Robert Redford 75

Robert Redford, einer der großen Darsteller des amerikanischen Kinos, wird heute 75 Jahre alt. Der irische Schriftsteller Michael Feeney Callan hat eine umfangreiche Biografie über ihn verfasst, die rechtzeitig auch auf Deutsch erschienen ist: Droemer Verlag, München, 752 Seiten, 22,99 €. Von Susan Vahabzadeh stammt eine sehr lesenswerte Rezension des Buches, die am 10. August in der  Süddeutschen Zeitung publiziert wurde.

20 Jahre montage/av

Seit zwanzig Jahren gibt es die filmtheoretische Zeitschrift montage/av. Sie behandelt – ihrem Titel gerecht werdend – Aspekte des Filmschnitts und der audiovisuellen Montage. Im Jubiläumsheft gibt es Beiträge u.a. von Hans Beller, Oksana Bulgakowa, Harun Farocki, Christine N. Brinckmann, Ulrich Gregor, Malte Hagener, Karl Prümm, Gerhard Schumm, Kristin Thompson und Hans J. Wulff, der auch zusammen mit Britta Hartmann für die Redaktion verantwortlich zeichnet. Gratulation zum Jubiläum!   Mehr über die Zeitschrift unter http://www.montage-av.de

Mythos DER PATE

Vor fast vierzig Jahren kam der erste Teil von Coppolas GODFATHER in die Kinos, vor zwanzig Jahren der dritte. Ein großes Filmepos des 20. Jahrhunderts. 14 Autorinnen und Autoren, alle der Filmwissenschaft der Universität Mainz verbunden, analysieren die wichtigsten Aspekte der inzwischen mythischen Trilogie. Der Band ist in der Reihe „Deep Focus“ bei Bertz + Fischer erschienen. Mit einem brillanten Farbteil in der Mitte. Es ist das zwanzigste Buch von Norbert Grob als Autor und/oder Herausgeber.

 

Abschied von Michael Althen

Der Autor und Kritiker Michael Althen, Filmredakteur der Frankfurter Allgemeinen, starb nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 48 Jahren. Sein Buch „Warte, bis es dunkel wird“, erschienen 2002, ist die schönste Liebeserklärung an das Kino, die ich kenne. „Wie sollen wir nur leben, schreiben, schauen ohne ihn?“, fragt Claudius Seidl in seinem Nachruf. Eine Anfang Mai eingerichtete Website mit seinen Texten wird von Freunden und Kollegen redaktionell betreut: www.michaelalthen.de

 

50. Lieferung CineGraph

Das Lexikon zum deutschsprachigen Film, herausgegeben von Hans-Michael Bock in Hamburg, gib es seit 1984 im Verlag edition text + kritik. Wer sich mit deutscher Filmgeschichte beschäftigt, kommt an ihm nicht vorbei. Es ist als Loseblattsammlung trotz Internet und „filmportal.de“ unverzichtbar. In der Jubiläumslieferung werden u.a. Lotte H. Eisner (gewürdigt von Michael Töteberg) und Pat & Patachon (porträtiert von Hauke Lange-Fuchs) mit Bio-/Filmographie und Essay vorgestellt . 137 Ergänzungsblätter zum einsortieren und nutzen.  Mehr über das Lexikon: http://www.cinegraph.de/CGLex.html

 

AugenBlick Nr. 50

Die „Marburger Hefte zur Medienwissen-schaft“ erschienen erstmal im Dezember 1985, herausgegeben vom Institut für Neuere deutsche Literatur an der Universität Marburg. Augen-Blick Nr. 1 war dem „neuesten deutschen Film“ gewidmet. In der Nr. 50 geht es um Bildpraxen zwischen Wissenschafts- und Populärkultur. Inzwischen handelt es sich um eine Publikation des Instituts für Medienwissen-schaft der Marburger Universität.

 

Schriften zum Kino

76 Texte von Karsten Witte (1944-1995) sind als Sammelband bei Vorwerk 8 in Berlin erschienen. Sie stammen aus den Jahren 1974 bis 93 und behandeln das (west) deutsche, das japanische, italienische, französische und afrikanische Kino und die Theorie von Filmkritik und Filmgeschichts-schreibung. Herausgegeben von Bernhard Groß und Connie Betz. Das Titelbild hat Ulrike Ottinger fotografiert. Auf critic.de gibt es eine lesenswerte Rezension des Buches von Bodo Traber:  karsten-witte-eine-ueberfaellige-wiederentdeckung-3490/

 

Verändertes Herausgeberkollegium

Seit 27 Jahren gibt es die Zeitschrift „MEDIENwissenschaft: Rezensionen-Reviews“. Sie wurde 1984 von Thomas Koebner und Karl Riha gegründet und liefert viermal im Jahr Besprechungen zu neuen Büchern aus den Bereichen „Medien/ Kultur“, „Buch, Presse und andere Druckmedien“, „Fotografie und Film“, „Hörfunk und Fernsehen“ und „Neue Medien“. In der Regel stammen die Rezensionen von kompetenten internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die Redaktion hat ihren Sitz in Marburg. Mit der Emeritierung von Karl Prümm hat sich jetzt das Herausgebergremium verändert. Verantwortung tragen nun Malte Hagener (Nachfolger von Karl Prümm), Angela Krewani, Karl Riha und Burkhard Röwekamp.

Michael Haneke

Daniela Sannwald hat als Gast-herausgeberin das Heft 21 der Film-Konzepte betreut Es ist dem Österreicher Michael Haneke gewidmet. In sieben exzellenten Beiträgen von Andreas Unterböck, Michael André, Christina Tilmann, Kristina Jaspers, Anke Sterneborg, Günter Krenn und der Herausgeberin werden viele der inzwischen schon 20 Filme des Regisseurs aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert. (Verlag edition text + kritik, 102 S., 21 €).

Das Ende der DEFA

1990 endete mit der deutschen Einigung die aktive Zeit des DDR-Filmkonzerns DEFA. Die Abläufe dabei waren unübersichtlich. Der Autor Wolfgang Gersch, in der DDR als Filmhistoriker tätig („Film bei Brecht“, „Schweizer Kinofahrten“, „Chaplin in Berlin“), übernahm 1990 im Kultur-ministerium der Regierung de Maizière als Abteilungsleiter Verantwortung für den Filmbereich und war ab Oktober 1990 Mitarbeiter im Filmreferat des Bundes (zuerst BMI, dann BKM). Gersch schildert in einem „persönlichen Bericht“, wie 1990 das Ende der DEFA begann. Sein Text mit Dokumenten (154 S.) ist höchst informativ und wurde als Manuskript von der DEFA-Stiftung herausgegeben. Für 7 € + Versand zu erwerben bei defa-spektrum. http://defa-spektrum.de/?Publikationen/module=Shop,Manuskripte,viewitem,00093