Zwei Bücher von Erwin Leiser

Der Publizist und Dokumentar-filmregisseur Erwin Leiser (1923-1996) veröffentlichte 1993 bei Kiepenheuer & Witsch seine Erinnerungen „Gott hat kein Kleingeld“ und 1995 einen Band mit Porträts: „Die Kunst ist das Leben“. Beide Bücher wurden jetzt als Reprints publiziert und lohnen die Lektüre. Die Auto-biografie ist natürlich vor allem von politischen Ereignissen geprägt. Die Familie Leiser lebte zunächst in Berlin-Hohen-schönhausen und emigrierte 1938 mit dem damals 15jährigen Sohn Erwin aus Berlin nach Schweden. 1942 machte er in Malmö sein Abitur, studierte in Lund und wurde 1950 Feuilletonredakteur bei der Zeitung Morgon-Tidningen in Stockholm. Nebenher übersetzte er Bert Brecht, Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch ins Schwedische. Sein erster Film, MEIN KAMPF (1960), ist bis heute ein Schlüsselfilm über den Nationalsozialismus. Ab 1961 lebte Erwin Leiser in Zürich, er realisierte zahllose Porträts und Dokumentationen, war 1966 einer der beiden Gründungsdirektoren der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), die er nach drei Jahren wieder verließ. Die damaligen Auseinandersetzungen mit den Studenten werden in seinen Erinnerungen sehr konkret beschrieben. Die Zeit von 1969 bis 1993 wird dagegen relativ kurz behandelt, das abschließende Kapitel „Wer bin ich?“ ist eine sehr persönliche Selbsteinschätzung. Ohne Abbildungen. Mehr zum Buch: 978-3-462-40085-4/

Es sind vor allem Künstler, mit denen Erwin Leiser in seinem Leben Interviews gemacht hat. Zwanzig von ihnen werden in diesem Buch porträtiert. Beson-ders gut gefallen haben mir die Texte über den Architekten Daniel Libeskind, die Schrift-stellerin Ruth Klüger, den Kameramann Sven Nykvist, den Zeichner Art Spiegelman, den Maler Claes Oldenburg und seine Frau Cossje van Bruggen, den Musiker Dizzy Gillespie und den Produzenten Arthur Cohn. Aber auch die Begegnungen mit Saul Bellow, Larry Rivers, Karl Paryla, Woody Allen, Billy Wilder, Steven Spielberg und Alexander Kluge haben zu sehr lesenswerten Porträts geführt. Immer wieder geht es um das Verhältnis von Kunst und Leben. Und so hatte es eine Logik, den Satz „Art is a way of living“ von Willem de Kooning zum Titel dieses Buches zu machen. Keine Abbildungen. Mehr zum Buch: 978-3-462-40084-7/

TWO-LANE BLACKTOP (1971)

