Aktuelles
13. Februar 2019

Dieter Kosslick

Nach 18 Jahren verab-schiedet sich Dieter zurzeit als Direktor der Berlinale. Das prägte schon im Vorfeld die Berichterstattung über das Festival, es gab lesenswerte Interviews im Tagesspiegel und in der Berliner Zeitung, und auch bei der Eröffnung stand er im Mittelpunkt des Abends. In seinen ersten Berlinale-Jahren habe ich eng mit Dieter zusammengearbeitet, war als Leiter der Retrospektive bei den Treffen der Sektionschefs dabei und konnte beobachten, wie souverän er in diesem Kreis die Fäden in der Hand hat. Dieters größte Begabung ist sein Kommunikations-verhalten, er verfügt über eine positive Ausstrahlung, er lässt sich von Menschen beraten, denen er vertrauen kann. Das betrifft natürlich auch die Auswahl der Filme für den Wettbewerb. Aus meiner Sicht hat er hier – immer ihm Rahmen seiner Möglichkeiten – gute Entscheidungen getroffen, auch wenn er häufig hart kritisiert wurde. 2006 hat Dieter mir zum Abschluss unserer Zusammenarbeit die Berlinale-Kamera verliehen und 2008 den Film AUGE IN AUGE als Berlinale Special ins Programm aufgenommen. Vor einigen Wochen saßen wir bei der Eröffnung der Ausstellung „Zwischen den Filmen“ im Museum für Film und Fernsehen wieder einmal nebeneinander. Ich fühle mich mit ihm freundschaftlich verbunden und habe großen Respekt vor seiner Leistung als Berlinale-Direktor. Im September wird bei Hoffmann und Campe seine Autobiografie erscheinen: „Schön auf dem Teppich bleiben“ – mit dem Untertitel „Kino, Kunst und Kulinarik“. Ich bin gespannt, wie er sein Leben erzählt.