James Bond und der Zeitgeist

2016-james-bondEine Dissertation, die an der Universität Oldenburg ent-standen ist. Julia Kulbarsch-Wilke untersucht die James Bond-Filme im historischen Kontext. Es sind, beginnend mit DR. NO (1962), inzwischen 24 Titel, wobei der letzte, SPECTRE (2015), eher am Rande behan-delt wird, weil er erst nach Fertigstellung der Dissertation in die Kinos kam. Nach Klärung von Quellenlage und Stand der Forschung informiert die Autorin zunächst über wichtige Elemente der Erfolgsgeschichte, ausgehend von den Romanen Ian Flemings, die eine eigene Struktur haben. Die Filme beginnen in der Regel mit der „Gunbarrel-Sequenz“ (fokussiert auf einen Pistolenlauf), haben eine „Vortitelsequenz“, die den Wiedererkennungswert erhöhen soll, einen kunstvoll gestalteten Vorspann mit Titelmusik und kommen schnell zur Sache: zum Problem, das James Bond diesmal lösen soll. Das Set-Design spielt immer eine große Rolle. Dann werden von der Autorin die bisher sechs Bond-Inkarnationen vorgestellt: Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig. Im folgenden Kapitel geht es um Bond und die Politik: zuerst den Kalten Krieg, dann Energie- und Drogenprobleme, dann die Schauplätze Silicon Valley und Afghanistan, den Fall des Eisernen Vorhangs, Relikte des Kalten Krieges, Rohstoffknappheit, neue Feindbilder, die Terrorgefahr. Ist Bond ein amerikanisierter Actionheld oder eine britische Symbolfigur?, fragt die Autorin am Ende. Im umfangreichsten Kapitel setzt sich Julia Kulbarsch-Willke dann mit Bond und den Frauen auseinander. Darüber hat sie schon ihre Diplomarbeit verfasst. Es geht um die Typisierung der Bond-Girls in den 1960er, 70er, 80er Jahren, in der Brosnan-Ära und danach, um die Sekretärin Miss Moneypenny und schließlich um die Chefin M in den Jahren 1995 bis 2015, dargestellt von Judi Dench. Im letzten Kapitel werden Rezeption und Rückwirkung der Bond-Filme in den verschiedenen Jahrzehnten beschrieben. Die Autorin ist natürlich mit den Filmen bestens vertraut, verirrt sich selten im wissenschaftlichen Überbau und macht dadurch die Lektüre fast unterhaltsam. Mit 52 farbigen Abbildungen in guter Qualität und umfangreichem Literaturverzeichnis. Mehr zum Buch: 67400d4730453

Poetik des Seriellen

2016-noch-einmal-andersIn zehn Beiträgen geht es hier um eine „Poetik des Seriellen“, die als kreative Möglichkeit positiv eingeschätzt wird, nicht nur im Hinblick auf den großen Erfolg der amerikanischen Fernsehserien. Der Literatur-wissenschaftler Rüdiger Campe (Yale University) geht in seinem Text sogar zurück zu Goethes „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter“, die er gern aufgewertet wissen möchte. Alys X. George (Stanford University) erinnert an die Sammellust von Bilderserien, blättert in den Orami-Alben der Weimarer Republik und findet auf den Fotos die berühmten Tänzerinnen und Tänzer der damaligen Zeit. Barbara Straumann (Universität Zürich) beschäftigt sich mit den viktorianischen Romanen von George Eliot und entdeckt Wieder-holungen und Differenzen. Christine Blättler (Universität Kiel) wagt vier Thesen zu Serialität und Poiesis: „1. Die Serie ist kein Ding. 2. Serialität ist nicht Wiederholungskunst. 3. Gleichzeitigkeit ist nicht zukunftslos. 4. Kultur ist keine Tragödie.“ Das begründet sie sehr pointiert. Bei der Amerikanistin Heike Paul (Universität Erlangen) geht es um „Das Geschlecht der Serie“. Der Medienwissenschaftler Lars Koch (TU Dresden) widmet sich in seinem sehr interessanten Beitrag David Finchers filmischer Auseinandersetzung mit der seriellen Form. Und Elisabeth Bronfen (Universität Zürich) richtet den Blick aufs Schachspiel, ausgehend von dem Film TINKER TAILOR SOLDIER SPY (2011), dann in den Serien THE HONOURABLE WOMAN (2014) und HOUSE OF CARDS (seit 2013) und fragt nach den Zusammenhängen zwischen Schachspiel und Politik. Sieben sehr lesenswerte Texte. Die drei anderen Beiträge haben mich nicht so interessiert. Mehr zum Buch: noch-einmal-anders-3377