In seinem wunderbaren Monte Hellman-Porträt im Katalog zur New Hollywood-Retrospektive 2004 schrieb Hans Schifferle über den Hauptdarsteller, das Auto in TWO-LANE BLACKTOP: „Er hat keine Stoßstangen, keinen Chrom, kein Zierrat. Die graublaue Farbe wirkt stumpf und schmutzig. Trotz seiner Größe bietet er im Innenraum nicht den Hauch von Bequemlichkeit. Und doch, auf den zweiten Blick, ist dieser umgebaute 55er Chevrolet schön, den James Taylor in TWO-LANE BLACKTOP fährt. Die schiere Kraft der getunten Maschine droht die Motorhaube zu durchbrechen. Muskulös wirkt der Wagen in seinem Gesamtbild, aber wenn Fahrer und Mechaniker die Haube öffnen, mutet die Karosserie beinahe filigran an. Der Chevy ist gestrippt und leicht gemacht, befreit von jeglichem Ballast. Das Auto, das einst in den Fünfzigern in Detroit vom Fließband lief, vergleichbar mit der Produktion eines Hollywoodstudios, wurde customized, verändert nach den persönlichen Vorstellungen des Fahrers. Man ahnt noch seine Herkunft, den traditionellen amerikanischen Autobau, aber der Wagen ist nun zu einer reinen, beinahe geheimnisvollen Fahrmaschine geworden. Der 55er Chevy aus TWO-LANE BLACKTOP verkörpert gleichsam das custom-Kino von Monte Hellman, das immer schwankt zwischen Tradition und Avantgarde. Ein eigenwilliges Kino, das sich vor allem in der schmerzlichen Kunst des Weglassens übt. Nicht umsonst hat Hellman seine ganze Karriere über auch als Cutter gearbeitet. Hellmans Reduktionen, die oft Konventionen sprengen, verstören den Zuschauer zuerst, auf lange Sicht fesseln sie ihn. Der schnelle Erfolg blieb seinem Kino des Nachwirkens so vorenthalten, Hellmans Filme sind sleepers.“ Aus dem Schlaf erwacht und dank Koch Media endlich zugänglich ist jetzt TWO-LANE BLACKTOP (1971, dt.: ASPHALTRENNEN) in einer edlen Sammleredition als Mediabook, das den Film sowohl als DVD wie als Blu-ray präsentiert. Zum Bonus-Material gehören Audiokommentare von Monte Hellman, dem Produzenten Gary Kurtz und dem Filmhistoriker Mike Siegel, die Dokumentation ON THE ROAD AGAIN: TWO-LANE BLACKTOP REVISITED (43 min.), Interviews mit Monte Hellman und Kris Kristofferson (28 min.), Screentests mit den Darstellern James Taylor und Laurie Bird (26 min.) sowie ein Booklet von Michael Siegel. Nicht nur Hans Schifferle wird sich darüber freuen. Mehr zur DVD: mediabook_1_blu_ray_2_dvds/

Analoge Nostalgie

Eine Dissertation, die am Karlsruher Institut für Tech-nologie entstanden ist. Dominik Schrey beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Nostalgie in unserer digitalen Medienkultur spielt, wenn es um die Erinnerung an das analoge Zeitalter geht. Es gibt, das war mir in dieser Tragweite nicht bewusst, sehr verschiedene Nostalgie-theorien (Fred Davis, Paul Grainge, Svetlana Boym), die vom Autor differenziert dargestellt werden. In seinen zwei Hauptkapiteln richtet Schrey zunächst einen diskursiven Blick auf die Unterscheidung zwischen analog und digital und setzt sich dann in mehreren Fallstudien mit paradigmatischen Beispielen für analoge Nostalgie in unserer heutigen Medienkultur auseinander. Seine Analysen stammen aus den Bereichen Film, Fotografie, Medienkunst, digitale Remixpraktiken und populäre Musik. In seiner Schluss-betrachtung konstatiert der Autor, dass es in unserer Kultur eine „tief verwurzelte Sehnsucht nach unvermittelter, unverfälschter Erfahrung“ gibt. „Dieses Sehnen kann utopisch in die Zukunft oder nostalgisch in die Vergangenheit gerichtet sein – oder, und das ist kennzeichnend für den hier umrissenen Nostalgiebegriff, in beide Dimensionen zugleich.“ (S. 362). Eine anregende Lektüre. 16 farbige Abbildungsseiten in der Mitte des Buches sorgen für größere Anschaulichkeit. Mehr zum Buch: medienkultur.html

