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12. April 2018

Helmut Käutner

Heute beginnt im Zeug-hauskino im Deutschen Historischen Museum eine Retrospektive der Filme von Helmut Käutner. Sie wird eröffnet mit dem Gesell-schaftsdrama BILDNIS EINER UNBEKANNTEN (1954). Die Hauptrollen spielen Ruth Leuwerik und O. W. Fischer. 27 Filme stehen bis 30. Juni auf dem Programm. Käutner ist bis heute ein eher unterschätzter deutscher Regisseur, der in vielen Genres Großes vollbracht hat. Man kann in seinen Filmen immer wieder Neues entdecken, weil sie die politische Zeit, in der sie entstanden sind – NS-Zeit, Nachkriegsjahre, Adenauer-Ära – sehr unterschiedlich reflektiert haben. Meine persönlichen Lieblingsfilme von ihm sind UNTER DEN BRÜCKEN (1944/45), HIMMEL OHNE STERNE (1955), SCHWARZER KIES (1961) und DIE ROTE (1962). Gezeigt werden auch seine Fernsehfilme TAGEBUCH EINES FRAUENMÖRDERS (1969) und MULLIGANS RÜCKKEHR (1978), beide mit Helmut Qualtinger, der Film KARL MAY von Hans-Jürgen Syberberg, in dem Käutner die Titeltrolle spielt, und relativ unbekannte Filme wie FRAU NACH MASS (1940) mit Leni Marenbach, EPILOG (1950) mit O. E. Hasse und Fritz Kortner, WEISSE SCHATTEN (1951) mit Hilde Krahl und EIN MÄDCHEN AUS FLANDERN (1956) mit Nicole Berger. Heute, morgen und am Samstag führt Christoph Huber in die Filme ein. Mehr zur Retrospektive: querlaeufer.html