Filmstil

2016-filmstilDer Band entstand im Rahmen des DFG-Netzwerks „Filmstil zwischen Kunstgeschichte und Medienkonvergenz“, verschie-dene Workshops fanden in den vergangenen Jahren in Marburg, Potsdam, Zürich und Wien statt, das Buch ist jetzt bei edition text + kritik erschienen. Die 15 Bei-träge sind den drei Abschnitten Stil-Konzepte, Stil-Fragen und Stil-Mittel zugeordnet. Julian Blunk eröffnet – nach der Einführung von Tina Kaiser und Dietmar Kammerer – den Textreigen mit dem Grundsatz-essay „Zum Transfer kunst-wissenschaftlicher Stilbegriffe in die Filmwissenschaft“, Chris Wahl lässt „Eine kleine Geschichte des Begriffs ‚Filmstil’ und seiner Bedeutung“ folgen. Guido Kirsten nutzt für seine „Thesen zur Theorie des Filmstils“ den Film HOTEL CHEVALIER von Wes Anderson. Kristina Köhler erinnert an eine Stildebatte im Weimarer Kino und bringt dabei Georg Otto Stindt, Erich Pommer und den Film DAS WACHSFIGURENKABINETT ins Spiel. Hauke Lehmann entdeckt einen „paranoiden Stil“ in ZERO DARK THIRTY von Kathryn Bigelow. Julian Blunk beschäftigt sich mit filmischen Künstlerbiografien u.a. über August Renoir, William Turner und Jan Vermeer. Evelyn Echle richtet den Blick auf den Film LOOS ORNAMENTAL von Heinz Emigholz über den Wiener Architekten Adolf Loos. Tina Kaiser reflektiert über die Stilelemente des Lichts (Béla Tarr), der Farbe (Lisandro Alonso), der Dramaturgie (Thomas Arslan) und führt uns dann zu Michelangelo Antonionis Film LA NOTTE. David Bordwell untersucht den Film THE PRESTIGE von Christopher Nolan. Barbara Flückinger äußert sich zum Verhältnis von Filmstil und Filmtechnologie. Bei Volker Pantenburg geht es um den Kameraschwenk (Godard, Bertolucci, Akerman). Adina Lauenburger unternimmt eine „theorie- und technikgeschichtliche Annäherung“ an Filmstil und Unschärfe in verschiedenen Jahrzehnten. Malte Hagener analysiert Splitscreens im frühen Kino. Julian Hanich öffnet den Blick für verborgene Dimensionen im Filmstil Roy Anderssons. Von Dietmar Kammerer stammt schließlich ein Beitrag über den Moment der aufgehobenen Zeit durch den Effekt der virtual camera motion. Das Buch hat den Untertitel „Perspektivierungen eines Begriffs“ und wird ihm eindrucksvoll gerecht. Mit Abbildungen in Schwarzweiß und Farbe in guter Qualität. Die Coverabbildung stammt von den Dreharbeiten zu dem Film KALTE HEIMAT (1979). Mehr zum Buch: WAc-iyiJbV4

