskontext der musikalischen Hermeneutik“ gewidmet; große Bedeutung hat hier der Musikwissenschaftler Hermann Kretzschmar. Sehr differenziert werden dann zeitgenössische Schriften zur Stumm-filmmusik in Deutschland dargestellt. Der Blick richtet sich schließlich auf das „Allgemeine Handbuch der Film-Musik“, auf dessen Repertoire-auswahl des „Thematischen Skalenregisters“ und seine Gliederung. Ein spezielles Kapitel ist schließlich dem Komponisten Ernö Rapée vorbehalten, der von Hans Erdmann unangemessen scharf kritisiert wurde, was man aus heutiger Sicht als Antiamerikanismus bezeichnen kann. Abbildungen sind vor allem Notenbeispiele. Faksimilierte Dokumente werden als „Beilagen“ dokumentiert. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis schließt den Band ab. Für die Beschäftigung mit Stummfilmmusik ist das Buch unabdingbar. Mehr zum Buch: 554-stummfilmmusik.html

Plakate der Russischen Avantgarde

Die 1920er Jahre waren eine kreative Phase der russi-schen Malerei und Grafik. Das machen bis heute die Filmplakate deutlich, die damals entstanden sind. In der „Bibliotheca Universalis“ des Taschen Verlages hat jetzt die amerikanische Werbetexterin Susan Pack einen Band mit 250 Plakat-abbildungen herausgegeben. Zu großen Teilen stammen sie aus ihrer Sammlung, die sie seit den 70er Jahren mit Leidenschaft betreibt. Es sind über-wiegend russische Filme, für die auf den Plakaten auf originelle Weise geworben wurde, aber zu entdecken sind auch amerikanische Titel (Filme von Charles Chaplin, Buster Keaton, Harold Lloyd, Fred Niblo, Allen Dwan) und zahlreiche deutsche Filme, zum Beispiel DIE AUSTERNPRINZESSIN von Ernst Lubitsch, DR. MABUSE, DER SPIELER von Fritz Lang, FRÄULEIN RAFFKE von Richard Eichberg, DER LETZTE MANN von Friedrich Wilhelm Murnau, DAS WACHSFIGURENKABINETT von Paul Leni, DIE ANDERE von Gerhard Lamprecht, DÜRFEN WIR SCHWEIGEN? von Richard Oswald, DIE LETZTE DROSCHKE VON BERLIN von Carl Boese, BERLIN. DIE SINFONIE DER GROSSSTADT von Walter Ruttmann, DER MANN IM FEUER von Erich Waschneck, WINDSTÄRKE 9 von Reinhold Schünzel, SECHS MÄDCHEN SUCHEN NACHTQUARTIER von Hans Behrendt, LOOPING THE LOOP von Artur Robison, DER LEBENDE LEICHNAM von Fedor Ozep, DIE ROTHAUSGASSE von Richard Oswald, TRAGÖDIE von Carl Froelich. Viele Entwürfe stammen von den Brüdern Georgi und Vladimir Stenberg. Susan Pack hat ein informatives Vorwort geschrieben. Ein dreisprachiger Bildband (Deutsch, Englisch, Französisch) mit über 500 Seiten, für 14,99 € sehr preiswert. Die Coverabbildung zeigt den Plakatentwurf zum russischen Film DAS PRIVATLEBEN DES PETER WINOGRAD. Mehr zum Buch: filmposter_der_russischen_avantgarde.htm

