Kritik üben

Anthony O. Scott (*1966) ist seit über zehn Jahren leitender Filmkritiker bei der New York Times. Seine Texte sind poin-tiert, lakonisch und sachkundig, ich schätze sie sehr. Im vergan-genen Jahr hat er bei Penguin Press das Buch „Better Living Through Criticism“ publiziert, mit dem Untertitel „How to Think About Art, Pleasure, Beauty, and Truth“. Es ist jetzt auf Deutsch im Hanser Verlag erschienen: „Kritik üben. Die Kunst des feinen Urteils“. Scott konfrontiert uns in sechs Kapiteln mit Gedanken und Assoziationen zu den theoreti-schen Grundlagen seines Berufs: „Der Kritiker als Künstler und umgekehrt“, „Das Auge des Betrachters“, „Verloren im Museum“, „Das Problem mit den Kritikern“, „Wie man sich irren soll“, „Die Verfassung der Kritik“. Dazwischen gibt es vier Dialoge: „Was ist Kritik?“, „Selbstkritik“, „Praktische Kritik“ und „Das Ende der Kritik“. Im Blickpunkt des Autors stehen nicht nur Film und Kino, sondern auch die Bildende Kunst, das Theater, die Literatur, die Musik. Es geht um Inhalt und Form, um Denken, Geschmack und Bildung, um Schönheit und Tradition, um Zeitungen und das Internet. Ausführlich werden Aristoteles, Immanuel Kant, Rainer Maria Rilke, T.S. Eliot, Henry James, Oscar Wilde und Susan Sonntag zitiert. Nicht nur für professio-nelle Kritiker*innen eine interessante Lektüre. Lesenswerte Texte über das Buch erschienen in der FAZ und der SZ: 47020197/. Mehr zum Buch: 978-3-446-25467-1/

Imaginiertes Österreich

Wenn ich an internationale Filme denke, die in Wien spielen, dann kommen mir sofort THE THIRD MAN von Carol Reed, DIE VIER IM JEEP von Leopold Lindtberg und BEFORE SUNRISE von Richard Linklater in den Sinn. Aber das ist natürlich nur eine kleine, persönlich geprägte Auswahl. In dem beeindruckenden Buch „Imaginiertes Österreich“ von Franz Grafl geht es auch nicht nur um Wien, sondern um die filmische Darstellung des ganzen Landes in den vergangenen rund hundert Jahren. Der Autor bewegt sich weitgehend chronologisch durch die Filmgeschichte und lässt sich in seinen Analysen auf manche Titel sehr ausführlich ein. Das sind zum Beispiel MERRY-GO-ROUND (1923) und THE WEDDING MARCH (1928) von Erich von Stroheim, THE CASE OF LENA SMITH (1929) und DISHONORED (1931) von Josef von Sternberg, LAC AUX DAMES (1933) von Marc Allegret, LILIOM (1934) von Fritz Lang, DODSWORTH (1936) von William Wyler, UN GRAND AMOUR DE BEETHOVEN (1937) von Abel Gance, GOODBYE, MR. CHIPS (1939) von Sam Wood, ONCE UPON THE HONEYMOON (1942) von Leo McCarey, LETTER FROM AN UNKNOWN WOMAN (1948) von Max Ophüls, IL PORTIERE DI NOTTE (1974) von Liliana Cavani, KLIMT (2006) von Raúl Ruiz. Eigene Kapitel sind der Verfilmung von Literatur, dem Habsburg-Mythos und dem Genre des Agenten- und Kriegsfilms gewidmet. Natürlich kommt auch der große Erfolgsfilm THE SOUND OF MUSIC (1965) von Robert Wise zur Sprache. Sehr genau unterscheidet der Autor zwischen Filmen, die in ihrer Zeit spielen, und Filmen mit historischen (zum Beispiel biografischen) Themen. Auch der osteuropäische Film ist in seinem Blickfeld. Schwarzweiß-Abbildungen in akzeptabler Qualität begleiten den Text, und es gibt einen 16seitigen Tafelteil mit Farbabbildungen. Personen- und Sachregister beschließen den Band, die umfangreiche Filmografie enthält leider keine Seitenverweise. Ein sehr lesenswertes Buch. Mehr zum Buch: www.boehlau-verlag.com/978-3-205-20397-1.html

