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16. Juli 2012

Trauerfeier für Katrin Seybold

Im Münchner Filmmuseum findet heute die Trauerfeier für Katrin Seybold statt. Sie ist am 27. Juni 68jährig nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. In Gang gesetzt durch die Studentenbewegung hat Katrin ab Ende der 1970er Jahre Filme zur deutschen Geschichte realisiert und an Unrechtstaten erinnert, die an Juden, an Sinti, an Widerstandskämpfern begangen wurden. Sie hat individuelle Schicksale in den Mittelpunkt ihrer Filme gestellt, die ihr beispielhaft erschienen, beginnend mit SCHIMPFT UNS NICHT ZIGEUNER (1980). Es waren meist Opfergeschichten, die sie dokumentarisch recherchiert hat, weil sie Verantwortung übernehmen wollte für die Folgen einer gefühlten Schuld. DIE WIDERSTÄNDIGEN – ZEUGEN DER WEISSEN ROSE (2008) wurde zu ihrem letzten Film. Sie konnte herzhaft lachen, aber sie hat nie eine Komödie gedreht. In den frühen Siebzigern war sie meine Mitarbeiterin an der dffb. Der Abschied schmerzt.