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12. Januar 2020

INTIMACY (2001)

Der Film von Patrice Chéreau lief 2001 im Wettbewerb der Berlinale und gewann damals den Goldenen Bären. Das erotische Psychodrama spielt in London. Immer mittwochs besucht Claire den Musiker Jay in seiner Wohnung und hat Sex mit ihm. Sie wissen sonst nichts voneinander, bis Jay die Spur aufnimmt und herausfindet, dass Claire Schauspielerin ist, einen Taxifahrer als Ehemann hat und mit ihm zusammen einen Sohn. Es ist eine eigene, durchaus glückliche Welt, in der sie lebt und die sie nur am Mittwochnachmittag verlässt. Jays Entdeckungen sind folgenreich für die Sexbeziehung. Chéreaus Bildsprache ist freizügig, aber nicht voyeuristisch. Die Protagonisten sind nicht idealisiert, sie erscheinen als „gewöhnliche Menschen“, auch wenn sie sich ungewöhnliche Freiheiten nehmen. Die Kamera (Eric Gautier) bleibt nah bei ihnen, Mark Rylance (Jay) und Kerry Fox (Claire) gelingt eine erstaunlich differenzierte Darstellung ihres individuellen Lebens. Bei Arthaus ist jetzt die DVD des Films erschienen. Mehr zur DVD: arthaus.de/intimacy