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23. Juni 2019

DIE BLEIERNE ZEIT (1981)

Margarethe von Trotta hat in diesem Jahr den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises erhalten. Ihr für mich stärkster Film ist DIE BLEIERNE ZEIT, für den sie 1981 in Venedig mit dem „Goldenen Löwen“ und 1982 in Berlin mit dem „Filmband in Gold“ ausgezeichnet wurde. Der Film erzählt die Geschichte zweier Schwestern, nachem-pfunden dem Leben von Gudrun und Christiane Ensslin, Töchter eines evangelischen Pfarrers. Im Film heißen die Schwestern Juliane und Marianne. Juliane ist eher rebellisch, Marianne still und sanft. Das Elternhaus erleben sie als kalt, die Zeit der 50er Jahre als bleiern. In den 60er Jahren ändern sich die Konstellationen. Aus Juliane wird eine Journalistin, aus Marianne eine Terroristin. Sie begegnen sich mehrfach, zuletzt im Gefängnis in Stammheim. Dann meldet das Fernsehen den Tod von Marianne. Julianes Versuch, dies als Mord anzuprangern, scheitert. Der Film ist als Kammerspiel konzipiert, getragen von zwei heraus-ragenden Darstellerinnen: Jutta Lampe als Juliane, Barbara Sukowa als Marianne. Rückblenden erzählen Geschichten aus der Jugend der beiden Geschwister. Das Drehbuch stammte von Margarethe von Trotta., hinter der Kamera stand Franz Rath. Bei Studio Canal sind jetzt DVD und Blu-ray des aufwendig restaurierten Films erschienen. Mit einem umfangreichen Booklet und Interviews mit Margarethe von Trotta und Barbara Sukowa. Mehr zur DVD und Blu-ray: edition-blu-ray