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30. Dezember 2017

Filmmuseum Amsterdam: EYE

Im April 2014 hat Königin Beatrix das Filmmuseum Amsterdam eröff-net; es trägt den Namen EYE, ist ein imposanter Bau nördlich vom Hauptbahnhof, den man mit einer Fähre erreicht. Er wurde von dem Wiener Architektenpaar Roman Delugan und Elke Delugan-Meissl entworfen. Vier Stockwerke geben die Struktur vor. Ganz oben befindet sich ein großes Kino, in dem ab 10 Uhr gespielt wird und häufig auch Premieren stattfinden. Darunter ist eine sehr große Fläche für Sonder-ausstellungen reserviert, pro Jahr gibt es davon drei oder vier, zurzeit ist eine interessante Installation des dänischen Künstlers Jesper Just zu sehen. Im Erdgeschoss bietet ein großes Café einen schönen Blick auf den See; dies ist eigentlich der beeindruckendste Raum des Hauses. Zwei kleine Kinos präsentieren spezielle Vorführungen, im Museums-shop findet man Bücher, DVDs, Filmpostkarten und Souvenirs. An den Wänden sind überall Filmplakate aufgehängt. Die Dauerausstellung im Untergeschoss fanden wir eher enttäuschend, sie nennt sich „Panorama“ und versucht mit visuellen Angeboten den Mangel an Exponaten – dies sind einige Kameras und andere technische Geräte – vergessen zu machen. An kleinen Sichtplätzen kann man sich Filmausschnitte anschauen. Im Untergeschoss gibt es auch noch ein kleines Kino. Sehr viel investiert wird offenbar in die Arbeit mit Kindern. Die Direktorin des Filmmuseums Amsterdam, Sandra den Hamer, wird von ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen sehr geschätzt. Das Gebäude fanden wir bei unserem ersten Besuch beeindruckender als die Präsentationen. Mehr über das Filmmuseum: /eye-filmmuseum