Zeigen und Verbergen

Eine Dissertation, die an der Universität Potsdam entstanden ist. Katrin von Kap-herr unter-sucht darin den „Doppelgestus der digitalen Visual Effects im Hollywood-Kino“. Sie spannt einen historischen Bogen von den traditionellen Special Effects zu den digitalen Visual Effects, informiert in einem Rückblick über visuelle Unterhaltungs-formen des 19. Jahrhunderts sowie über Präsentationsformen und Inszenierungen des frühen Films, richtet ihren Blick auf Praktiken und Diskurse des Zeigens und Verbergens in den Begleitmedien der Effekte und in ihrer filmtheoretischen Behandlung. In ihren Analysen konzentriert sie sich dann auf Digitale Körper und Virtuelle Kamera als Visual Effect. Ihre wichtigsten Filmbeispiele sind WHO FRAMED ROGER RABBIT? (1988), FORREST GUMP (1994), S1M0NE (2002), KING KONG (2005), AVATAR (2009) und THE CURIOUS CASE OF BENJAMIN BUTTON (2008) im Hinblick auf die digitalen Körper, FIGHT CLUB (1999), PANIC ROOM (2002), DICK TRACY (1990), THE LORD OF THE RINGS (2001, 2002) und TROY (2004) im Hinblick auf die virtuelle Kamera. Besonders die Gegen-überstellung von früheren Matte Paintings und modernen digitalen Lösungen ist sehr eindrucksvoll. Inspirierend waren für die Autorin der Text „Das Kino der Attraktionen“ (1996) von Tom Gunning und das Buch „Visual Effects“ (2008) von Barbara Flückinger. Sie hat eine positive Einstellung zu den digitalen Entwicklungen und erkennt die großen Möglichkeiten nicht nur für das Hollywood-Kino. Mein persönliches Interesse an Special Effects wurde spätestens durch die Zusammenarbeit mit Rolf Giesen bei der Ausstellung und Retrospektive der Berlinale 1985 geweckt. Ich habe damals viel von Rolf gelernt. Er wird auch im vorliegenden Buch gewürdigt, dessen Lektüre ich sehr spannend fand. Mit zahlreichen Abbildungen in akzeptabler Qualität. Mehr zum Buch: zeigen-und-verbergen/

Wilhelm Roth (2)

Zu seinem 80. Geburtstag im Februar 2017 hat der Filmkriti-ker und Redakteur Wilhelm Roth ein Heft mit ausgewählten Texten publiziert: „Film, Theater, Leben“. Ich habe es mit großer Bewunderung gelesen: wilhelm-roth-wird-80/ . Jetzt gibt es ein zweites Heft, und wieder ist man überrascht, wie breit das Interessenspektrum dieses Autors gespannt ist und mit welcher Sensibilität er über Personen und Werke schreibt. Der Einstieg (inklusive Coverab-bildung) ist eine Verneigung vor dem Bildermacher und Erzähler Wim Wenders (drei Texte). Drei Beiträge sind dann der Fotografie gewidmet: dem Werk von Robert Frank, den Magnum-Fotografen und der wunderbaren Barbara Klemm. Es folgt das Thema Krimi und Film: hier geht es um Leonardo Sciascia und den italienischen Mafiafilm und die Belgrad-Krimis von Schünemann & Volic. Umfangreich ist der Komplex Theater und Oper u.a. mit Erinnerungen an Klaus Michael Grüber, Buchtipps zu Claus Peymann, Luc Bondy und Michael Thalheimer, Geburtstagstexten zum 65. der Bühnenbildnerin Anna Viebrock und des Opernintendanten Bernd Loebe, zum 70. der Schauspielerin Angela Winkler, zum 75. des Schauspielers Bruno Ganz, einer Würdigung des neuen BE-Intendanten Oliver Reese. DVD-Kritiken gelten speziell „Kafka geht ins Kino“, der „Edition Filmmuseum“ anlässlich der 100. Ausgabe, sowie Marcel Ophüls, Volker Koepp und James Benning. „Zeitzeugnis, Zeitanalyse“ heißt die Rubrik für Texte über Romane im Zeitungsformat des Rowohlt Verlages 1946-49, den Dichter Stefan Zweig, den Dokumentarfilmer Joris Ivens, den Autor Alfred Andersch, den Schriftsteller Ernst Glaeser, den Nobelpreisträger Nagib Machfus und den kurdisch-türkischen Dichter Yasar Kemal. Acht Texte sind schließlich der Musik gewidmet, u.a. geht es da um den Dirigenten Michael Gielen, den Geiger Gidon Kremer, die Jazzmusiker Miles Davis und Albert Mangelsdorff, die Sängerin Brigitte Fassbaender, die Komponisten Claude Debussy und John Cage. Viele Abbildungen, schönes Layout. Lieber Willi, eine Nummer 3 muss folgen! Wer ein persönliches Interesse an der Publikation 2 hat, darf sich wieder beim Herausgeber melden: wilhelmroth@web.de .