„Texte zum Film“ von Maria Lang

Im September hat Ute Aurand im Zeughauskino eine Werkschau mit Filmen von Maria Lang gezeigt und ein Buch mit Texten von ihr ediert. Maria Lang hat von 1980 bis 1985 an der dffb studiert, ihr Abschlussfilm war ZÄRTLICHKEITEN. 1991 ist sie in ihren Heimatort Zusmars-hausen zurückgekehrt, um dort ihre pflegebedürftige Mutter zu betreuen. 2014 ist sie aus dem Leben geschieden. In ihren Texten beschäftigt sie sich mit Gertrude Stein und Hannah Arendt, mit Filmen von Frauen und über Frauen, mit der Ulmer Hochschule für Gestaltung und der dffb, mit ihren Gedanken, Gefühlen und Hoffnungen. Einige Texte sind Vorträge oder Filmeinführungen. Sie sind nicht chronologisch geordnet, sondern klug montiert und bekommen dadurch einen eigenen, assoziativen Fluss. Die Lektüre macht nachdenklich, zwischendurch traurig, aber am Ende doch auch glücklich. Denn es ist ein Buch, das einen im Inneren bewegt, weil der Tonfall der Texte reflexiv, zärtlich und sensibel ist. Mit einem Vorwort von Ute Aurand. Mehr zu Maria Lang, zur Filmreihe und zum Buch: taz.de/!5447079/ . Das Buch bestellen kann man bei der Herausgeberin: uteaurand.de/kontakt.php. Es kostet 15 €.

Sean Penn

Eine Magisterarbeit, die an der Universität in Mainz entstanden ist. Ben Kaufmann beschäftigt sich mit den „Amerikanischen Formen der Ver- und Entwurze-lung in den Filmen von Sean Penn“. Fünf Regiearbeiten von Penn – THE INDIAN RUNNER (1991), THE CROSSING GUARD (1995), THE PLEDGE (2001), der Beitrag zum Episodenfilm 11’09’’01 – SEPTEMBER 11 (2002) und INTO THE WILD (2007) – werden auf kollektive, familiäre und persönliche Verbindungen untersucht. Besonders interessant finde ich die Entschlüsselungen des Autors im Blick auf John Cassavetes und seinen Film THE KILLING OF A CHINESE BOOKIE (1976), Charles Bukowski und seinen Gedichtband „War All the Time“ (1984), Dennis Hopper und seinen Fotografie-Band „Out of the Sixties“ (1986) und Bruce Springsteen und sein Musikalbum „Nebraska“ (1982). Die Erkenntnisse werden sehr konkret und differenziert dargestellt. Der jüngste Film von Sean Penn, THE LAST FACE (2016) mit Charlize Theron und Javier Bardem, konnte natürlich noch nicht berücksichtigt werden. Er ist übrigens seit kurzem auf DVD und Blu-ray zu bekommen. Keine Abbildungen. Coverfoto: THE INDIAN RUNNER. Mehr zum Buch: product=29579

DIE KINDER VON GOLZOW (1961-2007)

Der erste Film hieß WENN ICH ERST ZUR SCHULE GEH, er wurde 1961, kurz nach dem Bau der Mauer gedreht, dauerte 13 Minuten und war der Ausgangspunkt für die Langzeit-beobachtung einer Schulklasse im brandenburgischen Golzow, einer Gemeinde im Oderbruch. Winfried Junge (*1935), der Regisseur des Kurzfilms, blieb den Kindern von Golzow 46 Jahre verbunden. Insgesamt entstanden zwanzig Filme, 1992 wurde Barbara Junge zur Co-Regisseurin, der letzte Film hieß …DANN LEBEN SIE NOCH HEUTE – DAS ENDE DER UNENDLICHEN GESCHICHTE (2007). Ich erinnere mich, dass ich 1982 im Berlinale-Forum den Film LEBENSLÄUFE gesehen habe und nach mehr als vier Stunden tief beeindruckt war. Nach der Vorführung von DREHBUCH – DIE ZEITEN, elf Jahre später, erging es mir nicht anders. Die folgenden Filme waren jeweils einzelnen Personen gewidmet, die man als Schüler kennen gelernt hatte und nun als Erwachsene wiedersah: Jürgen, Willy, Elke, Marieluise, Brigitte und Marcel, Dieter, Jochen, Bernd. Beharrlichkeit und Geduld bei Langzeitbeobachtungen lohnen sich. Das spürt man wieder, wenn man sich als Zuschauer Zeit nimmt. Bei Absolut Medien ist jetzt in sechster Auflage eine Box mit 18 DVDs der KINDER VON GOLZOW zum Sonderpreis von 99,90 € erschienen. Neu ist der Bonusfilm DER DEFA-KOMPLEX (60 min.). Für rund 45 Stunden Film in Schwarzweiß und Farbe, mit Blicken in die DDR-Vergangenheit und die ersten Jahre der Nachwendezeit ist das sehr preiswert und lohnt sich unbedingt. Mehr zur DVD: Die+Kinder+von+Golzow+%2818+DVD+im+Schuber%29

