DIE ANDERE HEIMAT

2013.Reitz.HeimatDies ist das zweite Buch über DIE ANDERE HEIMAT von Edgar Reitz. Das erste erschien im September im Schüren-Verlag (die-andere-heimat/ ) und war die ideale Vorbereitung für den Kinobesuch. Inzwischen haben wir den Film gesehen und sind tief beeindruckt und berührt von seiner Geschichte, seinen Bildern, seinen Darstellern. Das ist der richtige Zeitpunkt für „Das Buch der Bilder“, das jetzt bei Schirmer/Mosel publiziert wurde. Sein „Tafelteil“ (200 Seiten) sind 164 Abbildungen in Schwarzweiß mit den wenigen, auch im Film überraschenden Farbmomenten, mit Zitaten aus dem Tagebuch des Jakob Adam Simon, mit Bekanntmachungen, Briefen, Gebeten, Liedern und Zaubersprüchen. Noch einmal sehen wir den Film in den von Edgar Reitz ausgewählten Fotos. Und wieder partizipieren wir an der Empathie der Erzählung, die kulminiert im endlosen Treck der Pferdefuhrwerke, der am 4. August 1844 Schabbach und den Hunsrück verlässt. Ein Jahr später besucht Alexander von Humboldt das Dorf (Cameo-Auftritt von Werner Herzog), die Mutter stirbt und endlich bringt ein Postreiter den lange erwarteten Brief von Bruder Gustav und seiner Frau Jette aus Brasilien, den Jakob den Dorfbewohnern vorliest und dann auf das frisch aufgeschüttete Grab seiner Mutter legt. Der Autor und Verleger Michael Krüger hat ein sehr persönliches Vorwort verfasst, zwei kleine Texte von Edgar Reitz handeln von „Filmzeit – Lebenszeit“ und dem „Mythos Heimat“. Ein Buch, das der Größe des Films angemessen ist. Mehr über das Buch: id=&products_id=739

Transmediale Texturen / Narrative Wirklichkeiten

2013.Transmediale TexturenHeinz-Peter Preußer, Akademischer Rat am Fachbereich Sprach- und Literatur-wissenschaft der Universität Bremen, hat für die „Schriftenreihe zur Textualität des Films“ einen Band mit 19 Aufsätzen aus den letzten acht Jahren zusammengestellt, die den Film mit den angrenzenden Künsten in Verbindung bringen. Sie sind in der Substanz sehr unterschiedlich. Interessant finde ich den Text zur „(Re-) Konstruktion der DDR über den Westblick“, der Filme von Buck, Roehler und Schlöndorff mit Volker Brauns Schreibprojekt „Lebens/Werk/DDR“ konfrontiert. Etwas zu kurz gegriffen sind mir die Anmerkungen zu Frank Beyers SPUR DER STEINE, weil sie auf das Verbot des Films begrenzt bleiben und den Roman von Erik Neutsch außer Acht lassen. Am besten gefallen hat mir die Analyse des späten Stummfilms MENSCHEN AM SONNTAG, weil sie die Komplexität des Films entschlüsselt. Über Preußers Kritik an den ersten drei Teilen der HEIMAT von Edgar Reitz kann man sich streiten. Informativ ist sein Text über Technik und Technikkritik im dystopischen Film, der vor allem in Science-fiction-Filmen der letzten zwei Jahrzehnte ihre postapokalyptischen Elemente entdeckt. Und sehr schön ist seine Rückblick auf Kitsch, Kunst und Literatur um 1900: „Sentimentale Worpsweder“. Mehr zum Buch: : transmediale-texturen.html /

2013.Narrative WirklichkeitenDas Buch „Narrative Wirklichkeiten“ ist die Überarbeitung einer Dissertation von Dominik Orth, mit der dieser – betreut von Heinz-Peter Preußer – 2012 an der Universität Bremen promoviert hat. Der Untertitel präzisiert den Gegenstand: „Eine Typologie pluraler Realitäten in Literatur und Film“. Die ersten 100 Seiten sind theoretische Basisarbeit mit entsprechend zahlreichen Fußnoten: „Zur Konzeption der narrativen Wirklichkeit mithilfe trans-medialer Erzähl- und Fiktionstheorien“, „Narrative Wirklichkeit und Lebenswirklichkeit“, „Narrative Fakten“. Der Mittelteil (125 Seiten) ist der für mich interessanteste, weil er sich auf eine Analyse von Fallbeispielen aus Literatur und Film einlässt. Für die Literatur sind das u.a. „Der fernste Ort“ von Daniel Kehlmann, „Flucht in die Finsternis“ von Arthur Schnitzler, „Emma“ von Jane Austen, „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann, „Das Judengrab“ von Ricarda Huch, „Simulacron-3“ von Daniel F. Galouye, „Making History“ von Stephan Fry, „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann und Daniel Kehlmanns „Ruhm“. Die Filmseite ist vertreten mit YELLA von Christian Petzold, DAS CABINET DES DR. CALIGARI von Robert Wiene, LOVE AND OTHER DESASTERS von Alek Keshishian, DEATH ON THE NILE, einer Agatha Christie-Verfilmung von John Guillermin, STAGE FRIGHT von Alfred Hitchcock, GOOD BYE LENIN! von Wolfgang Becker, THE MATRIX von Andy und Larry Wachowski, THE BUTTERFLY EFFECT von Eric Bress und J. Mackye Gruber, LOLA RENNT von Tom Tykwer, MEMENTO von Christopher Nolan und INLAND EMPIRE von David Lynch. Im letzten Teil (25 Seiten) gibt es die theoretische Konklusion. Die Abbildungen beschränken sich auf modellhafte Grafiken. Filmfotos hätten hier wohl einen Rahmen gesprengt. Mehr zum Buch: literatur-und-film.html