Zeitgeschichte sehen

Sabine Moller ist als Gedächt-nisforscherin und Geschichts-didaktikerin an der Humboldt Universität zu Berlin tätig. In einem von der DFG geförderten Projekt hat sie „Die Aneignung von Vergangenheit durch Filme und ihre Zuschauer“ untersucht. Dies geschah u.a. durch aus-führliche Interviews, die sowohl in Deutschland wie in den USA stattfanden. Zwei Filme stehen nach der theoretischen Fundie-rung zunächst im Fokus: FOR-REST GUMP (1994) von Robert Zemecki mit Tom Hanks als laufstarkem, aber nicht sehr intelligentem Helden, der Amerika mehrfach im Dauerlauf durchquert und mit zahlreichen berühmten Persönlichkeiten zusammentrifft, und GOOD BYE, LENIN! (2003) von Wolfgang Becker mit Daniel Brühl und Katrin Sass, der eine Familiengeschichte aus der Wendezeit in Berlin erzählt. Beide Filme rekapitulieren in gebrochener Form wichtige Ereignisse der Zeitgeschichte. In umfangreichen Zitaten dokumentiert die Autorin die Aneignung der Filme durch eine Studentengruppe, eine Historikerin, einen Filmwissenschaftler, einen Kommunikationswissenschaftler, einen Geschichtslehrer, eine pensionierte Englischlehrerin und weitere Einzelpersonen in den USA, einen Bürgerrechtler, eine Kulturwissen-schaftlerin und einige andere Personen aus Deutschland. Die Reaktionen sind im Generellen wie im Detail sehr unterschiedlich. Als Kontrasthorizont wird der Film SCHINDLERS LISTE (1993) von Steven Spielberg gegenübergestellt. Auch hier gibt es divergierende Beobachtungen und Meinungen. Drei „Aneignungsfilme“ werden im zweiten, kürzeren Teil des Buches untersucht: THE WATERMELON WOMAN (1996) von Cheryl Dunye (hier geht es um „die Überschreitung dokumentarischer Realität“), ARARAT (2002) von Atom Egoyan („Grenzen von Genrekino und Metareflexion“) und AUFSCHUB (2007) von Harun Farocki („Ausstellung von Bildern und historischer Erfahrung“). Der Text des Buches ist reflektiert und erkenntnisreich. Mit vielen Abbildungen in sehr guter Qualität. Coverfotos: Screenshot aus FORREST GUMP und AUFSCHUB. Mehr zum Buch: zeitgeschichtesehen.html