Zwei Filme von Eberhard Fechner

Er war einer der großen Fernsehregisseure in der Bundesrepublik. Eberhard Fechner (1926-1992) hat vor allem herausragende Dokumentarfilme gedreht. Unvergessen sind für mich NACHREDE AUF KLARA HEYDEBRECK (1969), DIE COMEDIAN HARMONISTS (1976) und DER PROZESS (1984). Die DVD des Films über den Majdanek-Prozess ist kürzlich bei Absolut Medien erschienen. Zwei Filme, die Fechner für den WDR gedreht hat, sind jetzt ebenfalls auf DVD zu sehen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an das wunderbare Buch von Egon Netenjakob über Eberhard Fechner, erschienen 1989 bei Quadriga, mit dem Untertitel „Lebensläufe dieses Jahrhunderts im Film“.

IM DAMENSTIFT (1984) doku-mentiert die Erinnerungen von Gräfinnen, Baroninnen und Freifrauen, die gemeinsam auf Schloss Ehreshoven in der Nähe von Köln leben, an ihre Kind-heit und Jugend, das Ende der Aristokratie, die Zeit des Natio-nalsozialismus, Flucht und Vertreibung, die 1950er und 60er Jahre und schließlich den Alltag im Stift. Hier können unverheiratete adelige Damen katholischen Glaubens ihren Lebensabend verbringen. Sie sprechen vor der Kamera meist heiter und entspannt, gelegentlich auch melancholisch über persönliche Erfahrungen, Verluste und Abschiede, auch über die Privilegien des Adels. Sie spielen zusammen Karten, essen, beten und hören sich zu. Die 90 Minuten des Films vergehen wie im Fluge. Man wird einige der Damen, die alle nicht mehr am Leben sind, nicht so schnell vergessen. Mehr zur DVD: 8019/Im+Damenstift

In LA PALOMA (1989) geht es um Männer, genauer: um elf Männer, meist über achtzig, die alle zur See gefahren sind: als Kapitän (4), Schiffsingenieur (2), Segelmacher, Koch, Ober-steward, Zimmermann oder Heizer. Auch sie erzählen ihre Lebensgeschichten, die sich zu Lande und auf der See, zwischen Kiel und England oder rund um die Welt abgespielt haben. Sie haben Krieg und Hunger, politische Veränderungen und technologische Entwicklungen erlebt, sie waren als Kapitäne Könige an Bord und als Heizer in der Hierarchie weit unten. Aber der Heizer hat später promoviert und wurde Geograph. Er erscheint uns heute als der Klügste der elf Seeleute. Der Film dauert 180 Minuten, montiert aus siebzig Stunden Material. Die Schnittmeisterin war, wie bei IM DAMENSTIFT und DER PROZESS, Brigitte Kirsche. Mehr zur DVD: 8018/La+Paloma

„Verlorene Illusionen“

„Verlorene Illusionen“ ist ein Roman von Honoré de Balzac aus der Mitte des 18. Jahrhun-derts. Die Hauptfigur ist der Autor Lucien Chardon, der Aufstiege und Niedergänge erlebt. Helmut Wietz verlegt die Handlung seiner Graphic Novel in die Wendejahre in Deutsch-land. Die Geschichte beginnt mit der Flucht von Lucien über die Mauer, hinter der bereits die Hochhäuser vom Potsdamer Platz zu sehen sind. Er träumt von einer Karriere als Theater-autor, aber natürlich geht alles schief. Er schreibt zwar mit „Gloire“ das Theaterstück des Jahres, aber das Preisgeld wird wegen Steuerschulden gepfändet, seine Geliebte Esther stürzt sich im Treppenhaus in den Tod, und Lucien verdingt sich zwischendurch als Zeitungsausträger. Die Krimiserie für einen Privatsender bringt Lucien nur neue Probleme. Eine dramaturgische Überraschung findet beim Übergang von der Sommerzeit in die Winterzeit statt: statt einer Stunde stellt sich die Zeit um zwanzig Jahre zurück. Da kommt die Politik ins Spiel: Helmut Kohl, Franz-Josef Strauß, Angela Merkel, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Christian Wulff greifen ins Geschehen ein, und als schließlich ein König für die DDR gesucht wird, kann das nur Franz Beckenbauer werden. Fürs Fernsehen lächeln Katrin Müller-Hohenstein, Marietta Slomka, Maybritt Illner und Katarina Witt, Günter Jauch, Thomas Gottschalk und Dieter Bohlen in die Kamera. Am Ende lernen wir noch den Schriftsteller und Sozialhilfeempfänger Michael Huhlebeck kennen, und Lucien wird Programmdirektor des Fernsehens der DDR 2.0. Es gibt originelle und total absurde Momente, die Medienkritik dominiert, die Zeichnungen haben ihre eigene Qualität. Mehr zum Buch: https://buch-findr.de/buecher/verlorene-illusionen-7/

„Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“

Der Roman von Roman Ehrlich erzählt die Geschichte eines Filmprojekts. Der Regisseur Christoph Raub, Absolvent der HFF München, will einen Horrorfilm mit dem Titel „Das schreckliche Grauen“ realisie-ren. Er fragt seinen Freund Moritz, ob er dabei als Darsteller mitmachen will, und Moritz – der Ich-Erzähler des Romans – lässt sich auf das Unternehmen ein. Zu den Vorbereitungen gehören regelmäßige Treffen im Café Porsche in Ulm, wo viele Beteiligte ausführlich von Angstsituationen in ihrem Leben erzählen. Moritz hat die Aufgabe übernommen, diese Erinnerungen zu protokollieren. So erfahren wir viel von den Ängsten junger Menschen, von ihren Träumen und dramatischen Wirklichkeitsmomenten. Auch Moritz erzählt seine Geschichte, die in Lissabon spielt und von Raub und Blut handelt. Nach den Angstgeschichten werden in der Regel ausgewählte Horrorfilme gezeigt. Der zweite Teil des Romans spielt in Thüringen. Es wird gedreht, die Übernachtungen in Campingzelten sind ungemütlich. Einige Teammitglieder hauen einfach ab. Christoph, der Regisseur, ist launisch und unberechenbar. Er verabschiedet sich mit einer apokalyptischen Rede in einer Kirche mit der Botschaft: „Die Angst kennt nur die eine unumstößliche Autorität ihres eigenen absoluten Seins. Alles andere an ihr ist Vieldeutigkeit, Chaos, Unsicherheit und damit die unausgesprochene Einladung zum kreativen Schaffen, zur Neugründung der Welt.“ Moritz, dem Erzähler, bleibt es versagt, einen gewaltvollen Tod vor der Kamera zu sterben. Das hatte er sich eigentlich erhofft. – Lakonisch erzählt, mit starken emotionalen Momenten, manchmal zu detailverliebt und mit 640 Seiten auch ein bisschen zu lang. Mehr zum Buch: 9783100025319