Inszenierte Formen von Männlichkeit

Eine Dissertation, die an der Humboldt-Universität in Berlin entstanden ist. Anna Voigt untersucht darin „Fürsorglich-keit und Stabilität männlicher Herrschaft in SIX FEET UNDER“. Diese HBO-Serie wurde in den USA in fünf Staffeln in den Jahren 2001 bis 2005 ausgestrahlt, in Deutsch-land war sie von 2004 bis 2006 auf VOX zu sehen. Die Serie erzählt von der Arbeit und vom Leben der Familie Fisher in Los Angeles, die ein Bestattungs-unternehmen betreibt. Es beginnt mit dem Tod des Vaters Nathaniel bei einem Verkehrsunfall. Seine Söhne Nathaniel jr. und David führen die Firma weiter, es gibt außerdem die Tochter Claire, die Witwe Ruth, den Angestellten Rico und ein Umfeld von Freundinnen und Freunden. Die Autorin beschäftigt sich – nach Klärung der theoretischen Grundlagen – mit den in der Serie dargestellten Krisen, mit den Versuchen ihrer Bewältigung, mit Fantasien und Träumen als Ausweg, mit Fragen der Sexualität (der Sohn David ist schwul), Race, Gesundheit und Alter. Im Zentrum steht dabei die liberale Mittelschicht, die in der Serie großenteils gezeigt wird. Die Beschreibungen und Analysen von Anna Voigt sind präzise, ihre Erkenntnisse gut nachzuvollziehen. Vor allem für Liebhaber der Serie ist dies eine lohnende Lektüre, aber auch an Gender Studies Interessierte sind als Zielgruppe angepeilt. Keine Abbildungen, umfangreiches Literaturverzeichnis. Mehr zum Buch: book/9783658165574

Gorillawood

In unseren Kinos ist zurzeit PLANET DER AFFEN: SUR-VIVAL von Matt Reeves zu sehen, fünfzig Jahre nach dem ersten PLANET OF THE APES von Franklin J. Schaffner. Über die PLANET OF THE APES-Filme gibt es einschlägige Literatur, wie auch über die KING KONG-Filme von 1933, 1967 und 2005. Ingo Strecker hat sich für sein Buch „Gorilla-wood“ auf eine andere, mühe-vollere Spurensuche gemacht, bei ihm geht es um Männer, die zwischen 1927 und 1967 als Filmgorillas tätig waren, in  Horrorfilmen, Dschungelabenteuern, Dramen oder Komödien in ihren Affenkostümen auf dem Set agierten und selten im Vorspann erwähnt wurden. Sechs von ihnen werden in diesem bilderreichen Buch gewürdigt: Charles Gemora (1903-1961) hat in über fünfzig Filmen Gorillas verkörpert, darunter auch in dem Marlene Dietrich-Film BLONDE VENUS von Josef von Sternberg. Ray Corrigan (1902-1976) war nicht nur als Gorilla-Darsteller tätig, sondern auch Hauptdarsteller ohne Fell zum Beispiel in der „Crash Corrigan“-Serie von Republic. Unter seinen rund dreißig Gorilla-Filmen findet man TARZAN, THE APE MAN mit Johnny Weissmüller und THE APE mit Boris Karloff. Emil Van Horn (1907-1967) ist in 13 Gorilla-Rollen zu sehen, die als Mischung zwischen Schimpansen und Orang-Utan gestaltet waren. Steve Calvert (1916-1991) hatte seine große Gorilla-Zeit in den 50er Jahren, u.a. in BRIDE OF THE GORILLA von Curt Siodmak mit Barbara Payton und Lon Chaney und in ROAD TO BALI von Hal Walker mit Bing Crosby und Bob Hope. Art Miles (1901-1955) war ein schwergewichtiger Gorilla in sechs Filmen zwischen 1939 und 1946. George D. Barrows (1914-1994) war als Gorilla präsent im Kino der 50er und 60er Jahre, aber vor allem in zahllosen Fernsehserien, die kaum zu dokumentieren sind. Natürlich gab es noch viele andere Darsteller von Gorillas, die im Anhang genannt werden. Aber die Konzentration auf sechs Protagonisten war eine kluge Entscheidung des Autors, dem ein beeindruckendes Buch gelungen ist. Mit Abbildungen in guter Qualität. Mehr zum Buch: buch-des-monats-april-2/