Fritz Lang-Box

Sechs Stummfilme von Fritz Lang sind jetzt in restaurierten Fassungen in einer Box erschie-nen, die von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung herausgegeben wurde. In chronologischer Reihenfolge handelt es sich um die folgen-den Titel: DER MÜDE TOD (1921). Texte im Booklet von Guido Altendorf (zum Film), Anke Wilkening (zur Restau-rierung), Nina Goslar (zur Musik von Cornelius Schwehr). Umfangreiches Bonusmaterial zur Restaurierung und zur Begleitmusik. – DR. MABUSE, DER SPIELER (1922). Zwei Teile. Booklet von Norbert Grob (über das Verhältnis des Regisseurs zu seinem Film). Bonusmaterial: Dokumentation über „Die Meta-morphosen des Dr. Mabuse“ von Hans Günther Pflaum. – DIE NIBELUNGEN (1924). Zwei Teile. Booklet mit Texten von Anke Wilkening (über den Film und die Restaurierung) und Nina Goslar (über die Musik von Gottfried Huppertz). Bonusmaterial: Dokumen-tation „Das Erbe der Nibelungen“ von Guido Altendorf und Anke Wilkening (2010, 69 min.) – METROPOLIS (1927). Booklet von Karen Naundorf (über den Film, seine Rekonstruktion, die Digitalisierung und die Musik). Bonusmaterial: Dokumentation über die Restaurierung von Christian Ehrhardt, über die Auffindung von Material in Lateinamerika von Evangelina Loguercio, Diego Panich und Sebastian Yablon, Arbeitsbeispiele der digitalen Bildrestaurierung. – SPIONE (1928). Booklet von Guido Altendorf. Bonusmaterial: Feature „Spione – ein kleiner Film, aber mit viel Action“ von Guido Altendorf und Anke Wilkening. – FRAU IM MOND (1929). Booklet von Oliver Hanley. Bonusmaterial: Dokumentation von Gabriele Jacobi. – Auch wenn der eine oder andere Film als DVD schon in meinem Regal steht: die Box bekommt einen Ehrenplatz. Einziger Einwand: die Abbildungen in den Booklets sind in der Qualität unterirdisch. Mehr zur DVD-Box auf der Website der FWMS: node/131 (und dann weiter suchen).

Neue Berlinale-Leitung

Gestern ist die Entscheidung über die Nachfolge von Dieter Kosslick in der Leitung der Berlinale gefallen. Ab 1. Mai 2019 soll es erstmals eine Zweierspitze geben, geteilt in Künstlerische und Verwaltende Leitung:

Künstlerischer Leiter wird Carlo Chatrian, 46 Jahre alt, der seit 2012 des Festival in Locarno leitet. Ich kenne ihn nicht persönlich, er soll eine große Affinität zum asiatischen Kino, zum Dokumentarfilm und zum Experimentellen haben. Es gibt von ihm Bücher über Wong Kar-wai, Frederick Wiseman und Nanni Moretti. Er macht einen sehr sympathischen Eindruck, man kann ihm viel zutrauen.

Sehr gut finde ich die Entschei-dung für Mariette Rissenbeek als künftige Geschäftsführerin. Als Leiterin von German Films hat sie in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet, sie ist kompetent, bestens ver-netzt und wird mit Chatrian gut zusammenarbeiten. Mittelfristig stehen mit der Berufung neuer Sektionsleiter*innen für das Panorama und das Internatio-nale Forum weitere wichtige Entscheidungen an. Die nächste Berlinale ist die Siebzigste. Sie findet vom 7. bis 17. Februar 2019 statt. An ihrem Ende feiert Dieter Kosslick seinen Abschied. Offiziell übernehmen die beiden Neuen am 1. Mai 2019 die Leitung des wichtigsten deutschen Filmfestivals. Mehr über Carlo Chatrian erzählt Hanns-Georg Rodek in einem Text in der Welt: Wer-ist-Carlo-Chatrian.html

Keine Ruhe nach dem Sturm

Unter den neuen Publikationen über das Jahr 1968 und die Zeit danach hat mich besonders das Buch „Keine Ruhe nach dem Sturm“ von Ulrike Heider beein-druckt. Es ist eine Autobiografie der Autorin (*1947), die in Frankfurt am Main aufwuchs, sich dort an der Studenten-bewegung beteiligte, in den 1970er Jahren zur Hausbesetze-rin wurde, 1978 als Politologin promovierte, Lehraufträge in Frankfurt und Kassel übernahm und seit 1982 als Schriftstellerin und Journalistin arbeitet. 1988 ging sie nach New York und war Visiting Scholar an der Columbia University. Seit 2012 lebt sie in Ber-lin. Sie verfügt über ein großes Erinnerungsvermögen, kann Menschen und Situationen sehr gut beschreiben und vermittelt mit ihrem persön-lichen Blick ein authentisches Zeitbild. Sie erzählt nicht chronologisch, aber die Orts- und Zeitwechsel sind gut nachzuvollziehen. Eine beson-dere Spannung entsteht durch die Konfrontation ihrer Erfahrungen in Deutschland und den USA. 300 sehr lesenswerte Seiten. Mit wenigen Abbildungen und einem Glossar am Ende des Bandes, der jetzt bei Bertz + Fischer in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen ist. Mehr zum Buch: keineruhe.html