DAS HAUS NEBENAN (1969)

2013.OphülsMarcel Ophüls (*1927) hat sich als Dokumentarist seit den 1960er Jahren immer wieder mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Neben HOTEL TERMINUS (1988) ist DAS HAUS NEBENAN (1969) ein herausragendes Beispiel seiner Arbeit. Der Vierstunden-Film, gedreht im damals üblichen 16mm-Format in Schwarzweiß, beschreibt das Leben in der französischen Stadt Clermont-Ferrand zur Zeit der deutschen Besatzung. Ophüls hat Zeitzeugen interviewt – Kollaborateure, Widerstandskämpfer, Politiker und normale Bürger – und die Gespräche mit historischem Filmmaterial verknüpft. Daraus entstand ein sehr differenziertes Bild der Zeit, das den Franzosen Anfang der 70er Jahre missfallen hat, weil es den Mythos eines einhelligen französischen Widerstands zur Disposition stellte. Der Film wurde erst zehn Jahre nach der Kinopremiere im französischen Fernsehen gezeigt. In der bundesdeutschen ARD war 1969 eine gekürzte Fassung zu sehen, die lange Fassung lief 1972 im Programm des 2. Internationalen Forums der Berlinale. Bei Absolut Medien wurde jetzt eine Doppel-DVD publiziert. Wenn man den Film heute wiedersieht, ist zwar der zeitliche Abstand zu seiner Entstehung deutlich spürbar, aber die Intensität immer noch sehr groß. Mehr zur DVD: 1532&list=thema&list_item=53

Ousmane Sembène

2013.Sembene,O.Er gilt als „Vater des afrikanischen Kinos“. Ousmane Sembène (1923-2007), Schriftsteller und Regisseur aus dem Senegal, hat 1963 mit der Filmarbeit begonnen, er hat Dokumentarfilme, Kurzfilme und neun Spielfilme realisiert, zuletzt MOOLAADÉ (2004), ein bewegendes Drama über die Beschneidung junger afrikanischer Mädchen. Sembène ist Band 32 der „Film-Konzepte“ gewidmet, herausgegeben von Johannes Rosenstein. In fünf Beiträgen wird sein Werk aus unterschiedlichen Perspektiven erschlossen. Der Literaturwissenschaftler Manfred Loimeier, bekannt auch als Achternbusch-Spezialist, schreibt über die Entwicklung des Schriftstellers Sembène zum Filmregisseur. Ute Fendler, mit Afrika sehr vertraut, analysiert vorbildhaft den Film GUELWAAR (1992). Vom Herausgeber Rosenstein, Autor eines Buches über das afrikanische Kino der Gegenwart (2003), inzwischen auch als Filmemacher tätig, stammt der zentrale Essay „Passage. Schnittstelle. Warteraum. Sembènes Kino als Beitrag zu einer Theorie der Schwelle“. Louis Ndong, Germanistik-Professor in Dakar, widmet sich der Zeitinszenierung und geht dabei vor allem auf den frühen Film MANDABI (1968) ein. Die Mainzer Ethnologin Cassis Kilian untersucht die ambivalente Figur des Patriarchen, die in drei Sembène-Fimen mit dem Schauspieler Makhourédia Guèye besetzt wurde. Titelfoto: MOODLAADÉ. Die „Film-Konzepte“ halten ihr hohes Niveau. Mehr zum Buch: neu_werke_default_film

