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01. Mai 2012

Polar

Das Wort, das uns als Bezeichnung für Gegensätze dient, hat in Frankreich eine allseits bekannte filmische Bedeutung. Es kombiniert die Wörter „police“ und „argot“, Polizei und Gaunersprache, es meint die Konfrontation von Gesetz und Verbrechen, es fungiert als Genrebegriff für alles Kriminelle, mit vielen Subgenres und der Konstante der Dunkelheit, der Nacht. In der Genre-Reihe des Bender-Verlages ist jetzt, herausgegeben von Ivo Ritzer, ein Band mit 15 kenntnis-reichen Beiträgen zum „Polar“ erschienen. Vom Herausgeber stammt ein fundierter Genre-Diskurs, von Dominik Graf eine persönliche Hommage. Es gibt Texte zur historischen Entwicklung, zu einzelnen Phänomenen und zu ausgewählten Regisseure, zum Beispiel Henri-Georges Clouzot, Claude Chabrol, José Giovanni, Jean-Pierre Melville, Alain Corneau, Philippe Grandrieux, Gaspar Noé und Bruno Dumont. Zu den Autoren gehören Norbert Grob, Bernd Kiefer, Roman Mauer, Karlheinz Oplustil, Andreas Rauscher, Marcus Stiglegger und verschiedene Doktoranden der Filmwissenschaft in Mainz. Gute Abbildungen. Der vierte Genre-Band bei Bender. Ob weitere folgen? Mehr zum Buch: 82fa5d59656dfb14b2f42e32fea8c436