Maoismus

Das neue Heft der Konstanzer Zeitschrift AugenBlick ist dem Thema Maoismus gewidmet. Für die Herausgabe und Redaktion dieser Ausgabe zeichnet Bernd Stiegler verantwortlich. Sie enthält sechs interessante Beiträge. Der französische Filmwissenschaftler François Albera beschäftigt sich mit der Rezeption Maos im französi-schen Film der 60er Jahre. Raimar Zons untersucht den Film LA CHINOISE von Jean-Luc Godard und stellt Verbin-dungen zu Brecht her. Bei Bernd Stiegler geht es um die Verfilmung der Peking-Oper TAKING TIGER MOUNTAIN BY STRATEGIE (1970) von Xie Tieli und die Neuinterpre-tationen von Brian Eno (Album, 1974) und Tsui Hark (Film, 2015). Zwei Arien sind mit Noten dokumentiert. Philipp Goll hat 2014 ein Gspräch mit Harun Farocki über dessen Film DIE WORTE DES VORSITZENDEN (1967) geführt, das hier publiziert wird. Angela Elbing und Morten Paul haben 24 verschiedene Exemplare der Mao-Bibel auf einem Podest mit Blumenschmuck fotografiert. Slovoj Žižek äußert sich zu dem Sozialdrama STILL LIFE (2006) von Jia Zhangke. Alle Abbildungen in guter Qualität. Ein interessantes Heft. Mehr zur Zeitschrift: 590-maoismus.html

Die Totengräber

Die zehn Wochen vor Hitlers Machtergreifung am 30. Januar 1933 waren eine spannende Zeit in Deutschland. Die historisch gut ausgebildeten Journalisten Rüdiger Barth und Hauke Frie-drichs haben sie – Tag für Tag – rekonstruiert und erzählen sehr konkret, was sich damals ereignet hat. Hauptpersonen sind der greise Reichspräsident Paul von Hindenburg, der umstrittene Reichskanzler Franz von Papen, der im Schatten agierende Wehrminister General Kurt von Schleicher, Adolf Hitler, Joseph Goebbels und Hermann Göring. Sie werden zu den „Totengräbern“ der deutschen Demokratie. Zeitungsschlagzeilen leiten die Tagestexte ein, sie stammen vorzugsweise aus dem Völkischen Beobachter, der Vossischen Zeitung, der Roten Fahne, dem Angriff, der Täglichen Rundschau. Die Ereignisse werden im Präsens erzählt. Es gibt zahlreiche Protagonisten, die mit Zitaten aus Briefen und Tagebüchern ins Spiel gebracht werden: der amerikanische Gewerkschaftsfunktionär Abraham Plotkin, der sich gerade in Berlin aufhält; die Gesellschafts-reporterin der Vossischen Zeitung, Bella Fromm; der französische Botschafter in Berlin, André François-Poncet; der Kunst-Mäzen Harry Graf Kessler, der intensiv Tagebuch geführt hat; der Theater- und Filmkritiker Alfred Kerr; der Sohn des Reichspräsidenten, Oskar von Hindenburg; der Verleger Alfred Hugenberg; der Staatssekretär und Leiter des Präsidialbüros Otto Meissner; das Ehepaar Anneliese und Joachim von Ribbentropp; der eigenwillig operierende NSDAP-Funktionär Georg Strasser. Eine geschickte Montage macht das Buch zu einer spannenden Lektüre. Natürlich spielt auch die Kultur eine Rolle; namentlich u.a. mit Hans Albers, Elisabeth Bergner, Paul Czinner, Alfred Döblin, Berta Drews und Heinrich George, Therese Giehse, Gustaf Gründgens, Christopher Isherwood, Oskar Loerke, Carl von Ossietzky, Leni Riefenstahl, Kurt Tucholsky, Carl Zuckmayer. Lesenswert. Ein schöner Text von Andreas Kilb in der FAS hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Mehr zum Buch: die_totengraeber/9783103973259