Reenactment

2016-reenactmentEine Dissertation, die an der Universität Passau entstanden ist. „Reenactment“ nennt man nachinszenierte Szenen, die für Geschichtsdokumentationen arrangiert werden. Gerald Sieber untersucht dieses Verfahren und analysiert dafür TV-Dokumen-tationen der vergangenen 20 Jahre. Zunächst äußert er sich zu seinem Forschungsgegenstand, dann stellt er theoretische Reflexionen zum Verständnis von Geschichte und zur „Narratologie im Spiegel der Dokumentationstheorie“ an. Er beschreibt unterschiedliche Formen des Reenactment, kommt natürlich auch auf die Hitler-Dokus von Guido Knopp zu sprechen und analysiert anschließend exemplarisch das Reenactment in HETZJAGD VOR KAP HORN (2006). Zu den Funktionen des Reenactment gehören Visualisierung, Perspektivierung, Narrativierung und Ideologisierung. Auch die werden in den Blick genommen. Die Funktion der Authentizität wird besonders in Frage gestellt. Ein kurzer Ausblick handelt von der „Zukunft der Geschichte“. Besonders sorgfältig ist der Autor bei der Beschreibung von Bildern und Tönen. Hier sind seine Beobachtungen vorbildlich. Der Anhang enthält eine Filmografie des Untersuchungskorpus, eine Bibliografie und ein Einstellungsprotokoll zu DIE WEHRMACHT – VERBRECHEN DER ARMEE (ZDF, 2007). Coverfoto: DIE GUSTLOFF (2007). Mehr zum Buch: titel/513-reenactment.html

Science-Fiction-Kultfilme

2016-science-fiction-kultfilmeNoch einmal Science-Fiction. Das Buch „Science-Fiction-Kultfilme“ ist Resultat einer Ringvorlesung, die im Winter 2015/16 an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt stattgefunden hat. In 13 Texten werden diese Filme vorgestellt: FANTASTIC VOYAGE (1966) von Richard Fleischer (Autor: Arno Rußegger); die Fernseh-serie RAUMPATROUILLE (1966) von Theo Mezger und Michael Braun (Jörg Helbig); THE WAR GAME (1965) von Peter Watkins (Florian Mundhenke); 2001: A SPACE ODYSSEY (1968) von Stanley Kubrick (Ina Paul-Horn); THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW (1975) von Jim Sharman (Susanne Bach); ALIEN (1979) von Ridley Scott (Jutta Steininger); BLADE RUNNER (1982) ebenfalls von Ridley Scott (Alexa Weik von Mossner); DER SILBERNE PLANET (1988) von Andrzej Zulawski (Marcus Stiglegger); DUNE (1984) von David Lynch (René Reinhold Schallegger, in englischer Sprache); TOTALL RECALL (1990) von Paul Verhoeven (Alice Pechriggl); THE MATRIX (1999) von den Matrix-Geschwistern (Désirée Kriesch); INCEPTION (2010) von Christopher Nolan (Stefani Brusberg-Kiermeier); NIRVANA (1997) von Gabriele Salvatores (Angela Fabris). Man spürt beim Lesen, dass die meisten Autorinnen und Autoren keine Filmwissenschaftler/innen sind, aber eine große Affinität zum Genre Science-Fiction haben. Oft werden auch die literarischen Vorlagen gewürdigt. Die Texte sind sehr konkret in den Beschreibungen und machen Lust, die Filme wiederzusehen. Mit Schwarzweiß-Abbildungen in guter Qualität. Das Coverfoto stammt aus 2001: A SPACE ODYSSEY. Mehr zum Buch: science-fiction-kultfilme.html

Invasion der Zukunft

2016-invasion-der-zukunftDer Science-Fiction-Film ist Thema der Retrospektive der kommenden Berlinale. Darauf kann man sich vorbereiten. Im Museum für Film und Fernsehen ist noch bis 23. April 2017 die Ausstellung „Things to Come“ zu sehen. Und auf dem Buchmarkt erscheinen immer wieder interessante Publikationen zu diesem Thema. Sehr lesenswert finde ich das Buch „Invasion der Zukunft“ von Hans-Peter von Peschke. Der deutsch-schweize-rische Historiker und Journalist ist ein Science-Fiction-Fan. Er schreibt ohne wissenschaftlichen Überbau und unternimmt eine Genre-Reise, bei der 120 Kinofilme und 30 Fernsehserien behandelt werden. Seine zehn Kapitel haben die Überschriften „Technoträume“, „Utopia oder Dystopia?“, „Kriege und Katastrophen“, „Schöner neuer Mensch“, „Die Welt hinter der Welt“, „Andere Erden“, „Aufbruch ins All“, „Aliens: Fremde Freunde oder Feine?“, „Der Erbe des Universums: ein deutsches Phänomen“ (hier geht es vor allem um Perry Rhodan) und „Allzu irdische Sternenreiche“. Jedem Kapitel sind ein oder zwei „SF-Spezials“ eingefügt. 300 Seiten, keine Abbildungen, sehr empfehlenswert. Mehr zum Buch: invasion-der-zukunft