Das Marvel Cinematic Universe

Eine Magister-Arbeit, die an der Ruhr-Universität Bochum entstanden ist und 2016 ausge-zeichnet wurde. Peter Vignold schreibt mit großer Sachkennt-nis über das seit 2008 ständig wachsende Marvel Cinematic Universe, das Kinofilme, TV- und Webserien produziert und damit ungeahnte Erfolge erzielt. Er stellt Überlegungen zu Ästhetik und Ökonomie der Serie an, entdeckt den Übergang einer linearen Serie zu einer multi-linearen Hyperserie und analy-siert verschiedene Fallbeispiele, beginnend mit den sieben Teilen der X-MEN-Filmfranchise (USA 2000-2014), die als Vorläufer der MCU-Produktionen gesehen werden können. Das umfangreichste Kapitel befasst sich mit dem Marvel Cinematic Universe, also mit IRON MAN (2008ff.), THE INCREDIBLE HULK (2008ff.), THOR (2012ff.), CAPTAIN AMERICA (2011ff.), THE AVENGERS (2012ff.), GUARDIANS OF THE GALAXY (2014ff.), ANT-MAN (2015ff.). Das sind alles Titel der so genannten Phasen 1 und 2, die seit 2016 laufende Phase 3 begann, als das Buch abgeschlossen war. Der Autor untersucht die Handlungselemente und Schauplätze der einzelnen Folgen, beschreibt die Relationen der Serien zueinander und richtet unseren Blick auf die zusammenhängenden Strukturen in diesem Universum, das inzwischen zum Disney-Konzern gehört. Der Text ist spannend zu lesen, die Abbildungen haben eine gute Qualität. Der Anhang enthält u.a. Listen mit Einspielergebnissen, Segmentierungen einzelner Folgen, ein Literatur- und ein Medienverzeichnis. – Morgen startet in den deutschen Kinos der MCU-Film WONDER WOMAN von Petty Jekins. Ich bin sehr gespannt. Coverfoto: THE RETURN OF THE FIRST AVENGER. Mehr zum Buch: anatomie-einer-hyperserie.html

Tanz im Film

Zwischen Tanz und Film gibt es schon immer eine enge Verbin-dung. Vier Herausgeber*innen – Sarah Binder, Sarah Kanawin, Simon Sailer und Florian Wagner, die 2012 den Verein zur Förderung Kritischer Theater-, Film- und Medienwissenschaft (KritTFM) gegründet haben – sind für die vorliegende Publikation verantwortlich, bei der es um „Das Politische in der Bewegung“ geht. 18 Textbeiträge sind hier versammelt. Ich verweise auf neun, die ich besonders interessant finde: Ladina Bucher richtet den Blick auf „Flamencotanz im Spielfilm“. Lisanne Wiegand untersucht die Konfliktaustragung durch Tanz im Musicalfilm von WEST SIDE STORY zu SMASH. Simon Gansinger beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Tanz und Gewalt in den Filmen von Quentin Tarantino. Bei Alina Tretinjak geht es um die Tanzdarstellung im indischen Spielfilm. Nitya Koch verbindet Tanz und Reichtum im amerikanischen Filmmusical. Von Judith Wiemers stammt ein Beitrag über den amerikanischen Tanz im deutschen Musikfilm der 1930er Jahre. Bernhard Frena entdeckt den Tanz als hysterisches Element im Film. Loic Kurzweil stellt Überlegungen an zum Verhältnis von Maschine und Individuum in den Filmen MODERN TIMES (1936) von Charles Chaplin und DANCER IN THE DARK (2000) von Lars von Trier. Sarah Kanawin erinnert an den Film JUST A GIGOLO (1978) von David Hemmings: Wenn Marlene Dietrich David Bowie tanzen lässt. Alle Beiträge haben ihre Qualitäten. Erschienen ist das Buch im Verbrecher Verlag. Keine Abbildungen. Mehr zum Buch: book/detail/896

Indischer Dokumentarfilm

Eine Ph.D.-Arbeit, die an der Bauhaus-Universität Weimar entstanden ist, verbunden mit dem Dokumentarfilm WOMEN’S POLICE STATION. Ulrike Mothes beschäftigt sich in ihrem Text mit Experimenten im zeitgenössischen indischen Dokumentarfilm, der sich deutlich von den Spielfilm-formen unterscheidet. Zunächst werden von der Autorin die spezifischen Arbeitsbedin-gungen und die Rolle der Zensur dargestellt, dann unternimmt sie eine filmgeschichtliche Einordnung. Im zweiten Kapitel definiert sie das „offene“ Erzählen: die semiotische und filmästhetische, Offenheit, die Offenheit der Erzählstruktur und die Kombination struktureller und filmästhetischer Offenheit. Im Mittelpunkt stehen dann vier Filmbeispiele, die genauer analysiert werden: THERE IS SOMETHING IN THE AIR (2011) von Iram Ghufran, STRAIGHT 8 (2005) von Ayisha Abraham, IN CAMERA. DIARIES OF A DOCUMENTARY CAMERAMAN (2009) von Ranjan Palits und das BEHIND THE TIN SHEETS-PROJECT von Yashaswini Raghunandan und Ekta Mittal (2009ff). Die Autorin ist bestens vertraut mit der Literatur zum indischen Dokumentarfilm, ihre Analysen sind anschaulich und konkret, so dass man viel über die Filme erfährt, auch wenn man sie nicht gesehen hat. Beeindruckend! Das Coverfoto stammt aus dem Film LAKSHMI AND ME (2007) von Nishta Jain. Mehr zum Buch: offenes-erzaehlen

