Aktuelles
20. Oktober 2012

Mamoulian/Borzage

Zwei interessante, aber nicht gerade populäre amerikanische Regisseure werden im neuen Band der Film-Konzepte miteinander verbunden: Rouben Mamoulian (1897-1987) und Frank Borzage (1894-1962). Immerhin sind sie in den letzten Jahren dank DVD aus dem Schatten der Vergessenheit getreten. Armin Jäger als Gastherausgeber stellt im Vorwort die Verwandtschaften zwischen ihnen her. In jeweils vier Aufsätzen werden spezielle Genrevorlieben, zum Beispiel Borzages stumme Melodramen (Autor: Thomas Koebner) und Mamoulians Musicals (Thomas Köhler), Themen (Das Schicksal des kleinen Mannes in Borzages frühen Tonfilmen; Lewis Beer), der Umgang mit Schaupielern (Starregisseur Mamoulian und seine Filmdiven; Armin Jäger), die Darstellung der Liebe im Krieg (in Borzages A FAREWELL TO ARMS und TILL WE MEET AGAIN; auch Armin Jäger), Mamoulians Inszenierungsstil (Robert Müller), sein innovatives Spiel mit Genrekonventionen (Claudia Mehlinger) und Borzages Ausflug in den Film noir (MOONRISE, Jasmin Kaiser) analysiert. In den Texten zeigen sich wieder Qualitäten der „Mainzer Schule“: Anschaulichkeit und Konkretion. Mehr zum Heft: neu_werke_default_film. Und ein kleiner Verweis auf einen eigenen Mamoulian-Text: 1987/02/applaus-rouben-mamoulian/