Chantal Akerman

Sie war eine Grenzgängerin zwischen künstlerischem und kommerziellem Film, unterwegs im Experimentellen, Dokumen-tarischen und Fiktionalen, schuf Installationen für Ausstellungs-räume und stellte existentielle Fragen nach den Möglichkeiten des Überlebens. Chantal Akerman (1950-2015) ist das neue, beeindruckende Heft der Film-Konzepte gewidmet, das Fabienne Liptay und Margrit Tröhler herausgegeben haben. In neun Texten wird ihr Werk gewürdigt. Eric de Kuyper hat eine sensible, persönliche Einführung formuliert. Volker Pantenburg richtet den Blick auf Akerman und die New Yorker Film-Avantgarde („Aufatmen“). Michelle Koch schreibt über Einsamkeit und Exil in HOTEL MONTEREY und LES RENDEZ-VOUS D’ANNA („No Home ayway from Home“). Bei Heike Klippel geht es um JEANNE DIELMAN, 23 QUAI DU COMMERCE, 1080 BRUXELLES („Organisierte Zeit“). Elisabeth Bronfen erinnert an TOUTE UNE NUIT („Reigen nächtlichen Begegnungen“). Fabienne Liptay beschäftigt sich mit GOLDEN EIGHTIES und LE ANNÉS 80 („Nach dem Experiment: das Testen“). Patrick Straumann untersucht D’EST, SUD, DE L’AUTRE COTÉ und LÀ-BAS („Die Frau mit dem Koffer“). Gawan Fagard befasst sich mit der Installation „D’Est au bord de la fiction“ („Kontemplation und Verteidigung der Bilder“). Monika Dac unternimmt den Versuch einer Kartografie von Chantal Akermans Territorium („NO MORE HOME MOVIE“). Coverabbildung: Foto aus Film DE L’AUTRE COTÉ. Mehr zum Heft: WXyNRiiJbV4

DOROTHEA ANGERMANN (1959)

Wenn ein sehr erfahrener Regisseur (Robert Siodmak), ein routinierter Drehbuchautor (Herbert Reinecker), eine außer-ordentliche Schauspielerin (Ruth Leuwerik) und ein guter Kameramann (Georg Krause) zusammenarbeiten, muss nicht unbedingt ein herausragender Film entstehen. DOROTHEA ANGERMANN – jetzt bei den „Filmjuwelen“ als DVD erschie-nen – ist aber als Dokument der späten 50er Jahre interessant. Erzählt wird die Geschichte einer Pfarrerstochter in Hamburg, die von ihrem Vater dominiert wird und einen Leidensweg mit dem Koch Mario (Kurt Meisel) absolvieren muss, von dem sie sich verführen lässt, der sie heiratet, quält und unglücklich macht. Wieviel schöner wäre alles geworden, wenn sie den Heiratsantrag des Ingenieurs Michael (Bert Solar) hätte annehmen können, aber das hat ihr Vater (Alfred Schieske) verhindert. Dennoch gibt es ein Happyend, das ein bisschen überrascht. Ruth Leuwerik ist über weite Strecken beeindruckend, die Schwarzweiß-Bilder sind ausdrucksvoll, die Adaptierung des Bühnenstücks von Gerhart Hauptmann hat eine Reihe starker Momente ergeben. Sie fügen sich aber nicht zu einem großen Siodmak-Film. Das informative Booklet stammt von Roland Mörchen. Mehr zur DVD: 22filmjuwelen%22

Heiner Stadler und seine Filme

Heiner Stadler (*1948) ist Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München, hat Spielfilme und Dokumentar-filme fürs Kino und fürs Fern-sehen realisiert und ist seit 2004 Professor der Abteilung Doku-mentarfilm und Fernsehpubli-zistik der HFF. Ihm ist die Publikation „Ein Bild ist ein Bild“, herausgegeben von Johannes Rosenstein, gewid-met. 16 Beiträge beschäftigen sich mit dem Filmemacher Stadler. Herausragend: Michaela Krützens Essay über KING KONGS FAUST (1985), in dem der Film in seiner Komplexität entschlüsselt wird. Beeindruckend: Andreas Grubers Text über die Unterschiedlichkeit der Filme von Heiner Stadler („Zwischen Vorfinden und Erfinden“). Auch die Lektüre der anderen Texte lohnt sich. Johannes Rosenstein erinnert an Stadlers filmische Überschreitungen („Grenz-Erfahrungen, Bilder-Schwellen“), bei Dominik Graf geht es um die Darstellung von Gewalt („Einsame Schmerzen“), Daniel Lang hat ein Gespräch mit dem Musiker Roman Bunka über dessen Zusammenarbeit mit Stadler geführt („Man hört ja fast schon was, wenn man was sieht“), Wolfgang Davis beschäftigt sich mit den Filmen WARSHOTS und IM MUSEUM GEWESEN… („Die Wortmacht der Bilder“), Michael Gutmann spricht mit Stadler über Erinnerungen und Vorbilder („Nicht der Bilder, sondern der Liebe wegen“). Ein Buch, über das sich Heiner Stadler uneingeschränkt freuen kann. Coverfoto: ÜBER BILDER / 10 ANSICHTEN. Mehr zum Buch: ein-bild-ist-ein-bild/

