Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis

Heute wird Aki Kauris-mäki in Bielefeld, Murnaus Geburts-stadt, mit dem Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis ausgezeichnet. Diesen Preis gibt es seit 1988. Zu den Preisträgern gehörten in der Vergangenheit Eric Rohmer, Wim Wenders, Henri Alekan, Herbert Achternbusch, Jacques Rivette und Werner Herzog. Zwischen 2003 und 2009 gab es eine Verleihungspause. Vor zwei Jahren waren Werner Schroeter und Elfi Mikesch die Preisträger. Die diesjährige Jury (Christiane Heuwinkel, Daniel Kothenschulte, Stefanie Schulte Strathaus und Horst Annecke) hat für Kaurismäki votiert, und Ulrich Gregor wird die Laudatio halten. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert. Mehr zum Preis: verein.html

Fassbinder-Konferenzen

Heute beginnen in Berlin die Fassbinder-Kon-ferenzen. Sie werden – anlässlich des 30. Todes-tages von RWF – bis November an sechs Wochen-enden im Berliner Collegium Hungaricum veranstaltet und von einer Filmreihe im Zeughaus-kino begleitet. Organisator ist die Filmzeitschrift Revolver, die für die Zusammenstellung der Gäste verantwortlich ist. Jedes Konferenzwochenende hat einen thematischen Schwerpunkt: Parallelwelten (1), Geschichts-bilder (2), Über Politik (3), Wer liebt (4), Fernsehgeschichten (5), My Fassbinder (6). Förderungspartner der Reihe sind die Bundeszentrale für Politische Bildung, die Rainer Werner Fassbinder Foundation und der Hauptstadtkulturfonds. Mehr zu den Konferenzen: www.handsonfassbinder.de/

Michael Althen-Abend in Frankfurt

Am 12. Mai des vergangenen Jahres ist Michael Althen, mein Filmpartner bei AUGE IN AUGE und mein Freund, in Berlin gestorben. Er wurde nur 48 Jahre alt. Im Frankfurter Literaturhaus findet heute ein Gedenkabend für ihn statt. Dominik Graf, Wolfgang Höbel, Nicolette Krebitz, Ulrich Matthes und Tom Tykwer werden, moderiert von Hauke Hückstädt, lesend und im Gespräch an ihn erinnern. Die Website http://michaelalthen.de/ ist inzwischen zu einer Schatztruhe seiner Texte geworden. Sie wird weiterhin gefüllt.  Und am 21.Mai erscheint postum im Blessing Verlag sein Buch „Meine Frau sagt… Geschichten aus dem wahren Leben“. Mehr zum Buch:  e326071.rhd

Werner Schroeter im MoMA

Morgen beginnen im New Yorker Museum of Modern Art eine Ausstel-lung und eine Retro-spektive der Filme des deutschen Regisseurs Werner Schroeter (1945-2010). Gezeigt werden 40 Spielfilme und die frühen Kurzfilme. Schroeter war als Film- und Theater-regisseur einer der großen Kreativen in der Bundesrepublik seit den 1960er Jahren. Seine Ingeborg Bachmann-Verfilmung MALINA (1991) mit Isabelle Huppert ist für mich ein Meisterwerk. Stefan Droessler, Direktor des Münchner Filmmuseums, und Joshua Siegel, Associate Curator des MoMA-Film Departments, sind die Verantwortlichen der Retrospektive. Mehr zur Ausstellung und Retrospektive: calendar/films/1271.