Andrzej Żuławski

Mit spürbarer Leidenschaft hat Alexander Schmidt einen inter-essanten Text über das „Kino der Ekstase“ des polnischen Regisseurs Andrzej Żuławski (1940-2016) geschrieben, des-sen Unterschätzung durch Film-kritik und Filmwissenschaft er beklagt. Zunächst macht der Autor theoretische Vorgaben: zu Konzeptionen der Selbstüber-schreitung in Religion und Philosophie (Georges Batailles), zur Parallelisierung von Film und Bewusstseinsphänomenen (Gilles Deleuze). Dann unter-sucht er Motive der Selbstüberschreitung in ausgewählten Filmen Żuławskis: Gewalt und Tod, Sexualität und Liebe, Begegnungen mit dem Unbekannten, Schauspiel und Tanz. Schließlich richtet er seinen Blick auf die Inszenierungsformen der Selbstüberschreitung: Schau-spielstil, Kamerabewegung, Mise-en-Scène, Montage. Er geht dabei nicht auf alle Filme des Regisseurs ein, sondern konzentriert sich auf sechs Spielfilme, die zwischen 1972 und 1995 entstanden sind. Die vermittelten Erkenntnisse basieren auf konkreten Beobachtungen und lesen sich überzeugend. Band 37 der Schriftenreihe „Film- und Medien-wissenschaft“, herausgegeben von Irmbert Schenk und Hans Jürgen Wulff im ibidem-Verlag. Keine Abbildungen. Mehr zum Buch: kino-der-ekstase.html

Zwei Western-Legenden

Burt Lancaster spielt in dem Western MASSAI (1954) einen Indianer, der sich nicht der Kapitulation seines Häuptlings Geronimo gegenüber der Kaval-lerie anschließt, sondern rebel-liert und seinen eigenen Weg geht. Er wird gefangen genom-men, kann fliehen, heiratet die schöne Häuptlingstochter Nalinle (Jean Peters), die bald ein Kind erwartet, arbeitet im Verborgenen als Farmer, nimmt noch einmal den Kampf gegen die Weißen auf und gibt auf, als er den durchdringenden Schrei seines frisch geborenen Kindes hört. Es wird ihm vergeben. Stark, neben Lancaster: die Darsteller John McIntire als Major Al Sieber und Charles Buchinsky (später wird er als Charles Bronson bekannt) als Soldat Hondo, der mit Massai um Nalinle konkurriert. Regie führte Robert Aldrich, hinter der Kamera stand Ernest Laszlo. Tolle Bilder. Text im Booklet von Fritz Göttler. Legende Nr. 53. Mehr zur DVD 1: 1024438&nav1=FILM

Kirk Douglas (er ist inzwischen, man kann es kaum glauben, 101 Jahre alt) spielt in dem Western THE INDIAN FIGHTER (1955) den Trapper Johnny Hawks, der im Konflikt zwischen Armee und Sioux-Indianern vermittelt, sich in die Häuptlingstochter Onahti (Elsa Martinelli) verliebt und die Schurken Todd (Walter Matthau) und Chivington (Lon Chaney jr.) an die Indianer ausliefert. Andre de Toth hat diesen sehr poetischen Western inszeniert, die Musik stammt von Franz Waxman, in Nebenrollen sieht man Elisha Cook jr. als Fotografen Briggs und Hank Warden als Wärter Crazy Bear. Es sind vor allem die Landschaftsaufnahmen in CinemaScope, die auch heute noch beeindrucken. Und die Schauspieler*innen in ihren Aktionen vor mehr als 60 Jahren. Speziell ihnen ist der wunderbare Text von Fritz Göttler im Booklet gewidmet. Legende Nr. 54. Mehr zur DVD 2: 1024398&nav1=FILM