Filmästhetik und Vermittlung

2013.BergalaBettina Henzler hat zusammen mit Winfried Pauleit Alain Bergalas Essay „Kino als Kunst“ (2006) ediert und die Sammelbände „Filme sehen, Kino verstehen“ (2009) und „Vom Kino lernen“ (2010) herausgegeben. Jetzt ist ihre Dissertation erschienen, mit der sie 2011 in Bremen promoviert hat. Hier wird der pädagogische Ansatz des französischen Filmwissenschaftlers Alain Bergala (*1943) systematisch aufgearbeitet und in einen größeren Zusammenhang gestellt. In den sieben Kapiteln „Cinephilie und Filmvermittlung“, „Filmvermittlung als gesellschaftspolitisches Anliegen“, „Ästhetische Erfahrung und Subjektivität“, „Kino und Kindheit“, „Ästhetik“, „Vermittlung“, „Medien und Methode“ unternimmt die Autorin eine theoretische Spurensuche, in deren Zentrum natürlich die französischen Filmphilosophen (Roland Barthes, Serge Daney, Jean Louis Schefer) und André Bazin, stehen und verknüpft sie mit der nun schon 40jährigen Vermittlungsarbeit von Bergala. Über weite Strecken ist das (für mich als Leser) theoretische Pflichtarbeit, es wird spannender, wenn es in der zweiten Hälfte des Buches um konkrete Filme und Filmszenen und ihre Interpretation geht, zum Beispiel mit der Analyse einer Einstellung aus Godards GESCHICHTE DER NANA S., die unterschiedlich zu deuten ist. Vor allem in den letzten beiden Kapiteln („Vermittlung“ und „Medien und Methoden“) verstärkt sich die Konkretisierung. Das wird auch an der Zunahme des Bildanteils spürbar. Mehr zum Buch: filmaesthetik-und-vermittlung.html

Filmstatistisches Jahrbuch

2013.FilmstatistikDas Buch ist schmal, erscheint jährlich und enthält vor allem Zahlen. Es informiert auf der Grundlage von relativ präzisen Daten über die Entwicklungen in den Bereichen Filmproduktion, Verleih, Filmtheater, Werbung, Kinobesuch, Video, FSK, FBW, Filmförderung, internationale Filmstatistik (speziell: EU) und Fernsehen (Kinofilme/TV-Movies). Mit 241 im vergangenen Jahr erstaufgeführten deutschen Langfilmen hat sich die Zahl seit 2003 mehr als verdoppelt. Daran haben vor allem die Dokumentarfilme ihren Anteil, ihre Zahl hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht. Aber nur 1 % der Kinobesucher sehen sie sich an; mit 32 % stehen erwartungsgemäß die Komödien an der Spitze (Action: 20 %). Die Zahl der digital ausgestatteten Kinos in der Bundesrepublik ist inzwischen auf 3.134 gestiegen; vor zehn Jahren waren es gerade mal zwei. Die passioniertesten Kinobesucher gibt es in Bremen, dort geht jeder Einwohner 3,1 x jährlich ins Kino, in Brandenburg leider nur 1,1 x. Dabei macht das Kinocenter in Eberswalde, das sage ich aus eigener Erfahrung, kein schlechtes Programm. In Frankreich und Italien ist der Kinobesuch gerade rückläufig, einen Spitzenwert erzielen da zurzeit die Iren. So erfährt man auf 100 Seiten manche Neuigkeit, wenn man sich für Zahlen interessiert. Das nächste Jahrbuch erscheint in einem Jahr. Mehr zum Buch: product=21510

Hofer Filmtage

2013.Hof 2Heute beginnen die 47. Hofer Filmtage. 126 Filme stehen auf dem Programm, das am kommenden Sonntag endet. Heinz Badewitz hat wieder mit seinem bekannten Eigensinn ausgesucht und eingeladen. 30 deutsche Spiel- und Dokumen-tarfilme und zahlreiche Co-Produktionen werden gezeigt, darunter sind Filme von Carsten Degenhardt & Miguel Schütz, Frederik Steiner, Helga Reidemeister, Michael Baumann, Julia von Heinz, Bastian Günther, Uli Gaulke, Marc Rensing, Christian Schwochow und Nicole Weegmann. Frankreich ist mit sieben Produktionen vertreten, die größtenteils von den Regisseuren und Regisseurinnen persönlich präsentiert werden: Catherine Breillat, Solveig Anspach und Justine Malle. Die Werkschau ist dem Regisseur Michael Oblowitz gewidmet, der mit Kathryn Bigelow, Amos Poe, Jim Jarmusch und Rosa von Praunheim zusammengearbeitet hat. Zur Eröffnung wird der Film DIE FRAU, DIE SICH TRAUT von Marc Rensing gezeigt. Mehr zum Programm: zum-programm-2013/