Werner Richard Heymann

Heute Abend um 22.15 Uhr ist auf Arte ein neuer Film von Helma Sanders-Brahms zu sehen. Sie dokumentiert in SO WIE EIN WUNDER „das singende Kino des Werner Richard Heymann“. Der Komponist war stilprägend für die deutsche Tonfilmoperette der frühen 1930er Jahre. In Gesprächen, unter anderem mit der Tochter Elisabeth Trautwein-Heymann, und vielen Film-ausschnitten wird Heymanns Bedeutung in Erinnerung gerufen. Mehr zum Film: year=2012.html

40 Jahre AG Kino

Vor vierzig Jahren wurde von sieben Film-Enthusiasten, darunter der Abaton-Gründer Werner Grassmann, die AG Kino gegründet. Sie hat sich inzwischen zu einem Verbund von 300 deutschen Arthouse-, Gilde- und Programmkinos entwickelt. Heute findet zum 40. Geburtstag ein Festakt im Heimathafen Neukölln statt. Gastredner ist Kulturstaats-minister Bernd Neumann. Mehr über die AG Kino:  www.agkino.de/

Texte von Jacques Rancière

Der französische Philosoph Jacques Rancière (*1940) publiziert seit Ende der 1990er Jahre Aufsätze in den Filmzeit-schriften Cahiers du Cinéma und Trafic. In dem Band „Und das Kino geht weiter“ sind 19 Texte von Rancière erstmals auf Deutsch zugänglich. Rancière plädiert für das Widerständige im Film und argumentiert mit Beispielen aus der Filmgeschichte (Robert Bresson, John Ford, Charles Chaplin) und aus dem zeitgenössischen Kino (Abbas Kiarostami, Pedro Costa, Brüder Dardenne). Vor allem der Aufsatz „Die Füße des Helden“, erschienen 2005 in Traffic, hat mich mit seiner eigenwilligen Lesart der Filme John Fords sehr beeindruckt. Der Band, herausgegeben von Sulgie Lie und Julian Radlmeier, ist im August Verlag Berlin der Buchhandlung Walther König Köln erschienen. Mehr zum Buch: page_id=1348

20. Todestag von Marlene Dietrich

Am 6. Mai 1992 starb in Paris die Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich, eine Ikone der deutschen Kultur. Zum 20. Todestag wird an ihrem Grab auf dem Friedhof in der Stubenrauchstraße in Berlin-Friedenau ein Blumengebinde niedergelegt. Der Nachlass von Marlene Dietrich wird von der Deutschen Kinemathek betreut. Sie ist mit drei Räumen in der Dauerausstellung des Berliner Museums für Film und Fernsehen präsent. Marlene-Ausstellungen wandern um die Welt. Fünf meiner Eröffnungsreden aus den Jahren 1993 bis 2003 sind hier zu lesen: funf-reden-1993-2003/. Und im Tagesspiegel schreibt Udo Badelt über das Verhältnis zwischen Berlin und Marlene:  sie-war-gott-sei-dank-berlinerin/6594634.html

Neues griechisches Kino

Im Berliner Arsenal ist seit gestern eine Filmreihe zum neuen griechischen Kino zu sehen: 13 Spiel- und Dokumentar-filmen aus den Jahren 2009 bis 2012. Zu Gast sind die Filmemacher Yorgos Lanthimos und Athina Rachel Tsangari. Mehr zur Veranstaltung: article/3434/2796.html. Ein kenntnisreicher Aufsatz über das neue griechische Kino von Andreas Busche ist in der Mai-Nummer von epd Film zu lesen.

Mitgliederversammlung der AdK

Heute und morgen findet in der Akademie der Künste in Berlin die Frühjahrs-Mitgliederversammlung statt: Treffpunkt von Künstlern und Vermittlern in sechs Sektionen. Es wird geredet, geplant und gewählt. Klaus Staeck und Nele Härtling kandidieren für eine dritte Amtsperiode als Präsident und Vizepräsidentin. Und in einigen Sektionen wird es neue Direktoren oder Stellvertreter geben. Auch meine Amtszeit geht zu Ende, nach zwölf Jahren, wechselnd in erster oder zweiter Leitungsfunktion. Am Samstagabend gibt es eine Gedenkveranstaltung für den im Februar verstorbenen Thomas Langhoff. Und es stellen sich im Plenum und in den Sektionen die neuen Stipendiaten vor. Mehr Informationen über die Akademie, ihre zurzeit 398 Mitglieder und ihre Veranstaltungen:  www.adk.de/