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14. November 2014

Rudolf Thome 75

2014.ThomeDer Filmemacher Rudolf Thome wird heute 75 Jahre alt. Er hat seit 1964 mit großer Kreativität und bewundernswertem Eigensinn sechs Kurzfilme und 28 abendfüllende Filme realisiert. In ihren Themen und Formen waren sie nie so etwas wie deutscher Mainstream, ökonomisch gehörten sie immer in den low-budget-Bereich, aber sie hatten und haben ihre Fans nicht nur in Deutschland. Mit seinen frühen Filmen DETEKTIVE, ROTE SONNE, SUPERGIRL und FREMDE STADT hat er zusammen mit dem Drehbuchautor Max Zihlmann einen an amerikanischen Vorbildern orientierten neuen Stil ins westdeutsche Kino gebracht, in einer lockeren Verbindung mit Klaus Lemke. 1973 verlagerte er  seinen Lebensmittelpunkt von München nach Berlin. Er hat viele lesenswerte Filmkritiken geschrieben, für die Süddeutsche Zeitung, die Filmkritik und den Tagesspiegel. Mein persönlicher Lieblingsfilm von Rudolf ist BERLIN CHAMISSOPLATZ mit Hanns Zischler und Sabine Bach, die Liebesgeschichte zwischen einem Architekten und einer Studentin in den späten 1970er Jahren. Einmal hatte ich das Vergnügen, in einem Film von Rudolf eine kleine Rolle zu spielen: den Professor Stubenrauch in LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK. Viele Filme hat er für die ARD-Tochter Degeto mit seiner Firma „moanafilm“ realisiert, zuletzt den Film INS BLAUE mit Vadim Glowna. Jahrelang konnte man im Netz an der Entstehung seiner Drehbücher teilhaben, denn er ist ein Internet-Freak. Auf seiner Website www.moana.de führt er ein Blog-Tagebuch. Und morgen beginnt er mit der Arbeit an seiner Autobiografie. Er lebt in Berlin-Kreuzberg und auf einem Bauernhof in Niendorf/Südbrandenburg. Wo auch immer gefeiert wird: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Rudolf, und noch viele produktive Jahre als Autor und Filmemacher. (Foto: Frauke Haß, 2014)