THE LIFE AND DEATH OF COLONEL BLIMP

2013.BlimpSie gaben dem englischen Kino und der Entwicklung des Farbfilms in den 1940er Jahren die größten Impulse: Michael Powell (1905-1990) & Emeric Pressburger (1902-1988). Ich nenne nur drei Titel: THE LIFE AND DEATH OF COLONEL BLIMP (1943), THE BLACK NARCISSUS (1947), THE RED SHOES (1948). COLONEL BLIMP ist ein für seine Zeit ganz ungewöhnlicher Film. Die Hauptfigur, genannt Candy, eigentlich eine Karikatur aus der Comic-Geschichte, wurde bei P. & P., gespielt von Roger Livesy,  zu einem eher tragischen General mit schwierigen Liebesbeziehungen und einer kontinuierlichen Freundschaft zu dem deutschen Offizier Theo Kretschmar-Schuldorff (Adolf Wohlbrück). Er muss am Ende auch nicht sterben. Die wunderbare Deborah Kerr ist in drei verschiedenen Rollen zu sehen. Winston Churchill wollte den Film 1943 verhindern, schaffte aber nur ein Exportverbot während des Weltkriegs. Ursprünglich war COLONEL BLIMP 163 Minuten lang, dann wurde er gekürzt und verstümmelt. Inzwischen ist er in England, unterstützt von Martin-Scorseses Film Foundation, rekonstruiert worden und lief 2012 in seiner Originallänge auf der Berlinale. Fritz Göttler hat damals einen grundlegenden Text in der SZ geschrieben, der leider nicht im Netz abrufbar ist. Von Koch Media wurde jetzt die DVD ediert, die unbedingt zu empfehlen ist. Sie enthält den rekonstruierten Film in bester Farbqualität (Technicolor!), eine Dokumentation zum Film und zur Rekonstruktion und ein kleines Booklet. Mehr zur DVD: masterpieces_of_cinema_collection_5/

Horst Buchholz in München

2013.BuchholzIm Münchner Filmmuseum beginnt heute, kuratiert von Werner Sudendorf, eine Hommage für den Schauspieler Horst Buchholz (1933-2003). 15 Filme aus der Zeit von 1955 bis 1997 sind bis zum 20. Dezember zu sehen, von MARIANNE (Regie: Julien Duvivier) bis LA VITA È BELLA (Roberto Benigni). Natürlich sind auch die Buchholz-Klassiker DIE HALBSTARKEN (1956) von Georg Tressler, BEKENNTNISSE DES HOCHSTAPLERS FELIX KRULL (1957) von Kurt Hoffmann, THE MAGNIFICENT SEVEN (1960) von John Sturges und ONE, TWO, THREE (1961) von Billy Wilder dabei. Am 29. November ist Sudendorf, Autor einer sehr lesenswerten Buchholz-Biografie, im Filmmuseum zu Gast bei der Vorführung von ENDSTATION LIEBE (1958) von Georg Tressler. Und Christopher Buchholz präsentiert am 14. Dezember seinen Film HORST BUCHHOLZ…MEIN PAPA (2005), ein berührendes Porträt. Für mich sind die beiden Filme HIMMEL OHNE STERNE (1955) von Helmut Käutner und DAS TOTENSCHIFF (1959) von Georg Tressler besonders schöne Buchholz-Filme. Mehr zum Programm: Horst_Buchholz.pdf

Jerry Lewis in Wien

2013.Jerry LewisDie bereits morgen beginnende Retrospektive der Viennale ist in diesem Jahr dem Komiker Jerry Lewis (*1926) gewidmet. 28 Filme stehen auf dem Programm, das im Österrei-chischen Filmmuseum gezeigt wird. „Bei Jerry Lewis ist Realität nicht Ziel der Darstellung, sondern nur Ausgangspunkt für Abstraktionen. Abstraktionen sind Phantasien, die dem Leben entschweben, sagt Lenin. Oh, Mama!“ hieß es 1971 in einem SZ-Filmtip von Frieda Grafe. Wie schade, dass sie sich nicht mehr ihren Herzenswunsch erfüllen konnte: ein ganzes Buch über Jerry Lewis zu schreiben. 1974 erschien auf Deutsch, herausgegeben von Rainer Gansera, „The Total Film-Maker“, der Mitschnitt eines College-Seminars, in dem am Ende in einer Hommage an Stan Laurel auch viel über Lewis klar wird. Über dessen frühen Filmpartner Dean Martin hat Michael Althen 1997 ein wunderbares Buch geschrieben. Auch hier ist viel über Lewis zu erfahren. An seinen Filmen haben sich oft die Geister geschieden. In den 1950er Jahren war Lewis dreimal Moderator der Oscar-Verleihung, aber er hat als Schauspieler oder Regisseur nie einen bekommen, es blieb bei einem Ehren-Oscar für sein soziales Engagement. Das zur Retrospektive publizierte Buch über Lewis habe ich noch nicht gelesen, ich komme demnächst darauf zurück. Mehr zum Programm: reserve-mode=active