FREUD (1962)

2016-dvd-freudDies ist kein Biopic über das Leben des großen Psychoana-lytikers, der Film konzentriert sich auf die Jahre 1885 bis 1890, als Siegmund Freud zunächst in Wien, dann in Paris und anschließend wieder in Wien Erfahrungen mit der Hypnose von Patienten macht und erste Möglichkeiten entdeckt, das Unterbewusstsein zu erforschen. Als Präzedenzfall dient ihm die Patientin Cecily Koertner (gespielt von Susannah York), die sich nicht von den Beeinflussungen ihrer Mutter und ihres Vaters befreien kann. Auch Freuds eigenes zwiespältiges Verhältnis zu seinen Eltern wird thematisiert. Der Film – in Schwarzweiß gedreht – wirkt gelegentlich wie ein Lehrfilm, weil er mit vielen, sich wiederholenden Effekten operiert und vorwiegend die Krankheitsfälle im Auge hat. Montgomery Clift in der Titelrolle ist beeindruckend, auch wenn man weiß, dass die Zusammenarbeit mit dem Regisseur John Huston damals sehr problematisch war. Hustons Versuch, Jean Paul Sartre als Drehbuchautor zu gewinnen, scheiterte, weil dem Autor das Buch aus dem Ruder lief. So schrieben die Autoren Charles Kaufman und Wolfgang Reinhardt die endgültige Vorlage. Der Film lief 1963 im Wettbewerb der Berlinale, bekam aber keinen Preis. Die deutsche Fassung, die anschließend im Kino zu sehen war, wurde um zwanzig Minuten gekürzt. Bei Pidax ist jetzt eine DVD des Films erschienen. Sie enthält die ungekürzte Fassung, die damals gekürzten Szenen haben deutsche Untertitel, die englische Fassung ist nicht untertitelt. Als „Booklet“ ist ein Faksimile der „Illustrierten Film-Bühne“ beigefügt. Trotz mancher Schwächen fand ich den Film sehenswert. Mehr zur DVD: Freud::935.html

Georg Stefan Troller

2016-georg-stefan-trollerEr war einer der großen deutschen Fernsehjourna-listen, dessen Magazin „Pariser Journal“ und dessen Porträt-reihe „Personen-beschreibung“ Geschichte geschrieben haben. Am 9. Dezember wird Georg Stefan Troller 95 Jahre alt. Die Deutsche Kinemathek widmet ihm zurzeit eine Werkschau, die noch bis zum 18. Dezember im Bundesplatz-Kino und parallel vom 9. bis 18. Dezember im Zeughauskino stattfindet. Das ist eine Gelegenheit, seine wunder-baren Feuilletons und einige Filme, zu denen er die Drehbücher geschrieben hat, wiederzusehen. Britta Hartmann und Gerlinde Waz haben zur Werkschau ein Booklet herausgegeben, das sehr lesenswert ist. Von Hans-Dieter Grabe stammt ein Grußwort („Katzenbeschrei-bungen“). Von Georg Stefan Troller ist (etwas gekürzt) ein Artikel aus der Zeitschrift Lettre International abgedruckt. Britta Hartmann schreibt in einem beeindruckenden Essay über die Dokumentarfilme von Georg Stefan Troller. Mit dem Kameramann Carl F. Hutterer und der Schnittmeisterin Elfi Kreiter hat Gerlinde Waz Gespräche geführt. Es werden dann die in der Werkschau gezeigten Filme vorgestellt, und man erfährt, welche Filme von Troller in der Sammlung Fernsehen der Deutschen Kinemathek vorhanden sind. Mit vielen Abbildungen. Hier gibt es eine pdf-Datei des Booklets: Troller-Werkschau_booklet.pdf