The Great Gun of the Lantern

Eine Dissertation, die an der Universität Trier entstanden ist. Karen Eifler untersucht den Lichtbildereinsatz sozialer Organisationen in Großbritan-nien (1875-1914). „Lantern Lectures“ (Lichtbildervorträge) gehörten damals zum festen Bestandteil des Angebots öffentlicher Bildungsveranstal-tungen. Der Projektor galt als „Great Gun“, als großartige Bilderkanone. Die Massen-wirksamkeit war offenbar sehr groß. Die Autorin geht vor allem den Fragen nach: Welchen Umfang erreichte der Lichtbildereinsatz sozialer Organisationen? Auf welchen Wegen verbreiteten soziale Organisationen Lichtbilder? Wie wurden Lichtbilder präsentiert? Aus welchen Gründen waren Veranstaltungen mit Projektionsaufführungen attraktiv? Welchen Anteil hatten die Präsentationspraktiken an Erfolgen des Lichtbildereinsatzes sozialer Organisationen? Oft fanden die Projektionen im Zusammenhang mit Gottesdiensten, Speisungen und gemeinsamem Singen statt. Zwei christliche Organisationen der Temperenzbewegung, drei Organisationen christlicher Mission und Unterweisung sowie zwei säkulare sozialpolitische Organisationen bilden die Basis der Untersuchung. Ein Beitrag zu einem bisher wenig beachteten Bereich der Mediengeschichte. Mit Abbildungen. Coverfoto: Church Army Archive at Headquarters Sidcup/Sheffield. Mehr zum Buch: the-great-gun-of-the-lantern.html

Fluchtpunkt Film

Eine Dissertation, die an der Universität Münster entstan-den ist. Alina Laura Tiews beschäftigt sich sehr diffe-renziert mit „Integrationen von Flüchtlingen und Ver-triebenen durch den deut-schen Nachkriegsfilm 1945-1990“, also in Ost und West. Rund 80 Filme waren die Basis ihrer Untersuchung, Kinofilme und vor allem Fernsehfilme. Dokumentar-filme wurden nicht berück-sichtigt. Sieben Filme stam-men aus der unmittelbaren Nachkriegszeit: die ostdeut-schen DEFA-Filme IRGENDWO IN BERLIN von Gerhard Lamprecht, FREIES LAND von Milo Harbich, DIE BRÜCKE von Artur Pohl, die westdeutschen Produktionen FILM OHNE TITEL von Rudolf Jugert, IN JENEN TAGEN von Helmut Käutner, LANG IST DER WEG von Herbert B. Fredersdorf und ZWISCHEN GESTERN UND MORGEN von Harald Braun, alles so genannte „Trümmerfilme“. Heimatfilmen wie GRÜN IST DIE HEIDE von Hans Deppe (1951, West) und SCHLÖSSER UND KATEN von Kurt Maetzig (1956/57, Ost) ist ein weiteres Kapitel gewidmet. Dann folgt die Zeit der Umbrüche (1965-1975). Hier ist die Analyse der STAHLNETZ-Folge REHE (1964) von Jürgen Roland besonders interessant. Im letzten Kapitel geht es um die Historienfilme ab 1965. Beeindruckend: die Analyse der DDR-Fernsehromane WEGE ÜBERS LAND (1968) von Martin Eckermann und DANIEL DRUSKAT (1976) von Lothar Bellag. Für die BRD stehen als wichtigste Beispiele JAUCHE UND LEVKOJEN und NIRGENDWO IST POENICHEN (1977/78) von Günter Gräwert, Rainer Wolffhardt und Rolf Hädrich und HEIMATMUSEUM (1988) von Egon Günther. Die abschließende Analyse gilt der DDR-Fernsehserie MÄRKISCHE CHRONIK (1983) von Hubert Hoelzke. Die Autorin vermittelt sehr konkret ihre eigenen Beobachtungen, informiert aber auch über die zeitgenössische Rezeption. Mit Abbildungen. Coverfoto: MÄRKISCHE CHRONIK. Mehr zum Buch: 779-fluchtpunkt-film.html