Französische Stummfilme

Mit dem Film NANA (1926) von Jean Renoir wird heute Abend im Babylon Kino am Rosa-Luxemburg-Platz das Stumm-filmfestival „Vive la France!“ eröff-net. Bis zum 13. August werden rund fünfzig Klassiker des französischen Stummfilms gezeigt, darunter Werke von René Clair, Abel Gance, Marcel L’Herbier, Germaine Dulac, Julien Duvivier und Jacques Feyder. Die Filme werden auf der Kinoorgel des Babylon oder auf dem Klavier begleitet. Sie laufen in französischer Original-fassung mit englischen Untertiteln. Das Programm hat Friedemann Beyer zusammengestellt. Der Eintritt zu allen Filmen ist frei, sofern man rechtzeitig kommt und noch einen Platz findet. Mehr zur Filmreihe: www.babylonberlin.de/stummfilmlivefestival.htm

Deutsch-Türkische Filmkultur im Migrationskontext

In einer sehr differenziert for-mulierten Einleitung, 13 Text-beiträgen und fünf Gesprächen verortet der von Ömer Alkin (Düsseldorf) herausgegebene Band die deutsch-türkische Filmkultur der letzten fünfzig Jahre. Den Bogen vom türki-schen Yeşilçamkino bis zum subversiven Migrationskino der Jahrtausendwende schlagen Tuncay Kulaoğlu und Martina Priessner. Guido Rings beschäf-tigt sich mit Fassbinders Film ANGST ESSEN SEELE AUF. Can Sungu schreibt über Gesellschafts­kritik im türkischen Migrationskino. Inga Selck informiert über den deutsch-türkischen Dokumentarfilm seit den 1960er Jahren. Der Bildwissenschaftler W. J. T. Mitchell reflektiert über rassistische Stereotype in Spike Lees Satire BAMBOOZLED, kontextualisiert durch einen Beitrag des Herausgebers. Bei Katrin Ullmann geht es um Globalisierungs­diskurse im Horizont des Films. Nina Heiß’ Text über „Zwischenräume“ rekapituliert Mediengeschichte und endet bei dem Film 40 QM DEUTSCHLAND. Hauke Lehmann untersucht die Verflechtung von Filme-Machen und Filme-Sehen in LOLA + BILIDIKID und TIGER – DIE KRALLE VON KREUZBERG. Markus Spöhrer erinnert an postmigrantische Erfahrungen der HipHop-Kultur. Martina Priessner befasst sich mit dem Film AUSLANDSTOURNEE von Ayşe Polat. Canan Turan konfrontiert den Ehrenmord in DIE FREMDE mit dem Generationstreffen in ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND. Elif Posos-Devrani unternimmt eine diskursanalytische Untersuchung der Fernsehserie TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER. Interessant sind die Gespräche mit den Filmemachern Can Candan und Ilker Çatak, der Dokumentaristin Aysun Bademsoy und der Redaktionsleiterin des „Kleinen Fernseh-spiels“ Claudia Tronnier. Die Beiträge fügen sich zu einem beeindruckenden Spektrum des Themas. Mit Abbildungen in unterschiedlicher Qualität. Mehr zum Buch: 11970962