Mündungsfeuer

2016-muendungsfeuerFür den amerikanischen Western waren die 1950er Jahre eine erfolgreiche Zeit. Unvergessen sind die Filme von John Ford, Howard Hawks, Anthony Mann, Delmer Daves oder John Sturges. Wie am Fließband wurden damals auch die sogenannten B-Western gedreht, die kürzer und billiger sein mussten als die großen Produktionen. Ihnen ist ein Buch von Gregor Hauser gewidmet, in dem die 50 besten B-Western der 50er Jahre und ihre Stars gewürdigt werden. Es ist eine schöne Hommage an ein Genre, das ich schon in meiner Jugend geliebt habe. Der Autor hat klug ausgewählt und stellt die Filme mit einer kurzen Inhaltsangabe und einer Analyse vor, die ihn als Westernkenner ausweisen. Zu den Regisseuren, die mit mehr als einem Titel vertreten sind gehören Budd Boetticher und George Sherman (je 5), Jack Arnold, Allan Dwan und Joseph M. Newman (je 3), Gordon Douglas, Hugo Fregonese, Phil Karlson, Harry Keller, Raoul Walsh und Robert D. Webb (je 2). Voraussetzung für die Würdigung war die Verfügbarkeit als DVD. Viele B-Western jener Zeit erscheinen übrigens in der DVD-Reihe „Western Legenden“ bei Koch Media. Im zweiten Teil des Buches werden 24 Stars des B-Western in kleinen Porträts vorgestellt, darunter Audie Murphy, Fred MacMurray, George Montgomery, Jeff Chandler, Joel McCrea, Lex Barker, Randolph Scott, Rock Hudson, Sterling Hayden, Dorothy Malone, Joanne Dru und Yvonne De Carlo. Dorothy Malone (* 1925) ist die einzige, die noch am Leben ist. Mit zahlreichen Abbildungen, zum Teil mit den Titelseiten von Filmprogrammen. Auf dem Cover des Buches erkennt man Lex Barker, Audie Murphy und Randolph Scott. Mehr zum Buch: index.php?id=183

Rumänienbilder

2016-rumaenienbilderRumänien ist für mich ein fernes Land im Südosten Europas, ich war nie dort, weiß aber, dass es über eine kreative Filmszene verfügt (Radu Gabrea, Cristian Mungiu, Cristi Puiu). Das Buch „Rumänienbilder“, herausge-geben von Dennis Gräf und Verena Schmöller, informiert in elf Texten über mediale Selbst- und Fremddarstellungen des Landes. Es geht um Stefan den Großen, den Marschall Ion Antonescu, den Hochstapler und Literaten Georges Manolescu, deutschsprachige Schriftstelle-rinnen aus Rumänien (Anemone Latzina, Herta Müller, Carmen Elisabeth Puchianu), um Richard Wagners Roman „Miss Bukarest“, um die Rolle rumänischer und bulgarischer Migranten in der medialen Berichterstattung, Rumäniens Beiträge beim Eurovision Song Contest und um die Darstellung Transsylvaniens in Vampir-Videospielen. In drei Beiträgen wird der Film thematisiert: Teresa Scheurl und Dieter Müller beschäftigen sich mit der Darstellung der Geschichte im rumänischen Film der 1960er bis 80er Jahre. Bei Dennis Gräf geht es um Geschlechterkonstruktionen im deutschen Vampirfilm. Und Verena Schmöller hat kluge Gedanken zum „neuen“ rumänischen Film. Nach der Lektüre des Buches ist das Land Rumänien nicht mehr ganz so weit entfernt. Für die Coverabbildung wurde ein Foto aus dem Film DER TYRANN (1968) von Mircea Dragan verwendet. Mehr zum Buch: 515-rumaenienbilder.html