DAS LIED DER MATROSEN (1958)

Zwei Protagonisten der DEFA, Kurt Maetzig und Günter Reisch, haben bei diesem Film gemeinsam Regie geführt. Er entstand zum 40. Jahrestag der Novemberrevolution. Das Dreh-buch zu dem Film stammte von Karl Georg Egel und Paul Wiens, die für ihre traditionelle Erzählweise bekannt waren, hinter der Kamera standen Joachim Hasler und Otto Merz, die zum Teil interessante Einstellungen gewählt haben. Erzählt wird die Geschichte von sieben Matrosen des Schlachtschiffes Friedrich der Große im Jahr 1917. Es sind die Maschinisten Erich Steigert (Günter Simon) und Henne Lobke (Ulrich Thein), der Oberheizer August Lenz (Raimund Schelcher), der Heizer Jens Kasten (Horst Kube), der Funker Ludwig Batuschek (Hilmar Thate), die Matrosen Jupp König (Stefan Lisewski) und Sebastian Huber (Jochen Thomas). Sie sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Ein Klassiker der DEFA mit guten Darstellern. Bei Icestorm ist jetzt die DVD des Films erschienen. Zum Bonus-Material gehört eine Dokumentation von Günter Jordan mit Original-Archivaufnahmen MATROSEN IN BERLIN (51 min.). Mehr zur DVD: das-lied-der-matrosen.html

Gisela Stein

Der Schauspielerin Gisela Stein (1934-2009) ist eine Ausstellung im Deutschen Theatermuseum in Mün-chen gewidmet, die dort noch bis zum 15. Oktober zu sehen ist. Die Kurato-rin Birgit Pargner hat auch den Katalog heraus-gegeben, der im Henschel Verlag erschienen ist. Er macht noch einmal ihre große Bedeutung für das deutschsprachige Theater klar, die sie sich von den 60er bis in die 90er Jahre in großen Inszenierungen in Berlin und München erspielt hat. Sie war vor allem auf der Bühne präsent, kaum im Film oder Fernsehen. Ich habe sie in den 60er Jahren rund 20mal im Schiller- und Schloßparktheater gesehen, u.a. als Pauline Piperkarcka in den „Ratten“ von Gerhart Hauptmann, inszeniert von Boleslav Barlog, als Prinzessin Eboli in „Don Carlos“ von Friedrich Schiller, inszeniert von Gustav Rudolf Sellner, als Klara in „Maria Magdalene“ von Friedrich Hebbel, inszeniert von Fritz Kortner, als „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller, inszeniert von Rolf Henniger. Sie hat mich damals sehr beeindruckt. Birgit Pragner dokumentiert in ihrem Text die Bühnenkarriere von Gisela Stein, die 1953 in Koblenz begann und 2006 in München endete. Zu ihren wichtigsten Regisseuren gehörte Hans Lietzau. Über Gisela Stein äußern sich die Regisseure Niels-Peter Rudolph, Günter Krämer, Dieter Dorn, Robert Wilson und Elmar Goerden, ihre Kolleginnen und Kollegen Cornelia Froboess, Michael von Au, Manfred Zapatka, Jens Harzer, Daphne Wagner und Sophie von Kessel, der Kostüm- und Bühnenbildner Jürgen Rose, der Maskenbildner Michael Wachsmann, die Theaterfotografin Oda Sternberg. Sehr berührend ist der Text ihrer Tochter Katharina Hinze-Kertész. Wenn wir demnächst in München sind, werden wir die Ausstellung mit Sicherheit besuchen. Mehr zum Buch: Hinter-den-Worten-9783894877958