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15. Februar 2017

Wilhelm Roth wird 80

2017.Willi Roth 2Der Autor, Filmkritiker und Redakteur Wilhelm Roth feiert heute seinen 80. Geburtstag. Dazu gratuliere ich ihm herz-lich. Willi, in Regenburg geboren, hat in München studiert, war von 1965 bis 67 Filmredakteur im 3. Fernsehprogramm des WDR, hat dann bis 1973 redaktionell die Zeit-schrift Filmkritik betreut, kam nach Berlin als Mitarbeiter der „Freunde der Deutschen Kinemathek“. 1974 haben wir gemeinsam die Filme von Rainer Werner Fassbinder für den zweiten Band der „Reihe Film“ im Kino der dffb gesehen, er schrieb die Kommentierte Filmografie, ich stellte die Daten zusammen. Es gab zwischen uns immer eine Nähe im filmischen Verständnis (und in der Liebe zum Kriminalroman). 1981 ging er nach Frankfurt als Redakteur des Pressedienstes Kirche und Film, initiierte die Gründung der Zeitschrift epd Film, die er als verantwortlicher Redakteur bis 2002 leitete. Zu seinen großen Verdiensten gehört das Buch „Der Dokumentarfilm seit 1960“, das mein „Filmbuch des Jahres 1982“ wurde (der-dokumentarfilm-seit-1960/ ). Zu seinem Geburtstag hat Willi sich selbst und seinen Freunden eine Publikation geschenkt, „Wilhelm Roth: Film, Theater, Leben“, die vor allem Texte aus den letzten Jahren enthält, in denen er meist aus sehr persönlicher Sicht über Filme, Theater- und Opernaufführungen und Bücher geschrieben hat, u.a. über den bundesdeutschen Film der 50er Jahre, die Leipziger Filmwoche, Klaus Wildenhahn, Max Ophüls, die Schauspielerinnen Ursina Lardi, Dorothee Hartinger und Jennifer Minetti, das Internationale Büchner-Festival in Gießen, den mongolischen Dichter Galsan Tschinag und den amerikanischen Krimiautor Dennis Lehane. Es ist oft das Entlegene, das ihn interessiert und worüber er Texte verfasst hat, die ich zum Teil nicht kannte. Das Foto stammt von Theresa Duck, die das Heft grafisch sehr schön gestaltet hat. Wer Willi gratulieren will und ein persönliches Interesse an der Publikation hat, darf sich bei ihm melden: wilhelmroth@web.de