„Hollywood“ ignorieren

Es ist der Begriff „Hollywood“, den der Frankfurter Philoso-phie-Professor Martin Seel in den 13 Essays dieses Buches ignoriert, nicht aber der ameri-kanische Film. In zwei Texten nähert er sich zunächst dem Kino mit philosophischen Fragestellungen, und ganz am Ende geht es schlicht um das „Kunstschöne“. Im Mittelpunkt stehen neun Beiträge zu einzel-nen Filmen oder Genres. Herausragend finde ich die Analysen von John Fords THE SEARCHERS („Ethan Edwards und einige seiner Verwandten“) und THE MAN WHO SHOT LIBERTY VALANCE („Von der Undurchsichtigkeit normativen Wandels“). Zwei Beiträge beschäftigen sich mit dem europäischen Kino, mit PRÉNOM CARMEN von Jean-Luc Godard („Von der Unzuverlässigkeit des Kinos“) und CACHÉ von Michael Haneke („Anonyme Bilder verdeckter Gewalt“). Detailliert untersucht werden HEAT von Michael Mann („Ein Duell in der Grauzone von Gesetz und Gewalt“), AMERICAN SNIPER von Clint Eastwood („Schießstand als Therapiezentrum“) und APOCALYPSE NOW von Francis Ford Coppola („Kann es einen gerechten Kriegsfilm geben?“). Schließlich geht es noch um den zweiten Irakkrieg im Kino und die indirekten Filme über 9/11 und die Folgen. Einige Texte wurden bereits an entlegener Stelle publiziert. Sie fügen sich mit den bisher unveröffentlichten zu einem sehr interessanten Erkundungsgang durch die Filmgeschichte der vergangenen Jahrzehnte. Das ist, wie schon Martin Seels Buch „Die Künste des Kinos“ (die-kunste-des-kinos/), sehr lesenswert. Coverabbildung: CACHÉ. Mehr zum Buch: 9783103972245

OLLE HENRY (1983)

Berlin 1947. Henry Wolters ist ein ehemaliger Profiboxer, der im Zweiten Weltkrieg seinen Beruf aufgegeben hat, ohne Alternativen zu kennen. Bei einer Hamsterfahrt fällt er aus dem Zug und landet, das ist sein Glück, bei dem Animiermäd-chen Xenia, die in einem ausrangierten Waggon auf einem Abstellgleis lebt. Sie kümmert sich um ihn, sein Comeback beginnt in einer Rummelplatzbude, er steigt wieder ins Profigeschäft ein, aber der erste Kampf endet mit einer schlimmen Niederlage. Xenia bleibt an seiner Seite, auch wenn Henry nicht wieder boxen wird. Ulrich Weiß (*1942) hat diesen DEFA-Film 1983 nach einem eigenen Drehbuch inszeniert, die Geschichte wird mit viel Empathie erzählt, die Zeitatmosphäre ist präsent. Star des Films ist natürlich Michael Gwisdek als Boxer Henry, immer schwankend zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Xenia wird von der attraktiven Ungarin Anikó Sáfár gespielt, in Nebenrollen sind Hermann Beyer, Ursula Karusseit und Ulrich Mühe zu sehen. Bei Icestorm/Spondo ist jetzt eine DVD des Films erschienen, die Bildqualität – HD remastered – finde ich beeindruckend. Zum Bonus-Material gehört die Dokumentation BERLIN IM AUFBAU von Kurt Maetzig (1946, 22 Minuten). Mehr zur DVD: olle-henry.html